TradingView Heatmap Tutorial – So nutzt du die Heatmap auf TradingView effektiv

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Hier ist ein ausführliches Tutorial zur TradingView Heatmap auf Deutsch.


Die TradingView Heatmap ist ein visuelles Analysetool, das es Tradern ermöglicht, den gesamten Markt (Aktien oder Kryptowährungen) auf einen Blick zu erfassen. Anstatt hunderte Charts einzeln zu prüfen, siehst du sofort, welche Sektoren boomen und wo Panik herrscht.

In diesem Tutorial lernst du Schritt für Schritt, wie du die Heatmap bedienst und für dein Trading nutzt.


1. Wo finde ich die Heatmap?

Um die Heatmap zu öffnen, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Über die Startseite: Gehe auf tradingview.com, fahre mit der Maus über den Reiter „Produkte“ und wähle im Dropdown-Menü unter „Screener“ entweder die „Aktien Heatmap“ oder die „Krypto Heatmap“.
  2. Direkt-Link:
    • Aktien: tradingview.com/heatmap/stock/
    • Krypto: tradingview.com/heatmap/crypto/

2. Den Aufbau verstehen: Größe und Farbe

Die Heatmap besteht aus vielen Rechtecken (Kacheln). Diese sind nicht zufällig angeordnet:

  • Die Größe der Kachel: Repräsentiert in der Standardeinstellung die Marktkapitalisierung des Unternehmens. Je größer das Rechteck (z. B. Apple oder Microsoft), desto wertvoller ist das Unternehmen.
  • Die Farbe der Kachel: Repräsentiert die Kursbewegung im gewählten Zeitraum.
    • Dunkelgrün: Starker Kursanstieg (z. B. > +3%).
    • Hellgrün: Leichter Kursanstieg.
    • Grau: Kaum Veränderung (nahe 0%).
    • Hellrot: Leichter Kursrückgang.
    • Dunkelrot: Starker Kursrückgang (z. B. < -3%).

3. Die Filter- und Einstellungsoptionen

Am oberen Rand des Heatmap-Fensters findest du die wichtigsten Werkzeuge, um die Ansicht anzupassen:

A. Auswahl des Marktes (Source)

Du kannst wählen, welche Aktien angezeigt werden sollen. Beliebte Filter sind:

  • S&P 500: Die 500 größten US-Unternehmen.
  • Nasdaq 100: Fokus auf Technologie.
  • Alle US-Aktien: Ein kompletter Marktüberblick.
  • DAX: Deutsche Bluechips.

B. Gruppierung (Group by)

Standardmäßig sind die Aktien nach Sektoren (z. B. Technologie, Finanzen, Energie) gruppiert. Du kannst dies ändern, um sie nach Industrien oder ganz ohne Gruppierung anzuzeigen.

C. Performance-Zeitraum

Hier stellst du ein, für welchen Zeitraum die Wertveränderung angezeigt werden soll:

  • 1D (1 Tag): Wie läuft der heutige Handelstag?
  • 1W / 1M: Mittelfristige Trends erkennen.
  • YTD (Year to Date): Wer sind die Gewinner des laufenden Jahres?

D. Farbskala (Color by)

Du musst nicht zwingend die Kursänderung anzeigen. Du kannst die Farben auch basierend auf anderen Kennzahlen wie dem KGV (P/E Ratio) oder der Dividendenrendite anzeigen lassen. Das ist besonders für Value-Investoren nützlich.


4. Interaktion mit der Heatmap

  • Hover-Effekt: Wenn du mit der Maus über eine Kachel fährst, öffnet sich ein kleines Fenster mit Details (Kurs, Änderung in Prozent, Volumen).
  • Zoom: Mit dem Mausrad kannst du in bestimmte Sektoren hineinzoomen, um auch kleinere Unternehmen zu sehen, die in der Gesamtansicht untergehen.
  • Klick: Ein Klick auf ein Unternehmen öffnet rechts eine Seitenleiste mit dem Chart und weiteren Finanzdaten.

5. Praktische Strategien: Wie nutzt man die Heatmap im Trading?

Strategie 1: Sektoren-Rotation erkennen

Wenn du siehst, dass der gesamte Sektor „Energie“ tiefrot ist, während „Technologie“ hellgrün leuchtet, fließen Gelder aus Öl-Aktien in Tech-Aktien. Als Trader kannst du dich diesem Flow anschließen.

Strategie 2: Relative Stärke finden

Suche an einem Tag, an dem der Gesamtmarkt (z. B. S&P 500) rot ist, nach den wenigen grünen Kacheln. Diese Aktien zeigen Relative Stärke und sind oft die ersten, die explodieren, wenn sich der Markt erholt.

Strategie 3: Extreme identifizieren

Tiefrote Kacheln in einem sonst stabilen Sektor können auf eine Überreaktion hindeuten (potenzielle Kaufchance beim „Dip“) oder auf schlechte Nachrichten, die das Unternehmen individuell betreffen.


6. Zusammenfassung (Pro-Tipps)

  1. Nutze die Vollbild-Ansicht: Die Heatmap wirkt am besten auf einem großen Monitor, um Zusammenhänge zwischen Branchen zu sehen.
  2. Kombiniere Filter: Filtere nach „S&P 500“ und stelle „Color by“ auf „Relative Volume“. So siehst du sofort, wo gerade außergewöhnlich viel Handelsaktivität stattfindet.
  3. Teilen: Über das Kamera-Symbol oben rechts kannst du einen Screenshot deiner Heatmap-Analyse direkt auf Social Media oder in Trading-Gruppen teilen.

Fazit: Die TradingView Heatmap ist weit mehr als nur ein buntes Bild. Sie ist ein Navigationssystem, das dir hilft, innerhalb von Sekunden zu verstehen, wo das Geld im Markt gerade hinfließt. Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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