SSD-Zustand prüfen unter Windows 11: So geht’s

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den Zustand (Health) deiner SSD unter Windows 11 überprüfen kannst – von Bordmitteln bis hin zu Experten-Tools.

SSDs (Solid State Drives) haben eine begrenzte Lebensdauer, die von den Schreibvorgängen abhängt. Um Datenverlust zu vermeiden, solltest du regelmäßig den „Gesundheitszustand“ deines Laufwerks prüfen.


Methode 1: Windows 11 Einstellungen (Der einfachste Weg)

Windows 11 hat ein integriertes Tool, das dir direkt den geschätzten Lebensstatus und die Temperatur anzeigt.

  1. Öffne die Einstellungen (Tastenkombination: Win + I).
  2. Navigiere zu System > Speicher.
  3. Klicke unten auf Erweiterte Speichereinstellungen.
  4. Wähle Laufwerke und Volumes aus.
  5. Suche deine SSD aus der Liste und klicke daneben auf die Schaltfläche Eigenschaften.
  6. Unter dem Punkt Laufwerkszustand siehst du nun:
    • Geschätzte Restlebensdauer: (z. B. 98 %)
    • Verfügbare Reserve:
    • Temperatur:

Methode 2: Windows PowerShell (Detaillierte Textausgabe)

Wenn du schnell eine technische Übersicht ohne grafische Oberfläche möchtest, hilft die PowerShell.

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf den Startbutton und wähle Terminal (Administrator) oder PowerShell (Administrator).
  2. Gib den folgenden Befehl ein und drücke Enter:
    Get-PhysicalDisk | Get-StorageReliabilityCounter | Select-Object DeviceId, WearoutIndicator, Temperature
  3. Erklärung der Werte:
    • WearoutIndicator: Zeigt den Verschleiß in Prozent an. Ein Wert von 0 bedeutet meist, dass die SSD noch perfekt ist (je nach Hersteller kann der Wert auch die verbleibende Lebensdauer anzeigen – 100 ist hier oft das Ziel).
    • Temperature: Die aktuelle Temperatur in Grad Celsius.

Methode 3: CrystalDiskInfo (Die Experten-Wahl)

Für eine wirklich detaillierte Analyse der S.M.A.R.T.-Werte (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) ist das kostenlose Tool CrystalDiskInfo der Standard.

  1. Lade CrystalDiskInfo (Standard Edition) von der offiziellen Website herunter.
  2. Installiere und starte das Programm.
  3. Das Tool zeigt dir sofort eine farbliche Bewertung an:
    • Blau (Gut): Alles in Ordnung.
    • Gelb (Vorsicht): Das Laufwerk weist erste Defekte auf, Zeit für ein Backup!
    • Rot (Schlecht): Das Laufwerk steht kurz vor dem Ausfall.
    • Grau: Unbekannt.
  4. Du kannst hier auch die genaue Menge der bereits geschriebenen Daten sehen (Total Host Writes).

Methode 4: Herstellereigene Software

Viele SSD-Hersteller bieten eigene Tools an, die oft noch präziser sind und Firmware-Updates ermöglichen. Die gängigsten sind:

  • Samsung: Samsung Magician
  • Crucial: Storage Executive
  • Western Digital/SanDisk: Dashboard
  • Kingston: SSD Manager

Diese Programme bieten oft exklusive Funktionen, um die Leistung zu optimieren oder den Cache zu verwalten.


Zusammenfassung: Worauf solltest du achten?

  • Temperatur: Im Leerlauf sollte eine SSD zwischen 30°C und 50°C liegen. Über 70°C kann es kritisch werden.
  • Ersatzsektoren: Wenn die Anzahl der "Reallocated Sectors" (neu zugewiesene Sektoren) steigt, ist das ein Zeichen für Hardware-Verschleiß.
  • Backup: Egal wie gut der Zustand ist: Ein plötzlicher Defekt durch Elektronikfehler ist immer möglich. Sichere wichtige Daten regelmäßig auf einer externen Platte oder in der Cloud.

Tipp: Wenn deine SSD unter 10 % Restlebensdauer fällt, solltest du sie zeitnah austauschen!

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