So fügst du Afterpay zu Stripe hinzu [Einfache Anleitung]
Hier ist ein leicht verständliches Tutorial, wie du Afterpay (in Europa oft als Clearpay bekannt) zu deinem Stripe-Konto hinzufügst.
Afterpay (Clearpay) ist eine der beliebtesten „Buy Now, Pay Later“-Optionen (BNPL). Die Integration in Stripe ist unkompliziert, da Stripe Afterpay nativ unterstützt.
Schritt 1: Voraussetzungen prüfen
Bevor du startest, stelle sicher, dass:
- Du ein aktives Stripe-Konto hast.
- Dein Unternehmen in einem unterstützten Land ansässig ist (z. B. USA, Kanada, Australien, Neuseeland für Afterpay; Großbritannien, Frankreich, Italien oder Spanien für Clearpay).
- Deine verkauften Produkte den Richtlinien von Afterpay entsprechen (keine digitalen Güter in manchen Regionen, keine Abonnements).
Schritt 2: Afterpay im Stripe Dashboard aktivieren
Du musst Afterpay manuell in deinen Stripe-Einstellungen freischalten.
- Logge dich in dein Stripe Dashboard ein.
- Klicke oben rechts auf das Zahnrad-Symbol (Einstellungen).
- Wähle unter der Rubrik „Zahlungen“ den Punkt Zahlungsmethoden aus.
- Suche in der Liste nach Afterpay / Clearpay.
- Klicke daneben auf die Schaltfläche Aktivieren.
- Hinweis: Manchmal steht dort „Einrichtung abschließen“. In diesem Fall musst du eventuell zusätzliche Informationen zu deinem Business bestätigen.
Schritt 3: Die Integration in deine Website
Je nachdem, wie du Stripe nutzt, gibt es verschiedene Wege der Einbindung:
Option A: Stripe Checkout (Kein Code / Low Code)
Wenn du das vorgefertigte Stripe Checkout nutzt, ist Afterpay automatisch verfügbar, sobald du es im Dashboard aktiviert hast. Stripe zeigt die Option Kunden automatisch an, wenn die Währung und das Land des Kunden mit Afterpay kompatibel sind.
Option B: Stripe Payment Element (Für Entwickler)
Wenn du eine eigene Zahlungsseite mit dem Payment Element hast, musst du sicherstellen, dass deine Integration dynamische Zahlungsmethoden unterstützt.
- Vergewissere dich, dass du den
automatic_payment_methods-Parameter in deinem Payment Intent aufenabledgesetzt hast. - Afterpay wird dann automatisch im Formular gerendert.
Option C: E-Commerce-Plugins (Shopify, WooCommerce, etc.)
- Gehe in die Einstellungen deines Shopsystems (z. B. WooCommerce Stripe Gateway).
- Suche die Liste der aktivierten Zahlungsmethoden.
- Setze ein Häkchen bei Afterpay / Clearpay.
- Speichere die Einstellungen. Oft musst du im Plugin einmal auf „Zahlungsmethoden aktualisieren“ klicken, um die Änderungen aus dem Stripe Dashboard zu synchronisieren.
Schritt 4: Testen der Integration
Bevor du live gehst, solltest du prüfen, ob Afterpay korrekt angezeigt wird.
- Schalte dein Stripe Dashboard oben rechts in den Test-Modus.
- Wiederhole Schritt 2 im Test-Modus, um Afterpay auch dort zu aktivieren.
- Führe eine Testbestellung auf deiner Website durch.
- Wähle Afterpay aus. Stripe bietet im Test-Modus eine spezielle Test-Seite an, um den Erfolg oder das Fehlschlagen der Zahlung zu simulieren.
Wichtige Informationen zu Afterpay auf Stripe
- Mindest- und Höchstbeträge: Afterpay funktioniert in der Regel nur bei Beträgen zwischen 1 € (bzw. 1 $) und 2.000 €. Die genauen Limits hängen vom Land und der Bonität des Kunden ab.
- Auszahlung: Du erhältst den vollen Betrag sofort (abzüglich der Stripe-Gebühren), während der Kunde in Raten zahlt. Stripe übernimmt das Betrugsrisiko für dich.
- Gebühren: Beachte, dass die Gebühren für BNPL-Anbieter wie Afterpay höher sind als bei Standard-Kreditkartenzahlungen (meist ca. 6 % + Fixgebühr).
Zusammenfassung
Das Hinzufügen von Afterpay zu Stripe ist heute mit wenigen Klicks erledigt. Sobald die Aktivierung im Dashboard erfolgt ist, regelt Stripe die Anzeige der Zahlungsmethode für die passenden Kunden meist vollautomatisch. Dies erhöht die Conversion-Rate, da Kunden flexibler bezahlen können.