Schritt-für-Schritt-Anleitung: Facebook-Konto maximal privat stellen
Facebook ändert regelmäßig seine Menüführung, das Prinzip bleibt jedoch gleich: Um dein Profil so privat wie möglich zu machen, musst du einschränken, wer deine Inhalte sehen kann, wie man dich findet und wer auf deinem Profil posten darf.
Befolge diese Schritte (in der App oder im Browser), um dein Konto abzusichern.
Schritt 1: Das Schnell-Tool nutzen (Privatsphäre-Prüfung)
Facebook bietet einen geführten Assistenten, der die wichtigsten Grundlagen abdeckt:
- Klicke auf dein Profilbild oben rechts und wähle Einstellungen und Privatsphäre > Privatsphäre-Prüfung.
- Gehe die Kachel „Wer kann sehen, was du teilst?“ durch:
- Freundesliste: Stelle dies auf „Nur ich“, damit niemand sehen kann, mit wem du befreundet bist.
- Persönliche Daten (E-Mail, Geburtstag, Beziehungsstatus etc.): Ändere die Sichtbarkeit für jeden Punkt auf „Nur ich“.
Schritt 2: Zukünftige und alte Beiträge absichern
Niemand außerhalb deines gewählten Kreises sollte deine Posts sehen können.
- Gehe zu Einstellungen > Privatsphäre (oder Zielgruppe und Sichtbarkeit > Beiträge).
- Zukünftige Beiträge: Stelle die Standard-Zielgruppe auf „Freunde“ (oder auf „Nur ich“, falls du Facebook nur als Archiv nutzt).
- Vergangene Beiträge einschränken: Klicke auf „Vergangene Beiträge einschränken“ und bestätige dies.
- Effekt: Alle jemals öffentlich oder für „Freunde von Freunden“ geteilten alten Posts werden automatisch auf „Nur Freunde“ zurückgesetzt.
Schritt 3: Suchbarkeit und Kontaktaufnahme sperren
Verhindere, dass Fremde oder Suchmaschinen dein Profil finden.
Gehe zu Einstellungen > Zielgruppe und Sichtbarkeit > Wie man dich finden und kontaktieren kann:
- Wer kann dir Freundschaftsanfragen senden? Ändere von „Alle“ auf „Freunde von Freunden“.
- Wer kann dich anhand deiner E-Mail-Adresse/Telefonnummer suchen? Setze beide Optionen auf „Nur ich“.
- Suchmaschinen außerhalb von Facebook: Deaktiviere die Option „Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook auf dein Profil verlinken?“ (Schieberegler auf Aus bzw. Häkchen entfernen). Dadurch wird dein Profil bei Google & Co. nicht mehr angezeigt.
Schritt 4: Chronik und Markierungen (Tagging) kontrollieren
Verhindere, dass andere ungefragt Dinge auf deinem Profil posten oder dich markieren.
Gehe zu Einstellungen > Profil und Markierungen:
- Wer kann in deinem Profil posten? Ändere dies auf „Nur ich“.
- Wer kann sehen, was andere in deinem Profil posten? Ändere dies auf „Nur ich“.
- Markierungen überprüfen (Sehr wichtig!):
- Aktiviere: „Beiträge überprüfen, in denen du markiert bist, bevor sie in deinem Profil erscheinen?“ -> Ein.
- Aktiviere: „Markierungen überprüfen, die Personen zu deinen Beiträgen hinzufügen...?“ -> Ein.
- Effekt: Du musst jede Markierung manuell freigeben, bevor sie für andere sichtbar wird.
Schritt 5: Storys und Reels einschränken
Wenn du die Story- oder Video-Funktion nutzt:
- Gehe in den Einstellungen auf Storys > Story-Privatsphäre.
- Wähle „Freunde“ oder erstelle eine Liste für „Benutzerdefiniert“ (schließe „Öffentlich“ komplett aus).
- Wiederhole diesen Schritt im Bereich Reels, um zu verhindern, dass deine Kurzvideos im öffentlichen Feed landen.
Schritt 6: Profilbild und Titelbild absichern
Dein Profilbild und dein Titelbild sind technisch gesehen immer öffentlich sichtbar. Du kannst jedoch die Interaktion und Details sperren:
- Klicke auf dein aktuelles Profilbild und öffne es in der Großansicht.
- Klicke auf die drei Punkte (...) und wähle Zielgruppe bearbeiten.
- Stelle dies auf „Nur ich“.
- Effekt: Fremde können das Bild zwar als Miniatur sehen, aber sie können es nicht anklicken, vergrößern, kommentieren oder frühere Profilbilder durchblättern.
Letzter Schritt: Der Selbsttest
Um zu prüfen, wie dein Profil für Fremde aussieht:
- Gehe auf deine eigene Profilseite.
- Klicke auf die drei Punkte (...) rechts neben „Profil bearbeiten“.
- Wähle „Anzeigen aus der Sicht von...“.
Jetzt siehst du dein Profil genau so, wie es eine völlig fremde Person sieht. Wenn alles richtig eingestellt ist, sieht man hier lediglich deinen Namen und ein kleines, nicht anklickbares Profilbild.