PowerShell öffnet sich ständig von selbst – So lösen Sie das Problem unter Windows 11 und 10
Es ist ein bekanntes und nerviges Problem: Ein blaues oder schwarzes Fenster (PowerShell) poppt für den Bruchteil einer Sekunde auf oder bleibt offen und schließt sich dann wieder. Dies kann bei der Arbeit stören oder auf Hintergrundprozesse hindeuten, die nicht korrekt konfiguriert sind.
Hier sind die effektivsten Lösungen, um dieses Verhalten zu stoppen.
Lösung 1: Die Aufgabenplanung (Task Scheduler) überprüfen
In den meisten Fällen wird PowerShell durch eine geplante Aufgabe gestartet. Oft sind es Überreste von Software-Updates oder Telemetrie-Diensten.
- Drücken Sie die Windows-Taste, suchen Sie nach „Aufgabenplanung“ und öffnen Sie diese.
- Klicken Sie links auf „Aufgabenplanungsbibliothek“.
- Gehen Sie die Liste der Aufgaben durch. Suchen Sie nach Einträgen, die in der Spalte „Aktionen“ den Begriff „powershell.exe“ enthalten.
- Besonders verdächtig sind Aufgaben von Drittanbietern oder alte Einträge von Programmen, die Sie bereits deinstalliert haben.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Aufgabe und wählen Sie „Deaktivieren“.
Hinweis: Ein bekannter Übeltäter war früher oft die „OfficeBackgroundTaskHandlerRegistration“. Falls Sie diese finden, können Sie sie testweise deaktivieren.
Lösung 2: Den Autostart bereinigen
Manchmal ist PowerShell direkt im Autostart hinterlegt oder wird durch ein Skript beim Anmelden aufgerufen.
- Drücken Sie Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
- Wechseln Sie zum Reiter „Autostart“ (unter Windows 11 eventuell das Icon mit der Tachonadel).
- Suchen Sie nach Einträgen wie „Windows PowerShell“ oder verdächtigen Skripten (.bat oder .vbs).
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Deaktivieren“.
Lösung 3: Auf Malware und Adware prüfen
Einige Schadprogramme nutzen PowerShell, um im Hintergrund Befehle auszuführen.
- Führen Sie einen vollständigen Scan mit Windows Sicherheit (Defender) durch.
- Nutzen Sie zusätzlich ein Tool wie Malwarebytes (kostenlose Version reicht aus), da dieses spezialisiert darauf ist, Adware und potenziell unerwünschte Programme (PUPs) zu finden, die PowerShell-Fenster triggern könnten.
Lösung 4: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)
Wenn PowerShell aufgrund beschädigter Systemdateien fehlerhaft agiert, können die integrierten Reparatur-Tools helfen.
- Drücken Sie die Windows-Taste, suchen Sie nach „cmd“ und starten Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
- Geben Sie nacheinander folgende Befehle ein und bestätigen Sie jeweils mit Enter:
sfc /scannowDISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
- Starten Sie Ihren PC nach Abschluss der Vorgänge neu.
Lösung 5: Den „Shell:Startup“-Ordner prüfen
Hier verstecken sich manchmal Verknüpfungen, die beim Start ausgeführt werden.
- Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie
shell:startupein und drücken Sie Enter. - Prüfen Sie, ob sich hier eine Verknüpfung zu PowerShell oder einem Skript befindet.
- Löschen Sie die Datei, falls sie dort nicht hingehört.
Lösung 6: Windows-Terminal als Standard festlegen (Nur Win 11)
Unter Windows 11 kann es helfen, die Standard-Terminal-App zu ändern, da das neue Terminal Fenster anders handhabt.
- Gehen Sie zu Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Für Entwickler.
- Suchen Sie den Punkt „Terminal“ und stellen Sie sicher, dass hier „Windows-Terminal“ oder „Vom Windows entscheiden lassen“ ausgewählt ist.
Zusammenfassung
Meistens liegt die Ursache in der Aufgabenplanung. Wenn Sie dort einen Eintrag finden, der PowerShell alle paar Minuten oder bei der Anmeldung startet, haben Sie die Lösung gefunden. Sollte das Problem nach einer Software-Installation aufgetreten sein, deinstallieren Sie diese testweise, um einen Zusammenhang auszuschließen.