Photoshop-Tutorial: Auswahl nach Farbe erstellen (Farbbereich auswählen)

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Das Freistellen oder Bearbeiten von Objekten anhand ihrer Farbe ist eine der zeitsparendsten Techniken in Photoshop. Egal, ob du einen Himmel austauschen, die Farbe eines Kleidungsstücks ändern oder ein bestimmtes Element isolieren möchtest: Der Befehl „Farbbereich auswählen“ bietet dir maximale Kontrolle und Präzision.

In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du diese Funktion optimal nutzt.


Schritt 1: Das Werkzeug „Farbbereich“ öffnen

  1. Öffne dein Bild in Photoshop.
  2. Gehe in der oberen Menüleiste auf Auswahl > Farbbereich... (Select > Color Range).
  3. Es öffnet sich ein neues Dialogfenster.

Schritt 2: Die Grundfarbe mit der Pipette aufnehmen

  1. Achte darauf, dass im Dropdown-Menü ganz oben der Punkt „Aufgenommene Farben“ ausgewählt ist.
  2. Wähle im selben Fenster ganz rechts die normale Pipette aus (das oberste Pipetten-Symbol).
  3. Klicke nun entweder direkt in dein Bild oder in das kleine Vorschaufenster auf die Farbe, die du auswählen möchtest.
    • Hinweis zum Vorschaufenster: Alles, was Weiß dargestellt wird, ist ausgewählt. Schwarz ist nicht ausgewählt, und Graustufen stellen eine teilweise Transparenz/weiche Kante dar.

Schritt 3: Die Toleranz einstellen

Über den Schieberegler Toleranz (Fuzziness) steuerst du, wie streng Photoshop bei der Farbwahl vorgeht:

  • Niedrige Toleranz: Es werden nur Pixel ausgewählt, die dem angeklickten Farbton extrem ähnlich sind.
  • Hohe Toleranz: Der Bereich wird erweitert und schließt auch hellere, dunklere oder leicht abweichende Schattierungen der Farbe ein.
  • Tipp: Ziehe den Regler so weit nach rechts, bis dein gewünschtes Objekt im Vorschaufenster möglichst komplett weiß und der Rest schwarz ist.

Schritt 4: Auswahl verfeinern (Farben hinzufügen oder entfernen)

Oft hat ein Objekt Schatten und Lichter, wodurch eine einzige Aufnahme nicht ausreicht.

  • Mehr Nuancen hinzufügen: Wähle das Pipetten-Symbol mit dem Plus-Zeichen (+) (oder halte die Umschalt-Taste gedrückt) und klicke auf die Bereiche des Objekts, die noch dunkel/schwarz im Vorschaufenster geblieben sind.
  • Ungewollte Farben entfernen: Wähle die Pipette mit dem Minus-Zeichen (-) (oder halte die Alt-Taste gedrückt) und klicke auf Bildbereiche, die fälschlicherweise mit in die Auswahl geraten sind.

Schritt 5: Auswahl bestätigen und weiterverarbeiten

Sobald die Maske im Vorschaufenster gut aussieht, klickst du auf OK.

Nun siehst du die animierte Auswahllinie (die sogenannten „Ameisenlinien“) auf deiner Arbeitsfläche. Jetzt kannst du entscheiden, was du damit tun willst:

  • Umbinden / Umfärben: Klicke unten im Ebenen-Bedienfeld auf das Symbol für Neue Einstellungsebene und wähle Farbton/Sättigung. Photoshop erstellt automatisch eine Ebenenmaske basierend auf deiner Farbauswahl, und du kannst die Farbe über die Regler sofort anpassen.
  • Freistellen: Klicke im Ebenen-Bedienfeld auf das Symbol Ebenenmaske hinzufügen (Rechteck mit Kreis), um den ausgewählten Farbbereich sofort zu isolieren.
  • Löschen: Drücke die Entf-Taste (falls die Ebene entsperrt ist), um den Farbbereich zu entfernen.

Profi-Tipps für noch bessere Ergebnisse

  • Lokalisierte Farbgruppen nutzen: Wenn du eine Farbe auswählen willst, die an verschiedenen Stellen im Bild vorkommt, du sie aber nur an einer Stelle brauchst: Setze einen Haken bei „Lokalisierte Farbgruppen“. Dadurch erscheint ein Regler namens „Bereich“, mit dem du die Auswahl räumlich um deinen Klickpunkt herum einschränken kannst.
  • Kanten verfeinern: Wenn die Auswahl zu hart ist, gehe bei aktiver Auswahl im oberen Menü auf Auswählen > Auswählen und maskieren... (Select and Mask). Hier kannst du die Kanten glätten, abrunden oder einen weichen Übergang hinzufügen.
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