Journey to DevOps: Setup Vagrant und die erste VM starten (Vagrant + GitBash)

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Hier ist ein ausführliches Tutorial für deinen Einstieg in die Welt von DevOps.

In der modernen Softwareentwicklung ist es entscheidend, dass Umgebungen reproduzierbar und konsistent sind. Vagrant ist ein Open-Source-Tool, das es ermöglicht, virtuelle Entwicklungsumgebungen mit einem einfachen Konfigurationsfile zu erstellen und zu verwalten. In diesem Guide nutzen wir GitBash als Terminal unter Windows, um unsere erste virtuelle Maschine (VM) aufzusetzen.


1. Voraussetzungen (Prerequisites)

Bevor wir starten, müssen drei Software-Komponenten auf deinem System installiert sein. Lade dir die jeweils aktuellsten Versionen von den offiziellen Webseiten herunter:

  1. VirtualBox: Das „Zuhause“ deiner virtuellen Maschinen (der Hypervisor).
  2. Vagrant: Das Tool zur Automatisierung und Steuerung der VMs.
  3. Git für Windows (GitBash): Ein Terminal, das Linux-Befehle unter Windows ermöglicht.

Hinweis: Starte deinen Computer nach der Installation von VirtualBox und Vagrant einmal neu, damit alle Umgebungsvariablen korrekt gesetzt sind.


2. Projektverzeichnis erstellen

Öffne die GitBash und erstelle einen Ordner, in dem dein erstes DevOps-Projekt leben soll.

# Erstelle einen neuen Ordner
mkdir my-first-vagrant-vm

# Wechsle in das Verzeichnis
cd my-first-vagrant-vm

3. Vagrant initialisieren

Vagrant nutzt sogenannte „Boxes“. Das sind vorgefertigte Images von Betriebssystemen. Wir nutzen für dieses Tutorial ein weit verbreitetes Ubuntu-Image.

Gib folgenden Befehl in deine GitBash ein:

vagrant init ubuntu/bionic64

Was ist passiert? Vagrant hat in deinem Ordner eine Datei namens Vagrantfile erstellt. Diese Datei ist das Herzstück deines Projekts. Sie beschreibt, welches Betriebssystem genutzt werden soll und wie die VM konfiguriert ist (CPU, RAM, Netzwerk).


4. Die Virtuelle Maschine starten

Jetzt erwecken wir die VM zum Leben. Der Befehl up lädt das Image herunter (nur beim ersten Mal) und startet die Instanz in VirtualBox.

vagrant up

Gedulde dich einen Moment. Vagrant konfiguriert nun automatisch SSH-Schlüssel, damit du dich später sicher einloggen kannst.


5. Verbindung zur VM herstellen (SSH)

Da wir uns auf der "Journey to DevOps" befinden, arbeiten wir nicht mit einer grafischen Oberfläche, sondern direkt über das Terminal. Dank GitBash ist der Zugriff via SSH sehr einfach:

vagrant ssh

Du bist nun „in“ deiner virtuellen Linux-Maschine. Dein Prompt sollte sich nun zu etwas wie vagrant@ubuntu-bionic:~$ ändern. Hier kannst du nun Linux-Befehle testen, Software installieren oder Webserver konfigurieren.

Um die SSH-Sitzung zu verlassen, tippe einfach:

exit

6. Die wichtigsten Vagrant-Befehle im Überblick

Hier sind die Befehle, die du für deine tägliche Arbeit im DevOps-Bereich kennen musst:

  • vagrant up: Startet die VM (und erstellt sie, falls noch nicht geschehen).
  • vagrant halt: Schaltet die VM aus (entspricht dem Herunterfahren eines PCs).
  • vagrant suspend: Schickt die VM in den Ruhezustand (speichert den aktuellen Status).
  • vagrant resume: Weckt die VM aus dem Ruhezustand auf.
  • vagrant reload: Startet die VM neu und wendet Änderungen im Vagrantfile an.
  • vagrant destroy: Löscht die VM komplett vom System (dein Vagrantfile bleibt erhalten, sodass du sie jederzeit mit vagrant up neu aufbauen kannst).

7. Fazit und nächster Schritt

Herzlichen Glückwunsch! Du hast den ersten Schritt deiner Journey to DevOps gemeistert. Du hast eine isolierte, reproduzierbare Umgebung geschaffen, ohne dein eigentliches Windows-System zu verändern.

Nächster Schritt: Öffne das Vagrantfile mit einem Texteditor (z.B. VS Code) und schaue dir an, wie du dort den Arbeitsspeicher (RAM) erhöhen oder eine statische IP-Adresse vergeben kannst.

Viel Erfolg beim Experimentieren!

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