How to Paint Graphics on Face – Photoshop Tutorial
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Grafiken oder Logos realistisch auf ein Gesicht in Photoshop projizierst.
In diesem Tutorial lernst du, wie du eine flache Grafik so auf ein Gesicht legst, dass sie den natürlichen Konturen, Schatten und Texturen der Haut folgt.
Schritt 1: Vorbereitung des Gesichts (Die Displacement Map)
Damit sich die Grafik später perfekt an die Nase, Augen und Wangen anpasst, erstellen wir eine sogenannte „Versetzung-Matrix“ (Displacement Map).
- Öffne dein Porträtfoto in Photoshop.
- Gehe auf Bild > Korrekturen > Sättigung verringern (Strg+Umschalt+U), um das Bild schwarz-weiß zu machen.
- Erhöhe den Kontrast mit Bild > Korrekturen > Tonwertkorrektur (Strg+L). Die Schatten sollten dunkel und die Highlights hell sein, damit Photoshop die Formen des Gesichts erkennt.
- Wende einen leichten Weichzeichner an: Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner (Radius ca. 2–5 Pixel). Das verhindert harte Kanten in der Grafik.
- Speichere dieses Bild als separate Datei unter dem Namen
displacement-map.psdab. - Mache die Änderungen im Hauptprojekt rückgängig (Strg+Z), bis dein Originalbild wieder farbig und scharf ist.
Schritt 2: Die Grafik platzieren
- Gehe auf Datei > Platzieren und einbetten und wähle deine Grafik (am besten ein PNG mit transparentem Hintergrund).
- Skaliere und drehe die Grafik mit Strg+T (Frei Transformieren), bis sie grob an der gewünschten Stelle im Gesicht sitzt.
- Bestätige mit Enter.
- Wichtig: Klicke mit der rechten Maustaste auf die Grafikebene und wähle „In Smartobjekt konvertieren“. So kannst du Filter später jederzeit anpassen.
Schritt 3: Den Versetzen-Filter anwenden
Jetzt bringen wir die Grafik dazu, sich um die Nase und Wangen zu biegen.
- Wähle die Grafikebene aus.
- Gehe zu Filter > Verzerrungsfilter > Versetzen.
- Stelle den horizontalen und vertikalen Wert auf ca. 10 bis 20 (je nach Bildgröße). Klicke auf OK.
- Nun öffnet sich ein Fenster: Wähle hier die Datei
displacement-map.psdaus, die wir in Schritt 1 erstellt haben. - Du wirst sehen, wie sich die Grafik nun leicht an die Formen des Gesichts verformt.
Schritt 4: Realistische Mischmodi
Die Grafik sieht noch wie ein Aufkleber aus. Wir müssen sie mit der Haut verschmelzen.
- Ändere den Füllmethode der Grafikebene (im Ebenen-Bedienfeld) von „Normal“ auf „Multiplizieren“ oder „Ineinanderkopieren“.
- Multiplizieren: Gut für dunkle Tattoos/Grafiken.
- Ineinanderkopieren / Weiches Licht: Gut für hellere Farben oder Kriegsbemalung.
- Reduziere die Deckkraft der Ebene leicht (ca. 80–90 %), um die Hautstruktur besser durchscheinen zu lassen.
Schritt 5: „Mischen, wenn“ für Highlights (Profi-Tipp)
Damit die Grafik noch echter wirkt, sollten die hellsten Stellen der Haut (Glanzlichter) durch die Grafik hindurchscheinen.
- Mache einen Doppelklick auf die rechte Seite der Grafikebene (neben den Ebenennamen), um die Ebenenstile zu öffnen.
- Unten findest du den Bereich „Mischen, wenn“.
- Halte die Alt-Taste gedrückt und ziehe den rechten Regler bei „Darunter liegende Ebene“ vorsichtig nach links. Durch die Alt-Taste teilt sich der Regler, was für einen weichen Übergang sorgt.
- Dadurch scheinen die natürlichen Lichtreflexe der Haut durch die Grafik. Klicke auf OK.
Schritt 6: Details anpassen
- Maskieren: Wenn die Grafik über die Augen oder die Haare ragt, erstelle eine Ebenenmaske und male mit einem schwarzen, weichen Pinsel die Bereiche weg, die frei bleiben sollen.
- Filter: Falls die Grafik zu scharf wirkt, gehe auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner und stelle einen sehr kleinen Wert (0,5 – 1,5 Pixel) ein, um die Schärfe der Grafik an die Schärfe des Fotos anzupassen.
Ergebnis
Deine Grafik sollte nun so aussehen, als wäre sie direkt auf das Gesicht gemalt oder tätowiert worden – inklusive aller Wölbungen und Lichtreflexe!