How to Configure Cisco Nexus 9k Switch | Cisco Nexus Switch Konfiguration

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Hier ist ein umfassendes Tutorial zur Konfiguration eines Cisco Nexus 9000 (9k) Switches. Der Fokus liegt auf der grundlegenden Einrichtung unter Verwendung von NX-OS.

Cisco Nexus Switches der 9000-Serie bilden das Rückgrat moderner Rechenzentren. Im Gegensatz zum klassischen IOS verwendet der Nexus das Betriebssystem NX-OS, das modular aufgebaut ist. Das bedeutet, dass Funktionen (Features) erst aktiviert werden müssen, bevor sie genutzt werden können.


1. Vorbereitung und Erstzugriff

Für die Erstkonfiguration benötigen Sie ein Konsolenkabel und ein Terminal-Programm (z. B. PuTTY oder Tera Term).

  • Baudrate: 9600
  • Data bits: 8
  • Stop bits: 1
  • Parity: None

Beim ersten Start fragt der Switch, ob Sie das Power On Auto Provisioning (POAP) abbrechen möchten. Geben Sie yes ein, um die manuelle Konfiguration zu starten. Wenn Sie gefragt werden, ob Sie den "Basic Configuration Dialog" nutzen möchten, wählen Sie no, um alles manuell über die CLI einzugeben.


2. Grundlegende Einstellungen

Nachdem Sie sich eingeloggt haben (Standard-User: admin), wechseln Sie in den Konfigurationsmodus.

configure terminal

Hostname vergeben

hostname N9K-Core-01

Passwort für den Admin-User setzen

username admin password DEIN_PASSWORT role network-admin

Management-Interface (mgmt0) konfigurieren

Das Management-Interface ist physisch getrennt vom Datenverkehr (Out-of-Band).

interface mgmt0
  ip address 192.168.1.10/24
  no shutdown

# Standard-Gateway für das Management-Netzwerk setzen (VRF management)
vrf context management
  ip route 0.0.0.0/0 192.168.1.1

3. Aktivierung von Features

Eines der wichtigsten Konzepte in NX-OS ist das Aktivieren von Funktionen. Nur was aktiviert ist, verbraucht Ressourcen.

feature lacp          # Für Port-Channels
feature vpc           # Für Virtual Port Channels (Nexus-Spezialität)
feature interface-vlan # Ermöglicht SVIs (VLAN-Routing)
feature ospf          # Falls OSPF-Routing benötigt wird
feature lldp          # Discovery Protocol

4. VLAN-Konfiguration

VLANs werden erstellt und anschließend den Ports zugewiesen.

vlan 10
  name Data_Server
vlan 20
  name Management_Servers

Interface einem VLAN zuweisen (Access Port)

interface ethernet 1/1
  switchport mode access
  switchport access vlan 10
  no shutdown

5. Trunk-Konfiguration (Uplinks)

Trunks werden auf dem Nexus standardmäßig mit 802.1Q gekapselt.

interface ethernet 1/48
  description Uplink_to_Core
  switchport mode trunk
  switchport trunk allowed vlan 10,20
  no shutdown

6. Layer-3 Schnittstellen (Routing)

Wenn ein Port direkt als Routing-Port (ohne VLAN) fungieren soll:

interface ethernet 1/2
  no switchport
  ip address 10.0.0.1/30
  no shutdown

Für Inter-VLAN-Routing (SVI):

interface vlan 10
  ip address 10.10.10.1/24
  no shutdown

7. Virtual Port Channel (vPC) – Grundlagen

vPC ist eine Schlüsseltechnologie des Nexus, um Port-Channels über zwei verschiedene Switches hinweg zu ermöglichen.

  1. vPC Domain erstellen:
    vpc domain 1
      peer-keepalive destination 192.168.1.11 source 192.168.1.10 vrf management
  2. vPC Peer-Link konfigurieren: (Verbindung zwischen den beiden Nexus)
    interface port-channel 100
      switchport mode trunk
      vpc peer-link

8. Konfiguration speichern

Anders als bei Linux-Servern ist die Konfiguration beim Nexus nach einem Neustart verloren, wenn sie nicht explizit gespeichert wird.

copy running-config startup-config

Nützliche Show-Befehle zur Überprüfung

  • show interface brief: Kurze Übersicht aller Ports.
  • show vlan brief: Übersicht der VLANs und zugewiesenen Ports.
  • show feature: Welche Funktionen sind aktiviert?
  • show vpc: Status der vPC-Verbindungen prüfen.
  • show inventory: Hardware-Details und Seriennummern anzeigen.

Fazit

Die Konfiguration eines Cisco Nexus 9k Switches unterscheidet sich vom Standard-IOS primär durch das Feature-Konzept und die starke Ausrichtung auf vPC und Hochverfügbarkeit. Achten Sie immer darauf, die benötigten Features zuerst mit dem Befehl feature zu laden.

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