Guide: Hohe CPU-Auslastung durch Systemunterbrechungen (System Interrupts) beheben

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, um das Problem der hohen CPU-Auslastung durch „Systemunterbrechungen“ (System Interrupts) unter Windows 10 zu lösen.


„Systemunterbrechungen“ sind kein echtes Programm, sondern ein Platzhalter im Task-Manager, der die Kommunikation zwischen deiner Hardware und dem Prozessor (CPU) anzeigt. Eine Auslastung von 0,1 % bis 1,5 % ist normal. Liegt der Wert dauerhaft höher (z. B. bei 10 % bis 30 % oder mehr), deutet das meist auf einen fehlerhaften Treiber oder ein Hardwareproblem hin.

Hier sind die effektivsten Schritte, um das Problem zu lösen:


Schritt 1: Den Computer neu starten

Es klingt simpel, aber ein vollständiger Neustart (nicht nur „Herunterfahren“, da Windows 10 standardmäßig den Schnellstart nutzt) kann hängende Hardware-Treiber zurücksetzen.

  • Klicke auf Start -> Ein/Aus -> Neu starten.

Schritt 2: Externe Hardware trennen

Oft verursacht ein defektes USB-Gerät oder ein instabiles Kabel zu viele Anfragen an die CPU.

  1. Trenne alle externen Geräte (USB-Sticks, Drucker, Webcams, externe Festplatten), außer Maus und Tastatur.
  2. Beobachte den Task-Manager. Wenn die CPU-Last sinkt, schließe die Geräte nacheinander wieder an, um den Übeltäter zu identifizieren.

Schritt 3: Treiber aktualisieren (Besonders Netzwerk & Audio)

Veraltete Treiber sind die häufigste Ursache für Systemunterbrechungen.

  1. Mache einen Rechtsklick auf Start und wähle den Geräte-Manager.
  2. Überprüfe besonders folgende Kategorien:
    • Netzwerkadapter (WLAN und LAN)
    • Audio, Video und Gamecontroller
    • IDE ATA/ATAPI-Controller
  3. Mache jeweils einen Rechtsklick auf das Gerät -> Treiber aktualisieren -> Automatisch nach Treibern suchen.
  4. Pro-Tipp: Besuche die Website deines Mainboard-Herstellers und lade die neuesten Chipsatz-Treiber manuell herunter.

Schritt 4: Windows Schnellstart deaktivieren

Der Windows-Schnellstart speichert den Kernel-Zustand beim Herunterfahren, was oft dazu führt, dass Treiberfehler „mitgeschleppt“ werden.

  1. Drücke die Windows-Taste, tippe Systemsteuerung ein und öffne sie.
  2. Gehe zu Hardware und Sound -> Energieoptionen.
  3. Klicke links auf Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll.
  4. Klicke oben auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar (Administratorrechte erforderlich).
  5. Deaktiviere den Haken bei Schnellstart aktivieren (empfohlen).
  6. Klicke auf Änderungen speichern und starte den PC neu.

Schritt 5: Soundeffekte deaktivieren

Manchmal verursachen Audio-Treiber im Zusammenspiel mit Windows-Effekten Konflikte.

  1. Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol in der Taskleiste -> Sounds.
  2. Gehe zum Reiter Wiedergabe.
  3. Rechtsklick auf dein Standardgerät -> Eigenschaften.
  4. Suche den Reiter Verbesserungen (oder Enhancements) und setze einen Haken bei Alle Soundeffekte deaktivieren.

Schritt 6: BIOS/UEFI aktualisieren

Da Systemunterbrechungen auf Hardware-Ebene stattfinden, kann ein veraltetes BIOS die Ursache sein.

  1. Prüfe deine aktuelle BIOS-Version (Drücke Win + R, tippe msinfo32 ein).
  2. Suche auf der Support-Seite deines PC- oder Mainboard-Herstellers nach einem Update.
  3. Achtung: Befolge die Anweisungen des Herstellers beim BIOS-Update genau, da ein Abbruch den PC unbrauchbar machen kann.

Schritt 7: Hardware auf Defekte prüfen

Wenn nichts hilft, könnte eine Komponente physisch beschädigt sein (z.B. eine sterbende Festplatte oder ein Netzteil mit Spannungsschwankungen).

  1. Festplatte prüfen: Öffne die Eingabeaufforderung (CMD) als Administrator und tippe chkdsk /f /r ein. Bestätige mit J und starte neu.
  2. Systemdateien reparieren: Gib in der CMD sfc /scannow ein, um beschädigte Windows-Dateien zu reparieren.

Profi-Tipp: Analyse mit "LatencyMon"

Wenn du den Fehler immer noch nicht findest, lade das kostenlose Tool LatencyMon herunter.

  • Starte das Tool und klicke auf den Start-Button (grünes Play-Symbol).
  • Nach wenigen Minuten zeigt dir das Programm unter dem Reiter Drivers an, welcher Treiber (.sys Datei) die höchste Latenz verursacht. Google diesen Dateinamen, um herauszufinden, zu welcher Hardware er gehört.

Viel Erfolg bei der Fehlerbehebung! Wenn die Last weiterhin hoch bleibt, könnte es Zeit sein, die Hardware (insbesondere das Netzteil oder das Mainboard) von einem Fachmann prüfen zu lassen.

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