Google Sheets QUERY Funktion: Der ultimative Guide

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Hier ist ein umfassendes Tutorial zur wohl mächtigsten Funktion in Google Sheets: Die QUERY-Funktion.


Meistere Datenanalysen mit SELECT, WHERE, LIKE, GROUP BY und PIVOT

Die QUERY-Funktion ermöglicht es dir, Daten mithilfe einer SQL-ähnlichen Syntax zu filtern, zu sortieren und zu manipulieren. Anstatt viele einzelne Filter oder Pivot-Tabellen zu nutzen, erledigt eine einzige Formel die ganze Arbeit.


1. Die grundlegende Syntax

Bevor wir in die Details gehen, schauen wir uns an, wie die Funktion aufgebaut ist:

=QUERY(Datenbereich; "Abfrage"; [Überschriften])

  • Datenbereich: Der Zellbereich (z. B. A1:E100).
  • Abfrage: Der Befehl in Anführungszeichen (z. B. "SELECT *").
  • Überschriften (optional): Die Anzahl der Kopfzeilen (meistens 1).

2. SELECT – Spalten auswählen

Mit SELECT bestimmst du, welche Spalten du anzeigen möchtest.

  • SELECT *: Zeigt alle Spalten an.
  • SELECT A, C: Zeigt nur Spalte A und Spalte C an.

Beispiel: =QUERY(A1:E10; "SELECT A, B") Ergebnis: Nur die Daten aus Spalte A und B werden ausgegeben.


3. WHERE – Daten filtern

Mit WHERE setzt du Bedingungen fest. Nur Zeilen, die diese Bedingungen erfüllen, werden angezeigt.

  • Zahlen: WHERE C > 100
  • Text: WHERE B = 'Obst' (Wichtig: Text muss in einfachen Anführungszeichen stehen).
  • Mehrere Bedingungen: WHERE C > 100 AND B = 'Obst'

Beispiel: =QUERY(A1:E10; "SELECT * WHERE C >= 500") Ergebnis: Alle Zeilen, in denen der Wert in Spalte C mindestens 500 ist.


4. LIKE – Mustererkennung (Wildcards)

LIKE wird innerhalb von WHERE verwendet, um nach Teilbegriffen zu suchen.

  • % steht für beliebig viele Zeichen.
  • _ steht für genau ein Zeichen.

Beispiele:

  • WHERE A LIKE 'Apfel%': Findet "Apfel", "Apfelsaft", "Apfelmus".
  • WHERE A LIKE '%saft': Findet "Apfelsaft", "Orangensaft".
  • WHERE A LIKE '%en%': Findet alle Wörter, die "en" enthalten (z.B. "Birnen", "Enten").

5. GROUP BY – Daten zusammenfassen (Aggregieren)

GROUP BY wird verwendet, um Daten zu gruppieren, meist in Kombination mit Funktionen wie SUM (Summe), AVG (Durchschnitt), COUNT (Anzahl), MIN oder MAX.

Wichtig: Jede Spalte, die im SELECT-Teil steht und nicht berechnet wird, muss im GROUP BY-Teil stehen.

Beispiel: =QUERY(A1:E10; "SELECT B, SUM(C) GROUP BY B") Ergebnis: Wenn B die Kategorie ist und C der Umsatz, erhältst du eine Liste mit dem Gesamtumsatz pro Kategorie.


6. PIVOT – Daten drehen

PIVOT ist ein mächtiges Werkzeug, um Zeilenwerte in Spaltenüberschriften umzuwandeln. Es wird oft am Ende der Abfrage nach einem GROUP BY platziert.

Szenario: Du hast Spalte B (Kategorie) und Spalte D (Monat). Du willst den Umsatz (Spalte C) sehen.

Beispiel: =QUERY(A1:E100; "SELECT B, SUM(C) GROUP BY B PIVOT D") Ergebnis: Die Kategorien stehen links untereinander, die Monate stehen oben nebeneinander, und in der Mitte stehen die Summen.


7. Ein komplettes Praxisbeispiel

Kombinieren wir alles gelernte in einer komplexen Abfrage:

Wir haben eine Tabelle A1:D100 (A=Name, B=Region, C=Umsatz, D=Datum). Wir wollen den Gesamtumsatz pro Region für alle Verkäufer sehen, deren Name mit "M" beginnt, aber nur für Umsätze über 100 €.

=QUERY(A1:D100; "SELECT B, SUM(C) WHERE A LIKE 'M%' AND C > 100 GROUP BY B"; 1)

Die wichtigsten Tipps zum Schluss:

  1. Groß-/Kleinschreibung: In der WHERE-Klausel ist Text (z.B. 'Obst') case-sensitive (unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung).
  2. Spalten-Referenzen: Wenn du Daten aus einer anderen Tabelle referenzierst (z.B. {Tabelle2!A1:C10}), musst du statt Buchstaben Col1, Col2, Col3 verwenden.
    • Beispiel: SELECT Col1, Col2 WHERE Col3 > 10
  3. Fehlermeldungen: Wenn #VALUE! erscheint, liegt es oft an einem fehlenden Leerzeichen oder falsch gesetzten Anführungszeichen innerhalb des Query-Strings.

Mit diesen Grundlagen bist du bereit, Google Sheets wie ein Profi-Datenanalyst zu nutzen!

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