Festplatten-Geschwindigkeit testen: HDD und SSD mit CrystalDiskMark prüfen

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du die Geschwindigkeit deiner Festplatten (HDD und SSD) mit dem kostenlosen Tool CrystalDiskMark unter Windows testen kannst.


CrystalDiskMark ist eines der bekanntesten Werkzeuge, um die Lese- und Schreibgeschwindigkeit von Speichermedien zu messen. Egal ob du eine alte Magnetfestplatte (HDD), eine schnelle SATA-SSD oder eine moderne NVMe-SSD hast – dieses Tool zeigt dir genau, was deine Hardware leistet.

1. Download und Installation

Zuerst musst du das Programm herunterladen. Es ist kostenlos und Open Source.

  1. Besuche die offizielle Website: crystalmark.info.
  2. Wähle die Standard Edition von CrystalDiskMark aus.
  3. Du kannst zwischen dem Installer (Installation auf dem PC) oder der Zip-Version (Portable, ohne Installation) wählen.
  4. Nach dem Download startest du die Datei und folgst den Anweisungen bzw. entpackst den Ordner.

2. Die Benutzeroberfläche verstehen

Bevor du den Test startest, solltest du die vier wichtigsten Einstellungen in der oberen Leiste kennen:

  • Anzahl der Testläufe (Standard: 5): Wie oft der Test wiederholt wird, um einen Durchschnittswert zu ermitteln. 3 bis 5 ist ein guter Wert.
  • Testgröße (Standard: 1 GiB): Die Größe der Testdatei, die geschrieben und gelesen wird. 1 GiB reicht für die meisten Tests aus.
  • Laufwerksauswahl: Wähle hier den Laufwerksbuchstaben aus (z.B. C: oder D:), den du testen möchtest.
  • Einheit (Standard: MB/s): Hier kannst du wählen, ob die Ergebnisse in Megabyte pro Sekunde (MB/s) oder IOPS (Input/Output Operations Per Second) angezeigt werden sollen.

3. Den Speedtest durchführen

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Test zu starten:

  • Schaltfläche „All“: Führt alle verfügbaren Tests nacheinander aus (empfohlen für ein komplettes Bild).
  • Einzelne Schaltflächen (z.B. SEQ1M): Startet nur diesen spezifischen Testteil.

Wichtig vor dem Start: Schließe alle anderen Programme, Downloads oder Spiele, damit das Messergebnis nicht verfälscht wird.

4. Die Ergebnisse interpretieren

Nachdem der Test abgeschlossen ist (die grünen Balken sind gefüllt), siehst du verschiedene Werte. Das bedeuten sie:

SEQ1M (Sequenzielles Lesen/Schreiben)

Dies ist der wichtigste Wert für das Kopieren großer Dateien (z. B. Filme oder ISO-Dateien).

  • HDD: Erreicht meist Werte zwischen 80 und 160 MB/s.
  • SATA-SSD: Liegt oft zwischen 500 und 560 MB/s.
  • NVMe-SSD: Kann je nach Generation zwischen 2.000 und über 7.000 MB/s liegen.

RND4K (Zufälliges Lesen/Schreiben von 4KB-Blöcken)

Dieser Wert ist entscheidend für die Systemgeschwindigkeit (Windows-Start, Öffnen von Programmen). Hier werden viele kleine Dateien verarbeitet.

  • HDD: Sehr langsam (oft unter 1-2 MB/s).
  • SSD: Hier punkten SSDs massiv (oft 30–60 MB/s beim Lesen), was den PC so viel schneller wirken lässt als eine HDD.

5. Tipps für genaue Messungen

  • Temperatur: Wenn du eine NVMe-SSD testest, achte darauf, dass sie nicht zu heiß wird. Bei Überhitzung drosseln SSDs ihre Geschwindigkeit („Thermal Throttling“).
  • Füllstand: Eine SSD, die zu über 90 % voll ist, kann beim Schreiben langsamer werden. Teste idealerweise eine nicht komplett volle Platte.
  • Admin-Rechte: Starte CrystalDiskMark im Zweifelsfall mit Rechtsklick -> "Als Administrator ausführen", um volle Zugriffsrechte zu gewährleisten.

Zusammenfassung

Wenn du wissen willst, ob deine Festplatte noch gesund ist oder die versprochene Geschwindigkeit des Herstellers erreicht, ist CrystalDiskMark die beste Wahl. Vergleiche einfach den Wert SEQ1M Q8T1 mit der Angabe auf der Verpackung deiner SSD!

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