Fehlerbehebung: Die Remoteverbindung konnte nicht hergestellt werden, da der Name des Remotezugriffsservers nicht aufgelöst wurde
Hier ist ein ausführliches Tutorial zur Behebung des Fehlers „The Remote Connection was not Made Because the Name of the Remote Access Server did not Resolve“ (oft auch als Fehler 868 bekannt) auf Deutsch.
Dieser Fehler tritt meistens bei VPN-Verbindungen auf Windows-Systemen auf. Er bedeutet vereinfacht gesagt, dass Ihr Computer die Adresse des Zielservers (z. B. vpn.meinefirma.de) nicht in eine IP-Adresse umwandeln kann. Das Problem liegt also fast immer beim DNS (Domain Name System) oder an einer Blockierung durch die Sicherheitssoftware.
Hier sind die Schritte zur Lösung, sortiert von einfach nach komplex:
1. Prüfen Sie die Serveradresse
Oft ist ein einfacher Tippfehler schuld.
- Öffnen Sie Ihre VPN-Einstellungen.
- Klicken Sie auf die Verbindung und wählen Sie Erweiterte Optionen oder Eigenschaften.
- Stellen Sie sicher, dass der Hostname (z. B.
vpn.beispiel.de) absolut korrekt geschrieben ist. Es dürfen keine Leerzeichen davor oder danach stehen.
2. DNS-Cache leeren (Flush DNS)
Veraltete Informationen im DNS-Zwischenspeicher Ihres PCs können die Verbindung verhindern.
- Drücken Sie die Windows-Taste, geben Sie
cmdein. - Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wählen Sie Als Administrator ausführen.
- Geben Sie nacheinander folgende Befehle ein und drücken Sie jeweils Enter:
ipconfig /flushdnsipconfig /registerdnsipconfig /releaseipconfig /renewnetsh winsock reset
- Starten Sie Ihren Computer neu und versuchen Sie die Verbindung erneut.
3. Den DNS-Server manuell ändern
Häufig hat der DNS-Server Ihres Internetanbieters Probleme. Sie können testweise auf die stabilen Server von Google oder Cloudflare ausweichen.
- Drücken Sie
Win + R, geben Siencpa.cplein und drücken Sie Enter. - Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre aktive Internetverbindung (WLAN oder Ethernet) und wählen Sie Eigenschaften.
- Markieren Sie Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4) und klicken Sie auf Eigenschaften.
- Wählen Sie „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“:
- Bevorzugter DNS-Server:
8.8.8.8(Google) oder1.1.1.1(Cloudflare) - Alternativer DNS-Server:
8.8.4.4oder1.0.0.1
- Bevorzugter DNS-Server:
- Bestätigen Sie mit OK und testen Sie die VPN-Verbindung.
4. Den DNS-Client-Dienst neu starten
Der Windows-interne Dienst für die Namensauflösung könnte hängen.
- Drücken Sie
Win + R, geben Sieservices.mscein. - Suchen Sie in der Liste nach dem Dienst DNS-Client.
- Dieser sollte auf „Laufend“ stehen. (Hinweis: Bei modernen Windows 10/11 Versionen lässt sich dieser Dienst oft nicht manuell neu starten, da er geschützt ist. In diesem Fall hilft ein kompletter Systemneustart).
5. Firewall und Antivirus vorübergehend deaktivieren
Manchmal blockiert eine Firewall den Port für die Namensauflösung oder den VPN-Tunnel.
- Deaktivieren Sie testweise Ihre Antivirensoftware oder die Windows Firewall.
- Wenn die Verbindung nun funktioniert, müssen Sie in Ihrer Firewall eine Ausnahme für die VPN-Anwendung oder den Port UDP 53 (DNS) und UDP 500/4500 (IPSec) hinzufügen.
6. Proxy-Einstellungen prüfen
Ein aktiver Proxy kann die Namensauflösung stören.
- Drücken Sie
Win + I(Einstellungen). - Gehen Sie zu Netzwerk und Internet > Proxy.
- Stellen Sie sicher, dass „Einstellungen automatisch erkennen“ aktiviert ist und unter „Manueller Proxysetup“ alles auf Aus steht.
Zusammenfassung
Wenn keiner dieser Schritte hilft, liegt das Problem wahrscheinlich nicht an Ihrem PC, sondern:
- Der VPN-Server ist momentan offline.
- Ihre Firma/Ihr Anbieter hat die Serveradresse geändert.
- Ihr Router blockiert VPN-Passthrough (prüfen Sie die Router-Einstellungen auf Begriffe wie „IPSec Pass-through“ oder „PPTP Pass-through“).