Excel-Tutorial: Pie-of-Pie-Diagramm erstellen (Kreis aus Kreis)
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du in Excel ein „Pie of Pie“-Diagramm (auf Deutsch: Kreis aus Kreis) erstellst.
Ein Pie-of-Pie-Diagramm ist ideal, wenn du ein Tortendiagramm hast, bei dem einige Segmente so klein sind, dass man sie kaum erkennen kann. Diese kleinen Segmente werden in einem zweiten, kleineren Kreis detailliert aufgeschlüsselt.
Schritt 1: Die Daten vorbereiten
Damit Excel das Diagramm richtig erkennt, sollten deine Daten in einer einfachen Liste untereinander stehen.
Beispiel-Tabelle: | Kategorie | Wert | | :--- | :--- | | Miete | 1200 | | Personal | 2500 | | Marketing | 800 | | Büromaterial | 50 | | Kaffee | 30 | | Briefmarken | 20 |
Tipp: Sortiere deine Daten am besten so, dass die kleinen Werte, die in den zweiten Kreis wandern sollen, am Ende der Liste stehen.
Schritt 2: Das Diagramm einfügen
- Markiere deinen gesamten Datenbereich (inklusive Überschriften).
- Klicke im Menüband auf den Reiter Einfügen.
- Klicke in der Gruppe „Diagramme“ auf das Symbol für Kreisdiagramme.
- Wähle unter der Rubrik „2D-Kreis“ das Symbol für Kreis aus Kreis (Pie of Pie).
Excel erstellt nun automatisch ein Diagramm, bei dem die letzten Werte der Liste in den zweiten Kreis verschoben wurden.
Schritt 3: Die Aufteilung anpassen (Wichtigster Schritt!)
Standardmäßig schiebt Excel einfach die letzten drei Datensätze in den zweiten Kreis. Das passt oft nicht perfekt. So änderst du das:
- Mache einen Rechtsklick auf eines der Kreissegmente.
- Wähle im Kontextmenü Datenreihen formatieren....
- Rechts öffnet sich ein Menü. Unter Reihe teilen nach hast du mehrere Optionen:
- Position: Du bestimmst, wie viele Zeilen von unten in den zweiten Kreis wandern (z. B. die letzten 4).
- Wert: Alle Werte, die kleiner als eine bestimmte Zahl sind, landen im zweiten Kreis.
- Prozentwert: Alle Segmente, die weniger als x % vom Gesamtwert ausmachen, werden verschoben.
- Benutzerdefiniert: Du kannst einzelne Segmente anklicken und manuell entscheiden, in welchen Kreis sie gehören.
Schritt 4: Design und Beschriftung optimieren
Ein Kreisdiagramm ohne Zahlen ist schwer zu lesen.
- Datenbeschriftungen hinzufügen: Klicke mit der rechten Maustaste auf ein Kreissegment und wähle Datenbeschriftungen hinzufügen.
- Details anzeigen: Klicke die Beschriftungen erneut rechts an -> Datenbeschriftungen formatieren. Hier kannst du Häkchen setzen bei:
- Kategoriename (damit man sieht, was was ist).
- Prozentsatz (oft hilfreicher als absolute Zahlen).
- Abstandsbreite: Im Menü „Datenreihen formatieren“ kannst du den Abstand zwischen den beiden Kreisen und die Größe des zweiten Kreises (Sekundäre Zeichnungsfläche) variieren.
Schritt 5: Den „Sammelbegriff“ benennen
Im Hauptkreis wird die Gruppe der kleinen Werte automatisch als „Sonstige“ (oder „Andere“) zusammengefasst.
- Wenn du diesen Namen ändern möchtest, kannst du einfach im Diagramm auf das Wort „Sonstige“ klicken und deinen eigenen Text (z.B. „Kleinausgaben“) hineinschreiben.
Wann sollte man ein Pie-of-Pie-Diagramm nutzen?
- Sinnvoll: Wenn du ca. 5-10 kleine Kategorien hast, die zusammen wichtig sind, aber einzeln im großen Kreis untergehen würden.
- Nicht sinnvoll: Wenn du zu viele Kategorien hast (mehr als 10-12 insgesamt). Dann wird auch dieses Diagramm unübersichtlich. In diesem Fall ist ein Balkendiagramm oft die bessere Wahl.
Pro-Tipp: Wenn du die Darstellung noch moderner magst, probiere anstatt „Kreis aus Kreis“ die Option „Kreis aus Balken“ (Bar of Pie). Das Prinzip ist identisch, aber die Unterkategorien werden übersichtlich in einer Liste daneben dargestellt.