Der ultimative Guide: Prozessor (CPU) und Festplatten-Zustand prüfen (2023 Edition)
Hier ist ein ausführliches Tutorial, das alle wichtigen Schritte und Tools abdeckt, um die Hardware deines PCs im Jahr 2023/2024 zu überprüfen.
Hardware hält nicht ewig. Ein plötzlicher Festplattenausfall oder eine überhitzte CPU können zu Datenverlust und teuren Reparaturen führen. In diesem Guide lernst du, wie du die Gesundheit deiner wichtigsten Komponenten mit Bordmitteln und Profi-Tools überwachst.
Teil 1: Den Prozessor (CPU) prüfen
Die CPU ist das Gehirn deines Computers. Hier kommt es vor allem auf zwei Dinge an: Temperatur und Stabilität.
1. Temperatur-Check mit HWMonitor oder Core Temp
Hohe Temperaturen sind der größte Feind der CPU. Sie führen zu "Thermal Throttling" (Leistungsdrosselung) oder Abstürzen.
- Tool-Empfehlung: HWMonitor (kostenlos).
- Vorgehensweise:
- Installiere und starte HWMonitor.
- Suche den Reiter deiner CPU (z.B. AMD Ryzen 5 oder Intel Core i7).
- Achte auf die Spalte „Temperatures“.
- Richtwerte:
- Leerlauf: 30°C – 50°C
- Unter Last (Gaming/Videoschnitt): 70°C – 85°C
- Kritisch: Alles über 95°C (hier solltest du die Kühlung prüfen).
2. Belastungstest mit Cinebench R23
Willst du wissen, ob deine CPU unter Volllast stabil läuft?
- Vorgehensweise: Lade Cinebench herunter und starte den „Multi Core Test“. Wenn der PC während des 10-minütigen Tests nicht abstürzt oder extrem heiß wird, ist deine CPU gesund.
3. Windows-Bordmittel: Der Task-Manager
Drücke Strg + Umschalt + Esc. Unter dem Reiter Leistung siehst du, ob deine CPU ungewöhnlich hoch ausgelastet ist, auch wenn du nichts tust. Das könnte auf Malware oder Hintergrundprobleme hinweisen.
Teil 2: Den Zustand der Festplatte (HDD/SSD) prüfen
Festplatten nutzen sich ab – besonders SSDs haben eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen.
1. Der Goldstandard: CrystalDiskInfo
Dieses Tool liest die sogenannten S.M.A.R.T.-Werte (Self-Monitoring, Analysis, and Reporting Technology) aus.
- Vorgehensweise:
- Lade CrystalDiskInfo herunter (Standard Edition).
- Nach dem Start siehst du sofort eine Statusanzeige pro Laufwerk.
- Bedeutung der Anzeige:
- Blau (Gut): Alles in Ordnung.
- Gelb (Vorsicht): Die Platte weist erste Fehler auf. Sofort Backup machen!
- Rot (Schlecht): Ein Ausfall steht unmittelbar bevor.
2. Windows PowerShell (Schnell-Check ohne Installation)
Wenn du keine Software installieren möchtest:
- Rechtsklick auf den Start-Button -> Terminal (Administrator) oder PowerShell (Administrator).
- Gib folgenden Befehl ein:
wmic diskdrive get status - Wenn dort "OK" steht, ist alles im grünen Bereich. Steht dort „Pred Fail“, ist die Platte defekt.
3. Hersteller-Tools nutzen
Für detaillierte Informationen (z.B. wie viel Prozent der Lebensdauer einer SSD noch übrig sind) bieten Hersteller eigene Tools an:
- Samsung: Samsung Magician
- Crucial: Storage Executive
- Western Digital: Dashboard
Teil 3: Systemdateien auf Fehler prüfen
Manchmal ist die Hardware okay, aber das Dateisystem beschädigt. Windows kann das selbst reparieren.
- Öffne die Eingabeaufforderung (CMD) als Administrator.
- Gib
sfc /scannowein und drücke Enter. - Windows prüft nun die Systemintegrität und repariert beschädigte Dateien automatisch.
Zusammenfassung & Checkliste 2023
Um dein System langfristig gesund zu halten, solltest du diese Routine alle 3 bis 6 Monate durchführen:
- Staub entfernen: Ein verstaubter PC führt zu hohen CPU-Temperaturen.
- S.M.A.R.T.-Werte prüfen: Mit CrystalDiskInfo checken, ob die SSD/HDD noch fit ist.
- Backups: Kein Tool der Welt ersetzt eine Sicherung. Nutze die 3-2-1-Regel (3 Kopien, 2 Medien, 1 externer Ort).
- Firmware-Updates: Halte die Firmware deiner SSD über die Hersteller-Tools aktuell, um die Lebensdauer zu maximieren.
Fazit: Ein gesunder PC im Jahr 2023 zeichnet sich durch moderate Temperaturen und fehlerfreie S.M.A.R.T.-Werte aus. Mit den genannten Gratis-Tools hast du die volle Kontrolle über deine Hardware!