Anleitung: So versendest du Software über Gmail

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Software (ausführbare Dateien wie .exe oder .dmg) sicher über Gmail versenden kannst.

Gmail hat strenge Sicherheitsfilter, die das direkte Versenden von ausführbaren Programmdateien (z. B. .exe, .dmg, .bat) verhindern, um die Verbreitung von Viren zu stoppen. Wenn du dennoch Software verschicken möchtest, gibt es drei bewährte Methoden.


Methode 1: Über Google Drive (Empfohlen)

Dies ist der einfachste und offiziell vorgesehene Weg. Da Google Drive nahtlos in Gmail integriert ist, kannst du die Blockade einfach umgehen.

  1. Gmail öffnen: Starte Gmail und klicke auf „Schreiben“.
  2. Google Drive Icon wählen: Klicke unten in der Symbolleiste auf das Google Drive-Symbol (das kleine Dreieck).
  3. Datei hochladen:
    • Gehe auf den Reiter „Hochladen“.
    • Wähle deine Software-Datei von deinem Computer aus.
  4. Einfügen: Klicke auf „Hochladen“. Gmail fügt nun einen Link zu der Datei in deine E-Mail ein, anstatt die Datei direkt anzuhängen.
  5. Senden & Freigeben: Wenn du auf „Senden“ klickst, fragt Gmail dich eventuell, wer Zugriff auf die Datei haben soll. Wähle „Jeder, der über den Link verfügt“ oder gib die E-Mail-Adresse des Empfängers spezifisch frei.

Methode 2: Die Datei als ZIP-Archiv verpacken

Oft akzeptiert Gmail Software, wenn sie in einem komprimierten Ordner verpackt ist. Hinweis: Gmail scannt auch ZIP-Dateien. Wenn darin eine .exe gefunden wird, kann sie dennoch blockiert werden.

  1. ZIP erstellen: Klicke mit der rechten Maustaste auf deine Software-Datei.
    • Windows: Senden an -> ZIP-komprimierter Ordner.
    • Mac: „[Dateiname] komprimieren“.
  2. Passwortschutz (Optional aber hilfreich): Wenn Gmail die ZIP-Datei trotzdem ablehnt, erstelle ein ZIP-Archiv mit einem Passwort (z. B. mit Programmen wie 7-Zip oder WinRAR). Da Google verschlüsselte Archive nicht scannen kann, wird die Datei meist durchgelassen.
  3. Anhängen: Ziehe die ZIP-Datei einfach in dein Gmail-Fenster.

Methode 3: Die Dateiendung umbenennen (Trick für Fortgeschrittene)

Wenn du keine Cloud nutzen möchtest, kannst du Gmail austricksen, indem du die Dateiendung änderst.

  1. Endung ändern: Klicke mit der rechten Maustaste auf die Datei (z. B. programm.exe) und wähle „Umbenennen“.
  2. Namen anpassen: Ändere die Endung in etwas Harmloses wie .txt oder .bak (z. B. programm.exe.txt).
  3. Warnung ignorieren: Bestätige die Warnung deines Betriebssystems, dass die Datei dadurch unbrauchbar werden könnte.
  4. Versenden: Hänge die umbenannte Datei an die E-Mail an.
  5. Anweisung für den Empfänger: Schreibe unbedingt in die E-Mail, dass der Empfänger die Datei nach dem Download wieder zurückbenennen muss (also das .txt am Ende wieder entfernen).

Wichtige Sicherheitshinweise

  • Virenscan: Vergewissere dich immer, dass die Software, die du versendest, virenfrei ist.
  • Größenbeschränkung: Gmail erlaubt Anhänge nur bis zu einer Größe von 25 MB. Für alles, was größer ist, musst du zwingend Methode 1 (Google Drive) verwenden.
  • Vertrauen: Versende Software nur an Personen, die wissen, dass sie eine Datei von dir erhalten. Unbekannte ausführbare Dateien werden von den meisten Nutzern (zu Recht) aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet.

Zusammenfassung: Welchen Weg soll ich wählen?

  • Datei ist kleiner als 25 MB: Methode 2 (ZIP) oder Methode 3 (Umbenennen).
  • Datei ist größer als 25 MB: Methode 1 (Google Drive).
  • Datei wird als gefährlich blockiert: Methode 1 (Google Drive) oder Methode 2 (mit Passwort).
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