🚀 5 BIOS-Einstellungen für mehr FPS: Das ultimative Tutorial

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du durch gezielte BIOS-Einstellungen das Maximum aus deiner Hardware herausholst.


Viele PCs laufen ab Werk mit "angezogener Handbremse", weil die Standardeinstellungen auf maximale Kompatibilität statt auf maximale Leistung ausgelegt sind. Mit diesen 5 Optimierungen schaltest du versteckte Performance frei.

Vorab: So kommst du ins BIOS

  1. Starte deinen PC neu.
  2. Drücke während des Hochfahrens mehrfach die Taste ENTF (Del) oder F2 (je nach Mainboard-Hersteller).
  3. Wechsel (falls nötig) in den "Advanced Mode" (meistens mit F7), um alle Optionen zu sehen.

1. XMP / DOCP / EXPO (RAM-Beschleunigung)

Standardmäßig läuft dein Arbeitsspeicher oft nur mit einem Basistakt (z.B. 2133 MHz), selbst wenn du 3600 MHz Riegel gekauft hast. Diese Einstellung ist der wichtigste Performance-Boost.

  • Was es tut: Lädt das vom Hersteller getestete Übertaktungsprofil deines Arbeitsspeichers.
  • Wo du es findest: Meist direkt auf der Startseite (Easy Mode) oder unter "OC", "Ai Tweaker" oder "Overclocking".
  • Einstellung:
    • Bei Intel-Systemen: Suche nach XMP (Extreme Memory Profile).
    • Bei AMD-Systemen: Suche nach DOCP oder EXPO (bei neueren AM5-Boards).
    • Wähle "Profile 1".

2. Resizable BAR (Re-size BAR)

Dies ist eine moderne Technologie, die die Kommunikation zwischen CPU und Grafikkarte revolutioniert.

  • Was es tut: Normalerweise kann die CPU nur auf kleine Häppchen des Grafikspeichers (VRAM) zugreifen (256 MB). Mit Re-Size BAR hat die CPU Zugriff auf den gesamten VRAM, was die FPS in modernen Spielen deutlich stabilisiert.
  • Wo du es findest: Meist unter "Advanced", "PCI Subsystem Settings" oder "IO Config".
  • Einstellung:
    1. Above 4G Decoding: Auf Enabled setzen.
    2. Re-size BAR Support: Auf Auto oder Enabled setzen.
    • Hinweis: Erfordert eine RTX 3000/4000 oder Radeon RX 6000/7000 Grafikkarte.

3. Precision Boost Overdrive (PBO) oder Multi-Core Enhancement (MCE)

Dies sind die "Auto-Overclocking"-Funktionen der CPU-Hersteller.

  • Was es tut: Es erlaubt der CPU, innerhalb der thermischen Grenzen länger und höher zu takten, als es die strengen Standard-Vorgaben erlauben würden.
  • Wo du es findest:
    • AMD: Unter "Advanced" -> "AMD Overclocking" -> Precision Boost Overdrive. Setze es auf Enabled oder "Advanced" (mit Curve Optimizer für Profis).
    • Intel: Unter "OC" oder "Ai Tweaker" -> Multi-Core Enhancement. Setze es auf Enabled – Remove All Limits.

4. Deaktiviere CSM (für UEFI-Modus)

Das CSM (Compatibility Support Module) ist ein Überbleibsel für alte Betriebssysteme. Für maximale Gaming-Leistung sollte es aus sein.

  • Was es tut: Es zwingt das System in den reinen UEFI-Modus. Dies ist Voraussetzung für Resizable BAR und sorgt für schnellere Bootzeiten und eine bessere Kommunikation der Hardware-Komponenten.
  • Wo du es findest: Unter dem Reiter "Boot".
  • Einstellung: CSM Support auf Disabled.
    • Achtung: Wenn dein Windows im alten "Legacy"-Modus installiert wurde, startet der PC danach nicht mehr. In diesem Fall musst du es wieder aktivieren oder Windows neu im UEFI-Modus installieren.

5. Virtualisierung deaktivieren (SVM / Intel VT-x) – Optional für reine Gamer

Wenn du deinen PC nur zum Zocken nutzt und keine virtuellen Maschinen (wie VirtualBox) oder speziellen Sicherheits-Features (Kernisolierung in Windows) brauchst, kann das Deaktivieren dieser Funktion FPS-Drops verhindern.

  • Was es tut: Es reduziert den Overhead durch Hintergrund-Sicherheits-Features (VBS/HVCI) in Windows 10/11, was die CPU-Latenz verbessert.
  • Wo du es findest: Meist unter "Advanced" -> "CPU Configuration".
  • Einstellung:
    • Bei AMD: SVM Mode auf Disabled.
    • Bei Intel: Intel Virtualization Technology auf Disabled.
    • Hinweis: Überlege dir diesen Schritt gut, da er die Sicherheit deines Windows-Systems leicht verringert.

Der letzte Schritt: Speichern!

Gehe nicht einfach aus dem BIOS raus.

  1. Drücke F10.
  2. Bestätige mit "Save Changes & Reset".
  3. Dein PC startet neu und die Einstellungen sind aktiv.

💡 Profi-Tipp zur Kontrolle

Lade dir nach dem Neustart das kostenlose Tool CPU-Z herunter. Prüfe unter dem Reiter "Memory", ob die "DRAM Frequency" jetzt deinem gekauften RAM entspricht (Hinweis: Da es DDR - Double Data Rate - ist, wird dort nur der halbe Wert angezeigt, z.B. 1800 MHz für 3600 MHz RAM).

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