Wie verbindet sich eine Docker-App mit einer Datenbank auf localhost?
- Einleitung zur Verbindung von Docker-Anwendungen mit lokalen Datenbanken
- Problem der Netzwerkkonfiguration in Docker
- Lösungen für die Verbindung zu einer lokalen Datenbank
- Zusammenfassung
Einleitung zur Verbindung von Docker-Anwendungen mit lokalen Datenbanken
Beim Entwickeln und Testen von Anwendungen, die in Docker-Containern laufen, stellt sich häufig die Frage,
wie man eine Verbindung zu einer Datenbank auf dem Host-System (localhost) herstellen kann. Da Container
in einer isolierten Netzwerkumgebung laufen, ist localhost aus Sicht des Containers nicht das gleiche wie
localhost auf dem Host. Das Verständnis dieser Netzwerkisolation ist entscheidend, um erfolgreich eine
Problem der Netzwerkkonfiguration in Docker
Standardmäßig hat jeder Container seine eigene Netzwerkumgebung. Innerhalb eines Containers verweist die Adresse
localhost oder 127.0.0.1 immer auf den Container selbst und nicht auf den Host-Rechner. Das heißt, wenn
eine Anwendung im Container versucht, sich unter localhost mit einer Datenbank zu verbinden, sucht sie
Lösungen für die Verbindung zu einer lokalen Datenbank
Um dennoch eine Verbindung zur Datenbank auf dem Host herzustellen, gibt es verschiedene Ansätze. Ein gängiger
Weg ist die Verwendung der speziellen Adresse host.docker.internal. Diese Adresse verweist auf den Host-Rechner
aus der Sicht des Containers heraus und funktioniert in vielen Docker-Versionen unter Windows und macOS
automatisch. Unter Linux ist host.docker.internal meist nicht standardmäßig verfügbar, kann aber über
Alternativ kann man das Netzwerk des Containers so konfigurieren, dass er mit dem Netzwerk des Hosts
zusammenarbeitet, indem man den Docker-Parameter --network=host beim Start des Containers verwendet.
Dabei nutzt der Container das gleiche Netzwerkinterface wie der Host, sodass localhost im Container auf
den Host verweist. Diese Methode ist aber oft nur unter Linux praktikabel, da sie in Windows und macOS
Ein weiterer Weg ist, den Port der lokalen Datenbank explizit für das Docker-Host-Netzwerk freizugeben
und im Container dann die IP-Adresse des Hosts (z.B. dessen lokale IP im Netzwerk) anstelle von localhost
Zusammenfassung
Das direkte Ansprechen einer lokalen Datenbank von einer Docker-Anwendung aus erfordert das Verständnis der
Docker-Netzwerkisolation. localhost im Container ist nicht localhost auf dem Host. Durch Nutzung der
Adresse host.docker.internal, Anpassung der Netzwerk-Einstellungen oder Verwendung der Host-IP kann man
dennoch eine Verbindung zur Datenbank herstellen und somit Entwicklungs- und Testprozesse erleichtern.
