Wie setze ich in RawTherapee automatische Objektivkorrekturen ein?
- Auswahl des richtigen Moduls
- Aktivierung der automatischen Objektivkorrektur
- Auswahl und Anpassung des Objektivprofils
- Voraussetzungen und Tipps
- Zusammenfassung
RawTherapee ist eine leistungsstarke Open-Source-Software zur Rohdatenentwicklung von Fotos. Eine der sehr hilfreichen Funktionen ist die automatische Objektivkorrektur, die Verzerrungen, Vignettierungen und chromatische Aberrationen, die durch das verwendete Objektiv entstehen, automatisch korrigiert. Diese Funktion basiert auf einer internen Datenbank mit Objektivprofilen und ermöglicht eine schnelle Optimierung der Bildqualität.
Auswahl des richtigen Moduls
Um die automatischen Objektivkorrekturen einzusetzen, öffnest du zunächst in RawTherapee dein gewünschtes Bild. Im Hauptfenster befindet sich auf der rechten Seite eine Reihe von Registerkarten beziehungsweise Modulen. Für die Objektivkorrekturen ist insbesondere das Objektiv/Profiler Modul relevant. Dieses Modul findest du in der Regel in der Mitte der Bedienoberfläche, erkennbar an dem entsprechenden Symbol oder Namen.
Aktivierung der automatischen Objektivkorrektur
Im Objektiv/Profiler Modul findest du eine Option mit der Bezeichnung Automatische Objektivkorrektur oder Use lens profile (je nach Sprache der Software). Diese Option musst du aktivieren, um RawTherapee zu erlauben, ein automatisches Profil basierend auf den Metadaten deiner Bilddatei zu laden. RawTherapee liest dazu die EXIF-Daten des Bildes aus, in denen unter anderem Informationen zu Kamera und Objektiv hinterlegt sind.
Auswahl und Anpassung des Objektivprofils
Sobald die automatische Objektivkorrektur aktiviert ist, sucht RawTherapee nach einem passenden Profil für das verwendete Objektiv. Wenn ein entsprechendes Profil vorhanden ist, wird es automatisch angewendet und die verschiedenen Korrekturen, wie Verzerrungskorrektur, Vignettierungskompensation und Korrektur chromatischer Aberrationen, greifen direkt auf dein Bild.
Falls kein automatisches Profil gefunden wird, kann man alternativ manuell ein Profil aus einer Liste von unterstützten Objektiven auswählen. Es ist auch möglich, die Stärke der einzelnen Korrekturen manuell anzupassen, um das Ergebnis zu optimieren, falls die automatische Korrektur nicht ideal passt.
Voraussetzungen und Tipps
Damit die automatische Objektivkorrektur funktioniert, ist es wichtig, dass die Bilddatei korrekte und vollständige EXIF-Daten enthält. Oft sind diese Informationen in RAW-Dateien am besten vorhanden. Bei JPEGs oder Bildern nach einer Bearbeitung mit anderen Programmen können diese Informationen manchmal fehlen oder verändert sein.
Ein weiterer Tipp ist, die Software regelmäßig zu aktualisieren, da neue Objektivprofile mit jeweiligen Versionen hinzugefügt werden. Bei unbekannten oder neuen Objektiven kann es sinnvoll sein, alternative Profile auszuprobieren oder die Korrekturen manuell vorzunehmen.
Zusammenfassung
Die automatische Objektivkorrektur in RawTherapee macht es Anwendern leicht, typische optische Fehler ihrer Bilder zu verbessern. Nach Öffnen des Bildes aktivierst du im Objektiv/Profiler Modul die automatische Profilnutzung. RawTherapee übernimmt daraufhin die Auswahl passender Korrekturprofile basierend auf den EXIF-Daten des Fotos und wendet Verzerrungs-, Vignetten- und Farbsäume-Korrekturen automatisch an. So wird die Bildqualität ohne großen Aufwand deutlich optimiert.
