Wie korrigiere ich Verzerrungen und Vignettierung in RawTherapee?

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  1. Einführung in die Korrektur von Verzerrungen
  2. Korrektur der Verzerrung
  3. Korrektur der Vignettierung
  4. Weitere Hinweise zur Arbeit mit RawTherapee

Einführung in die Korrektur von Verzerrungen

RawTherapee bietet leistungsstarke Werkzeuge zur Korrektur optischer Fehler wie Verzerrungen und Vignettierung, die insbesondere bei Weitwinkelobjektiven auftreten können. Verzerrungen entstehen meist durch die Linse und führen dazu, dass gerade Linien gekrümmt erscheinen, während die Vignettierung eine Abnahme der Helligkeit an den Bildrändern beschreibt. Um ein möglichst natürliches und realitätsnahes Ergebnis zu erzielen, ist es sinnvoll, diese Fehler zu korrigieren.

Korrektur der Verzerrung

Nachdem Sie ein Bild in RawTherapee geöffnet haben, wechseln Sie in den Reiter Korrektur” oder Lens/Geometry”. Dort finden Sie die Sektion für die Objektivkorrekturen. RawTherapee arbeitet mit Profilen, die auf Kamera- und Objektivmodelle abgestimmt sind. Falls Ihr Kameramodell und das verwendete Objektiv automatisch erkannt wurden, können Sie die Option zur automatischen Verzerrungskorrektur aktivieren, indem Sie das entsprechende Kontrollkästchen aktivieren. Das Programm wendet dann die passenden Korrekturdaten an und korrigiert beispielsweise tonnen- oder kissenförmige Verzerrungen.

Wenn kein Profil vorhanden ist, können Sie die Verzerrung manuell korrigieren. Dazu stellen Sie die Regler für die Verzerrungskorrektur ein, bis gerade Linien im Bild gerade erscheinen. Hier hilft es, sich an Gebäudekanten oder anderen geraden Linien zu orientieren. Die manuelle Korrektur erfordert etwas Übung, da kleine Änderungen eine sichtbare Wirkung haben können.

Korrektur der Vignettierung

Direkt unter der Verzerrungskorrektur finden Sie in RawTherapee die Einstellungen zur Vignettierungskorrektur. Die automatische Vignettierungskorrektur führt RawTherapee durch das Laden eines Korrekturprofils durch, wenn dieses für Kamera und Objektiv verfügbar ist. Dadurch wird die Helligkeit in den Außenbereichen des Bildes wiederhergestellt und auf ein einheitliches Niveau mit dem Zentrum gebracht.

Für den manuellen Eingriff stehen Regler zur Verfügung, mit denen Sie die Stärke der Aufhellung an den Bildrändern einstellen können. Zusätzlich lässt sich die Form der Vignettierung — etwa die Rundung oder der Übergang — beeinflussen. So kann die Korrektur möglichst natürlich und ohne ungewollte Nebeneffekte erfolgen. Während Sie die Regler ändern, empfiehlt es sich, das Bild in Originalgröße anzusehen, um die Korrekturwirkung präzise beurteilen zu können.

Weitere Hinweise zur Arbeit mit RawTherapee

Bevor Sie Verzerrungen und Vignettierung anpassen, sollten Sie das Bild möglichst unverändert geöffnet haben, damit die automatischen Profile optimal greifen. Bei stark gestalteten oder zugeschnittenen Bildern sind die Korrekturen unter Umständen weniger genau. Ein regelmäßiger Vergleich zwischen Original und korrigiertem Bild ist ebenfalls sinnvoll, um Überkorrekturen zu vermeiden.

RawTherapee bietet außerdem eine Vorschau zum Ein- und Ausblenden der Korrekturen, die Ihnen hilft, die Effektivität der Anpassungen auf einen Blick zu überprüfen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um eine ausgewogene und natürliche Bildwirkung zu erzielen.

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