Wie konfiguriere ich USB-Geräte, sodass sie in der virtuellen Maschine erkannt werden?
- Grundlagen der USB-Unterstützung in virtuellen Maschinen
- USB-Unterstützung in der Virtualisierungssoftware aktivieren
- USB-Gerät für die VM freigeben
- Treibersoftware in der virtuellen Maschine installieren
- Weitere Tipps und Fehlerbehebung
- Zusammenfassung
Grundlagen der USB-Unterstützung in virtuellen Maschinen
Damit USB-Geräte innerhalb einer virtuellen Maschine (VM) erkannt und verwendet werden können, muss die Virtualisierungssoftware korrekt konfiguriert sein. Virtuelle Maschinen fungieren als eigenständige Computer mit eigenem Betriebssystem, daher muss der Zugriff auf physische USB-Geräte zwischen dem Host-System und der VM vermittelt werden.
Die meisten aktuellen Virtualisierungsprogramme wie VMware, VirtualBox oder Hyper-V bieten Unterstützung für USB-Geräte, erfordern jedoch bestimmte Schritte, um die Geräte durchzureichen.
USB-Unterstützung in der Virtualisierungssoftware aktivieren
Zuerst ist es wichtig sicherzustellen, dass USB-Unterstützung in der VM-Konfiguration aktiviert ist. In VirtualBox zum Beispiel muss das passende USB-Controller-Modul aktiviert werden, was entweder USB 1.1, 2.0 (EHCI) oder 3.0 (xHCI) sein kann. Die Wahl des USB-Controllers hängt davon ab, welche USB-Standards das zu verwendende Gerät unterstützt.
Zusätzlich kann es notwendig sein, Erweiterungspakete (Extension Packs) zu installieren, da diese erweiterten USB-Support, vor allem für USB 2.0 und 3.0, bereitstellen. Ohne diese Erweiterungen können nicht alle USB-Geräte korrekt an die VM durchgereicht werden.
USB-Gerät für die VM freigeben
Nach Aktivierung des USB-Controllers muss das gewünschte USB-Gerät dem Gastbetriebssystem zugänglich gemacht werden. Dies geschieht in der Regeln, indem das Gerät in der Virtualisierungssoftware ausgewählt oder an die VM angeschlossen wird.
Bei VirtualBox zum Beispiel können USB-Geräte automatisch erkannt oder manuell über das Menü Geräte > USB der laufenden VM hinzugefügt werden. Alternativ können USB-Geräte über USB-Filter konfiguriert werden, sodass sie beim Start der VM automatisch verbunden werden.
In VMware Workstation muss man das USB-Gerät in der Menüleiste unter VM > Removable Devices auswählen und dann Connect (Disconnect from Host) anklicken, damit die VM exklusiven Zugriff erhält.
Treibersoftware in der virtuellen Maschine installieren
Nachdem das USB-Gerät der VM zugeordnet wurde, muss das Gastbetriebssystem eventuell noch den passenden Treiber dafür installieren. Hierbei verhält sich das Gast-Betriebssystem wie ein normaler Computer, der ein neu angeschlossenes USB-Gerät erkennt und versucht den richtigen Treiber zu verwenden.
Es ist hilfreich, im Vorfeld zu überprüfen, ob die Gast-OS-Version die benötigten Treiber bereitstellt oder ob sie manuell nachinstalliert werden müssen. Ohne den korrekten Treiber kann das USB-Gerät zwar erkannt aber nicht sinnvoll genutzt werden.
Weitere Tipps und Fehlerbehebung
Um Konflikte zwischen Host und VM bei der USB-Geräteerkennung zu vermeiden, sollte das USB-Gerät nicht gleichzeitig von beiden betrieben werden. Sobald die VM das Gerät übernimmt, wird es vom Host-System in der Regel getrennt.
Falls die virtuelle Maschine das USB-Gerät nicht erkennt, kann es helfen, die VM neu zu starten oder den USB-Anschluss am Host zu wechseln. Zudem sollte geprüft werden, ob keine andere Anwendung auf dem Host das Gerät blockiert.
Ein Neustart der Virtualisierungssoftware beziehungsweise des Hosts sorgt manchmal dafür, dass sämtliche USB-Geräte korrekt durchgereicht werden.
Zusammenfassung
Um USB-Geräte in einer virtuellen Maschine zu verwenden, sind folgende Punkte entscheidend: die passende USB-Unterstützung in der VM-Konfiguration aktivieren, gegebenenfalls Erweiterungspakete installieren, das USB-Gerät manuell oder automatisch der VM zuweisen und darauf achten, dass das Gastbetriebssystem die nötigen Treiber installiert hat. So kann das USB-Gerät effektiv vom Gast erfasst und genutzt werden, als wäre es direkt an diesen angeschlossen.
