Wie kann OpenSSL in Verbindung mit dem Windows-Zertifikatspeicher verwendet werden?

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  1. Unterschied zwischen OpenSSL und dem Windows-Zertifikatspeicher
  2. Wie kann man Zertifikate aus dem Windows-Zertifikatspeicher mit OpenSSL verwenden?
  3. Gibt es eine Möglichkeit, OpenSSL direkt auf den Windows-Zertifikatspeicher zugreifen zu lassen?
  4. Fazit

OpenSSL ist ein weit verbreitetes Tool zur Erstellung, Verwaltung und Prüfung von SSL-/TLS-Zertifikaten. Auf Windows-Systemen gibt es jedoch einen integrierten Zertifikatspeicher, der von vielen Anwendungen sowie vom Betriebssystem selbst verwendet wird. Die Frage, wie OpenSSL mit dem Windows-Zertifikatspeicher interagieren kann, ist daher für Administratoren und Entwickler häufig von Interesse.

Unterschied zwischen OpenSSL und dem Windows-Zertifikatspeicher

OpenSSL verwaltet Zertifikate und Schlüssel in der Regel in Dateien, beispielsweise im PEM- oder DER-Format. Dies unterscheidet sich vom Windows-Zertifikatspeicher, der Zertifikate in einer geschützten Speicherumgebung organisiert, auf die Anwendungen über die Windows-API zugreifen können. OpenSSL nutzt grundsätzlich keine nativen Windows-Mechanismen zur Zertifikatsverwaltung, weshalb Zertifikate meistens erst exportiert oder aus dem Windows-Store extrahiert werden müssen, bevor sie mit OpenSSL bearbeitet werden können.

Wie kann man Zertifikate aus dem Windows-Zertifikatspeicher mit OpenSSL verwenden?

Um Zertifikate aus dem Windows-Zertifikatspeicher mit OpenSSL zu verwenden, muss man diese zunächst exportieren. Windows bietet hierfür über die Zertifikatsverwaltung (certmgr.msc) oder über PowerShell-Befehle die Möglichkeit, Zertifikate in Formate wie .cer, .pfx oder .pem zu exportieren. Nach dem Export können diese Dateien mit OpenSSL analysiert, konvertiert oder weiterverarbeitet werden.

Gibt es eine Möglichkeit, OpenSSL direkt auf den Windows-Zertifikatspeicher zugreifen zu lassen?

OpenSSL selbst verfügt über keine eingebaute Unterstützung für den direkten Zugriff auf den Windows-Zertifikatspeicher. Allerdings existieren Erweiterungen und Wrapper, die OpenSSL um solche Funktionen ergänzen können, oder man nutzt auf Windows-Bibliotheken aufsetzende Programme, die den Zugriff erleichtern. Für viele Anwendungsfälle ist es jedoch praktischer, die Zertifikate direkt aus dem Windows-Zertifikatspeicher zu exportieren und dann mit OpenSSL zu arbeiten.

Fazit

Zwar ist OpenSSL ein vielseitiges Werkzeug zur Zertifikatsverwaltung, für den direkten Zugriff auf den Windows-Zertifikatspeicher ist es aber nicht ausgelegt. Daher ist die übliche Vorgehensweise, Zertifikate zuerst aus dem Windows-Zertifikatspeicher zu exportieren, um sie anschließend mit OpenSSL weiterzuverarbeiten. Dies ermöglicht die Kombination der Windows-eigenen Zertifikatsverwaltung mit den leistungsstarken Funktionen von OpenSSL.

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