Wie kann man in Affinity Designer Überdrucken einstellen?

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  1. Grundlagen zum Thema Überdrucken
  2. Überdrucken in Affinity Designer
  3. Möglichkeiten Überdrucken zu simulieren
  4. Export und Vorbereitung für den Druck
  5. Fazit

Beim professionellen Drucken spielt das Thema Überdrucken eine wichtige Rolle. Überdrucken (englisch: Overprint) sorgt dafür, dass Farben aufeinander gedruckt werden, ohne dass darunterliegende Bereiche ausgespart werden. Das ist insbesondere bei der Kombination von Sonderfarben oder bei der Vermeidung unschöner Spalten zwischen Farbbereichen wichtig. Viele Profis fragen sich, wie man in Affinity Designer Überdrucken einstellen kann, da diese Funktion in manchen Programmen wie Adobe Illustrator oder InDesign prominent vertreten ist.

Grundlagen zum Thema Überdrucken

Überdrucken bedeutet, dass eine Farbe absichtlich nicht ausgespart wird, sondern auf die darunterliegenden Farbbereiche gedruckt wird. Dies führt zu wesentlich besseren Druckergebnissen bei mehrfarbigen Aufträgen, bei denen Farbübergänge gewünscht sind oder wenn transparente Effekte oder Registerhaltigkeit vermieden werden sollen. Im Digital- oder Offsetdruck ist das Überdrucken ein gängiges Mittel, um hochwertige Druckerzeugnisse zu erzeugen.

Überdrucken in Affinity Designer

Affinity Designer bietet derzeit keine direkte, explizite Option, um Überdrucken in der Benutzeroberfläche einzustellen, wie man es vielleicht aus anderen Designprogrammen kennt. Die Software verfolgt einen anderen Workflow und ist primär auf digitale und druckbasierte Ausgabe mit Farbmischungen ausgelegt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Überdrucken als Effekt zu simulieren oder durch die korrekte Auswahl von Farbräumen und Transparenzen einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Möglichkeiten Überdrucken zu simulieren

Die gängigste Methode, um Überdrucken in Affinity Designer zu erreichen, besteht darin, die Transparenz einer Farbe so einzustellen, dass der darunterliegende Bereich sichtbar bleibt. Das lässt sich über die Ebenenmodi und die Reduzierung der Deckkraft realisieren. Dabei werden Farbschichten so gestaltet, dass sie ähnlich einem Überdruck wirken. Alternativ kann man auch mit Verschachtelungen und Maskierungen arbeiten, um Teile einer Form über andere Farben drucken zu lassen.

Export und Vorbereitung für den Druck

Eine wichtige Rolle spielt der Export aus Affinity Designer heraus. Um sicherzugehen, dass Überdrucken korrekt umgesetzt wird, sollte man die Datei als PDF mit Druck- und Farbmanagement-Optionen exportieren. Manche Druckereien akzeptieren solche Dateien und können dann Überdrucke mit ihren RIP-Programmen (Raster Image Processor) richtig interpretieren und umsetzen. Es empfiehlt sich, im Vorfeld mit der Druckerei abzusprechen, wie Überdrucke gehandhabt werden und ob Nachbearbeitung notwendig ist.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Affinity Designer keine eigene, explizite Überdrucken-Einstellung besitzt. Professionelle Anwender müssen daher auf Transparenzeffekte, Ebenenmodi und den korrekten Export zurückgreifen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Eine enge Zusammenarbeit mit der Druckerei sowie die Verwendung hochwertiger PDF-Export-Einstellungen sind ebenfalls entscheidend, um das gewünschte Überdruckergebnis zu gewährleisten.

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