Wie kann man in Affinity Designer ein Bild freistellen?

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  1. Einführung in das Freistellen von Bildern in Affinity Designer
  2. Vorbereitung und Import des Bildes
  3. Auswahlwerkzeuge zum Freistellen in Affinity Designer
  4. Freistellen mit Vektorpfaden
  5. Feinheiten und Nachbearbeitung
  6. Alternative Methode: Masken und Pixel Persona
  7. Zusammenfassung

Einführung in das Freistellen von Bildern in Affinity Designer

Das Freistellen eines Bildes bedeutet, den gewünschten Bildbereich vom Hintergrund zu trennen, sodass nur das Hauptmotiv ohne störende Elemente oder Hintergrund übrig bleibt. In Affinity Designer, einem vektorbasierten Designprogramm, das auch mit Rasterbildern arbeiten kann, gibt es verschiedene Methoden, um ein Bild freizustellen. Dieses Vorgehen ist besonders wichtig, wenn man ein Motiv für weitere Gestaltungen oder Collagen verwenden möchte.

Vorbereitung und Import des Bildes

Bevor man mit dem Freistellen beginnt, muss das Bild in Affinity Designer importiert werden. Dies erfolgt entweder über das Menü Datei und Platzieren oder durch einfaches Ziehen des Bildes in das Dokument. Es ist ratsam, das Bild auf einer eigenen Ebene zu platzieren, um die weiteren Arbeitsschritte klar zu strukturieren und die Bearbeitung ohne Einfluss auf andere Elemente vorzunehmen.

Auswahlwerkzeuge zum Freistellen in Affinity Designer

Affinity Designer bietet verschiedene Werkzeuge, mit denen man das Bild freistellen kann. Für präzise Freistellungen eignet sich das "Knoten-Tool" oder "Pinsel-Auswahlwerkzeug". Das "Knoten-Tool" erlaubt das Zeichnen einer Vektorform entlang der Konturen des Motivs. Wenn das Bild eine klare Trennung zum Hintergrund aufweist, kann man auch das Auswahlpinsel-Werkzeug nutzen, um die Bereiche automatisch auszuwählen, die freigestellt werden sollen.

Freistellen mit Vektorpfaden

Eine der gängigsten Methoden ist das Erstellen eines Vektorpfads um das Motiv. Mit dem Zeichenstift oder dem Knoten-Tool zeichnet man entlang des Bildmotivs einen geschlossenen Pfad. Sobald dieser Pfad vollständig geschlossen ist, kann man ihn als Schnittmaske verwenden. Dazu wird der Pfad über das Bild platziert, dann im Ebenenmanager die Vektorform über das Bild gelegt und über das Kontextmenü die Option Schnittmaske erstellen ausgewählt. Dadurch wird alles außerhalb des Pfads unsichtbar, und das Motiv steht freigestellt.

Feinheiten und Nachbearbeitung

Nach dem Erstellen der Schnittmaske kann es notwendig sein, die Kanten zu verfeinern oder kleine Fehler im Pfad zu korrigieren. Das Knoten-Tool erlaubt das Anpassen einzelner Punkte, um die Kontur optimal an das Motiv anzupassen. Man kann außerdem mit weichen Kanten und maskenbasierten Anpassungen experimentieren, um einen natürlichen Übergang zu gewährleisten. Falls das Hintergrundbild komplex ist, kann das manuelle Ziehen des Pfades und mehrmalige Anpassungen erforderlich sein.

Alternative Methode: Masken und Pixel Persona

Affinity Designer besitzt zusätzlich eine Pixel-Persona, in der man pixelbasierte Werkzeuge verwenden kann. Sollte der Freistellvorgang mit Vektorpfaden zu umständlich sein, kann man hier direkt mit Radierwerkzeugen, Auswahlmasken oder dem Auswahlpinsel feinere Bildbereiche entfernen oder verdecken. Diese pixelorientierte Bearbeitung ist besonders bei Fotos mit unregelmäßigen Übergängen hilfreich.

Zusammenfassung

Um in Affinity Designer ein Bild freizustellen, eignet sich vor allem die Kombination aus dem Zeichnen eines Vektorpfads um das Motiv und der Verwendung einer Schnittmaske. Durch präzises Anpassen der Pfadpunkte und gegebenenfalls pixelbasierte Nachbearbeitung mit der Pixel-Persona lassen sich saubere Freistellungen erzielen, die sich für professionelle Designs eignen. Mit Übung gelingt das Freistellen schnell und flexibel auch bei komplexeren Motiven.

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