Wie kann man HandBrake unter openSUSE installieren und nutzen?
- Einleitung zu HandBrake und openSUSE
- Installation von HandBrake unter openSUSE
- HandBrake als Flatpak unter openSUSE nutzen
- Grundlagen der Nutzung von HandBrake unter openSUSE
- Fazit
Einleitung zu HandBrake und openSUSE
HandBrake ist ein kostenloses und quelloffenes Programm zur Videokonvertierung, das viele verschiedene Formate unterstützt. Es ermöglicht die Umwandlung von Videos in kompatible Formate, um sie beispielsweise auf mobilen Geräten abzuspielen oder Speicherplatz zu sparen. openSUSE ist eine beliebte Linux-Distribution, die sowohl als Leap-Version mit stabilem Release-Zyklus als auch als Rolling-Release unter dem Namen Tumbleweed verfügbar ist. Die Installation von HandBrake unter openSUSE ist grundsätzlich möglich, erfordert aber einige Schritte, da das Programm nicht immer in den Standard-Repositories enthalten ist.
Installation von HandBrake unter openSUSE
Unter openSUSE stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Software zu installieren: über die offiziellen Paketquellen, Community-Repositories oder direkt über Kompilierung aus dem Quellcode. Für HandBrake empfiehlt es sich, Zugriff auf das RPM-Packages-Repository von openSUSE oder das Packman-Repository zu haben, da dort viele Multimediaprogramme gepflegt werden.
Zunächst sollte man sicherstellen, dass das Packman-Repository aktiviert ist, da viele Multimedia-Anwendungen und deren Abhängigkeiten dort gepflegt werden. Dies kann über die YaST Softwareverwaltung erfolgen oder über die Kommandozeile mit dem Zypper-Paketmanager. Nach der Aktivierung des Repositories kann man HandBrake über folgenden Befehl installieren:
Sollte das Paket unter openSUSE Leap nicht verfügbar sein, bietet Tumbleweed oft aktuellere Softwareversionen. Alternativ lässt sich HandBrake auch als Flatpak oder AppImage installieren, wodurch man nicht von den Distributionseigenen Repositories abhängig ist. Flatpak ist ein universelles Paketformat, das auf verschiedenen Distributionen funktioniert.
HandBrake als Flatpak unter openSUSE nutzen
Flatpak muss zunächst auf openSUSE installiert und eingerichtet werden. Das geschieht über den Paketmanager mit:
flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo.
Nach der Installation steht HandBrake dann im Anwendungsmenü zur Verfügung oder kann über die Kommandozeile gestartet werden.
Grundlagen der Nutzung von HandBrake unter openSUSE
Sobald HandBrake installiert ist, bietet es eine graphische Oberfläche zur Videokonvertierung. Man kann einzelne Videodateien oder ganze Ordner laden, das Ausgabeformat auswählen und verschiedene Codec-Optionen anpassen. Die Software unterstützt die Konvertierung in viele verschiedene Formate, wie MP4 oder MKV und bietet Voreinstellungen für gängige Geräte.
HandBrake unterstützt zudem die Stapelverarbeitung und die Nutzung von Filtern wie Deinterlacing oder Rauschunterdrückung. Über die grafische Oberfläche ist die Bedienung recht intuitiv, auch wenn die umfassenden Einstellmöglichkeiten gerade für Einsteiger zunächst überwältigend sein können. Im Terminal kann man HandBrake auch mit handbrake-cli steuern, was sich für automatisierte Skripte eignet.
Fazit
HandBrake ist eine sehr nützliche Anwendung zur Videokonvertierung, die auch unter openSUSE verfügbar ist. Die Installation gelingt am einfachsten über das Packman-Repository oder als Flatpak. Die Nutzung ist sowohl über eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche als auch direkt im Terminal möglich. Für Anwender von openSUSE stellt HandBrake eine zuverlässige Lösung dar, um Videos in verschiedene Formate umzuwandeln und anzupassen.
