Wie kann man den Bilirubinwert bei Erwachsenen senken?

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  1. Ursachen erhöhter Bilirubinwerte
  2. Medizinische Behandlung zur Senkung von Bilirubin
  3. Lebensstil und Ernährung zur Unterstützung der Leberfunktion
  4. Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
  5. Fazit

Bilirubin ist ein gelbes Pigment, das beim Abbau von roten Blutkörperchen im Körper entsteht. Normalerweise wird Bilirubin von der Leber verarbeitet und über die Galle ausgeschieden. Ein erhöhter Bilirubinwert im Blut, auch Hyperbilirubinämie genannt, kann verschiedene Ursachen haben und sollte je nach Ausmaß und Grund medizinisch abgeklärt werden. Im Folgenden wird ausführlich erläutert, wie man den Bilirubinwert bei Erwachsenen senken kann.

Ursachen erhöhter Bilirubinwerte

Bevor Maßnahmen zur Senkung des Bilirubins ergriffen werden, ist es wichtig, die Ursache für den erhöhten Wert zu bestimmen. Häufige Gründe sind Lebererkrankungen wie Hepatitis oder Leberzirrhose, Gallensteine, Blutkrankheiten, die einen vermehrten Abbau von roten Blutkörperchen verursachen, oder genetische Störungen wie das Gilbert-Syndrom. Auch Medikamente oder eine Verstopfung der Gallenwege können den Bilirubinspiegel erhöhen.

Medizinische Behandlung zur Senkung von Bilirubin

Die gezielte Behandlung richtet sich immer nach der Ursache. Bei einer Leberentzündung kann die Ursache behandelt werden, etwa durch antivirale Medikamente bei einer Virushepatitis. Gallensteine, die den Gallenfluss blockieren, müssen möglicherweise operativ entfernt werden. Wenn die Ursache eine erhöhte Zerstörung der roten Blutkörperchen ist, erfolgt die Therapie entsprechend der Grunderkrankung. In akuten Fällen mit starker Hyperbilirubinämie, besonders bei Neugeborenen, kann eine Fototherapie zum Abbau des Bilirubins eingesetzt werden, wobei dies bei Erwachsenen selten notwendig ist.

Lebensstil und Ernährung zur Unterstützung der Leberfunktion

Zur natürlichen Senkung des Bilirubinspiegels kann ein gesunder Lebensstil beitragen. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und ballaststoffreichen Lebensmitteln ist, unterstützt die Leberfunktion. Der Verzicht auf Alkohol und fettige, stark verarbeitete Lebensmittel entlastet die Leber. Zudem kann ausreichende Flüssigkeitszufuhr den Stoffwechsel fördern und die Ausscheidung von Abbauprodukten verbessern. Manche pflanzliche Heilmittel, wie Mariendistel, werden traditionell zur Unterstützung der Leber empfohlen, wobei deren Wirksamkeit wissenschaftlich unterschiedlich bewertet wird.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Erhöhte Bilirubinwerte sollten immer ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn Symptome wie Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhlgang, Müdigkeit oder Bauchschmerzen auftreten. Nur ein Facharzt kann durch Blutuntersuchungen, Ultraschall oder weiterführende Diagnostik die Ursache feststellen und gezielt behandeln. Eine Selbstbehandlung ohne klare Diagnose ist nicht empfehlenswert, da eine zugrundeliegende ernsthafte Erkrankung unbehandelt bleiben könnte.

Fazit

Das Senken des Bilirubinwertes bei Erwachsenen hängt maßgeblich von der zugrundeliegenden Ursache ab. Neben einer ärztlichen Diagnosestellung und entsprechenden Therapien können ein gesunder Lebensstil und eine leberfreundliche Ernährung die Leberfunktion unterstützen und so zur Normalisierung des Bilirubins beitragen. Eine eigenständige Behandlung ohne medizinische Abklärung ist nicht ratsam.

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