Wie kann ich Timeshift im Kommandomodus ohne GUI verwenden?

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  1. Einführung
  2. Grundlegende Verwendung von Timeshift im Kommandomodus
  3. Erstellen eines Snapshots
  4. Auflisten vorhandener Snapshots
  5. Wiederherstellen eines Snapshots
  6. Automatisierung und Zeitplan
  7. Konfiguration im Kommandomodus
  8. Zusammenfassung
  9. Beispielhafte Kommandos

Einführung

Timeshift ist ein leistungsfähiges Tool zur Erstellung von System-Snapshots, das unter Linux eingesetzt wird, um das System zu sichern und im Falle von Problemen wiederherzustellen. Während Timeshift häufig über eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) verwendet wird, lässt sich das Programm auch vollständig über die Kommandozeile bedienen. Dies ist besonders nützlich auf Servern oder Systemen ohne grafische Oberfläche.

Grundlegende Verwendung von Timeshift im Kommandomodus

Um Timeshift ohne GUI zu nutzen, verwenden Sie den Befehl timeshift gefolgt von spezifischen Parametern, die die gewünschten Aktionen steuern. Um sich zunächst einen Überblick über alle verfügbaren Optionen zu verschaffen, können Sie timeshift --help ausführen. Dies listet alle verfügbaren Parameter und deren Funktionen auf.

Erstellen eines Snapshots

Ein Snapshot wird mit dem Parameter --create angelegt. Zusätzlich ist es sinnvoll, mit --comments einen Kommentar hinzuzufügen, der den Snapshot beschreibt, um die spätere Identifikation zu erleichtern. Der vollständige Befehl lautet etwa:

sudo timeshift --create --comments "Vor dem Update"

Dieser Befehl startet die Erstellung eines Snapshots, dessen Fortschritt in der Konsole angezeigt wird.

Auflisten vorhandener Snapshots

Um sich die vorhandenen Snapshots anzeigen zu lassen, verwenden Sie den Parameter --list. Dadurch werden alle angelegten Wiederherstellungspunkte mit Datum und Uhrzeit in der Konsole ausgegeben:

sudo timeshift --list

Wiederherstellen eines Snapshots

Zum Wiederherstellen eines bestimmten Snapshots verwenden Sie den Parameter --restore. Hierbei arbeitet Timeshift interaktiv und fordert den Benutzer zur Auswahl des gewünschten Snapshots auf. Alternativ können Sie auch mit --snapshot Datum/Uhrzeit den Snapshot direkt angeben. Ein Beispiel zur direkten Wiederherstellung könnte folgendermaßen aussehen:

sudo timeshift --restore --snapshot 2024-06-01_12-00-00

Bitte beachten Sie, dass das Wiederherstellen root-Rechte benötigt und spezielle Vorsicht erfordert, da das System in den Zustand des ausgewählten Snapshots zurückgesetzt wird.

Automatisierung und Zeitplan

Timeshift unterstützt auch das Automatisieren der Snapshot-Erstellung über Cron-Jobs. Dies bedeutet, dass Sie Befehle wie sudo timeshift --create periodisch ausführen lassen können, um automatische Backups ohne Benutzerinteraktion zu gewährleisten. Das Einrichten eines entsprechenden Cronjobs erfolgt über die typische Systemverwaltung der Crontab-Datei und außerhalb von Timeshift selbst.

Konfiguration im Kommandomodus

Die Timeshift-Konfiguration wird normalerweise in einer JSON-Datei unter /etc/timeshift.json oder $HOME/.timeshift.json gespeichert. Diese Datei können Sie vor dem ersten Einsatz anpassen, um beispielsweise das Zielverzeichnis, den Snapshot-Typ (rsync oder btrfs), ausgeschlossene Verzeichnisse und weitere Parameter festzulegen. Dadurch müssen Sie beim reinen Kommandozeileneinsatz keine zusätzlichen Parameter angeben.

Zusammenfassung

Timeshift lässt sich problemlos ohne grafische Oberfläche bedienen. Über das Kommandozeilen-Interface können Sie Snapshots erstellen, auflisten und wiederherstellen sowie das Tool in automatische Backup-Lösungen integrieren. Die wichtigsten Kommandos, die Sie benötigen, sind --create, --list und --restore. Zusätzlich hilft die Option --help, alle verfügbaren Parameter zu verstehen und effektiv anzuwenden.

Beispielhafte Kommandos

Zusammenfassend hier einige Beispiele:

Snapshot erstellen: sudo timeshift --create --comments "Vor Systemupdate"

Snapshots anzeigen: sudo timeshift --list

Snapshot wiederherstellen: sudo timeshift --restore --snapshot YYYY-MM-DD_hh-mm-ss

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