Wie kann ich MPV per Kommandozeile steuern?
- Einführung in MPV und seine Steuerungsmöglichkeiten
- Steuerung über Kommandozeilen-Parameter
- Interaktive Steuerung via Benutzereingaben und Konsole
- Verwendung der JSON-IPC-Schnittstelle
- Skripte und externe Tools
- Zusammenfassung
Einführung in MPV und seine Steuerungsmöglichkeiten
MPV ist ein leistungsstarker und flexibler Media-Player, der nicht nur über eine grafische Benutzeroberfläche, sondern auch umfassend über die Kommandozeile gesteuert werden kann. Diese Fähigkeit macht MPV besonders interessant für Skripte, Automatisierungen oder die Verwendung in der Shell-Umgebung. Die Steuerung erfolgt hauptsächlich durch Parameter beim Start des Programms sowie durch Interprozess-Kommunikation während der Wiedergabe.
Steuerung über Kommandozeilen-Parameter
Beim Start von MPV können zahlreiche Optionen direkt in der Kommandozeile angegeben werden, um das Verhalten des Players zu beeinflussen. Dazu gehören zum Beispiel das Festlegen der Datei, die abgespielt werden soll, die Lautstärke, Untertitelspur, Ausgabeoptionen oder das Deaktivieren des GUI-Elements. Beispielsweise kann man mit mpv --volume=50 datei.mp4 eine Datei mit Lautstärke 50% starten. Ebenfalls möglich sind Parameter wie --no-video zum reinen Abspielen von Audio oder --fullscreen zum Starten im Vollbildmodus.
Interaktive Steuerung via Benutzereingaben und Konsole
Während der Wiedergabe reagiert MPV auf Tastatureingaben. Diese können auch in Form von benutzerdefinierten Tastenkombinationen oder Skripten erweitert werden. Zusätzlich bietet MPV die Möglichkeit, mit einer JSON-IPC-Schnittstelle (Interprozesskommunikation) zu interagieren. Dabei öffnet MPV einen UNIX-Domain-Socket oder eine TCP-Schnittstelle, über die Befehle im JSON-Format gesendet werden können. Dies erlaubt es externen Programmen oder Skripten, Befehle wie Pause, Fortsetzen, Sprung zu einer bestimmten Zeit oder Lautstärkeänderungen zur Laufzeit auszuführen.
Verwendung der JSON-IPC-Schnittstelle
Um die IPC-Schnittstelle zu nutzen, startet man MPV mit dem Parameter --input-ipc-server=/pfad/zur/socketdatei. Nach dem Start kann man dann zum Beispiel mit echo { "command": } | socat - /pfad/zur/socketdatei den Player pausieren. Hierbei stellt socat eine Verbindung zum MPV-Socket her und sendet den JSON-Befehl. Diese Methode ist sehr mächtig, da sie beliebig viele Funktionen steuern und aus Skripten heraus automatisiert werden kann.
Skripte und externe Tools
Es gibt zahlreiche Skripte, Plugins und Wrapper um MPV, die die Kommandozeilensteuerung vereinfachen können. Auch mit Programmiersprachen wie Python, Bash oder PowerShell kann man die Steuerbefehle über die IPC-Schnittstelle oder den Aufruf von MPV mit bestimmten Parametern koordinieren. Für einfache Steuerungsaufgaben reicht oft schon die direkte Übergabe von Optionen oder das Senden einfacher JSON-Kommandos.
Zusammenfassung
Die Steuerung von MPV über die Kommandozeile ist vielseitig und reicht von einfachen Startparametern über interaktive Tastenkürzel bis hin zur hochgradigen Automatisierung mit seiner JSON-IPC-Schnittstelle. Wer MPV flexibel einsetzen möchte, kann durch das Zusammenspiel dieser Mechanismen den Player genau an seine Bedürfnisse anpassen und bequem aus der Shell heraus steuern.
