Wie kann ich in Tableau mehrere Datenquellen kombinieren?

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  1. Einführung in die Kombination mehrerer Datenquellen
  2. Joins und Vereinigung innerhalb einer Datenquelle
  3. Datenblenden zur Kombination von unterschiedlichen Datenquellen
  4. Schritte zum Datenblenden
  5. Voraussetzungen und Einschränkungen
  6. Zusammenfassung

Einführung in die Kombination mehrerer Datenquellen

Tableau bietet verschiedene Möglichkeiten, um Daten aus mehreren Quellen zu kombinieren. Dies ist besonders nützlich, wenn relevante Informationen in verschiedenen Datenbanken, Dateien oder Webdiensten vorliegen und Sie diese gemeinsam analysieren möchten. Die bekanntesten Methoden sind die Verwendung von Joins, Verknüpfungen (Joins) innerhalb derselben Datenquelle, Datenblenden (Data Blending) und vereinigte Tabellen (Union). Jede Methode hat ihre eigenen Anwendungsfälle, Vorzüge und Einschränkungen.

Joins und Vereinigung innerhalb einer Datenquelle

Wenn Sie mehrere Tabellen innerhalb einer einzigen Datenquelle verwenden, etwa aus einer Datenbank oder Excel-Datei, können Sie in Tableau direkt Joins oder Unions erstellen. Ein Join verbindet Zeilen auf Basis gemeinsamer Schlüssel, während eine Union Zeilen untereinander anhängt. Diese Operationen werden im Datenverbindungsfenster durchgeführt, bevor Sie visualisieren. Um mehrere Tabellen zu verbinden, ziehen Sie die Tabellen im Datenbereich per Drag & Drop zusammen. Tableau erkennt automatisch gemeinsame Spalten bzw. ermöglicht Ihnen, die Join-Typen auszuwählen (Inner Join, Left Join usw.).

Datenblenden zur Kombination von unterschiedlichen Datenquellen

Ist es hingegen nötig, mehrere unterschiedliche Datenquellen miteinander zu kombinieren, die nicht unmittelbar joinbar sind – zum Beispiel eine Excel-Tabelle und eine Datenbankabfrage – kommen Sie um das Datenblenden nicht herum. Beim Datenblenden handelt es sich um eine Methode, bei der Tableau die primäre Datenquelle verwendet, und zur Visualisierung ergänzende Informationen aus der sekundären Datenquelle hinzufügt. Die Verknüpfung erfolgt über gemeinsame Dimensionen, die Sie definieren. Dabei wird keine vollwertige Zusammenführung der Daten im ursprünglichen Datenbestand vorgenommen, sondern Tableau kombiniert die Daten erst bei der Darstellung.

Schritte zum Datenblenden

Um Datenblending umzusetzen, wählen Sie zunächst Ihre primäre Datenquelle aus und erstellen darauf basierende Visualisierungen. Danach fügen Sie eine zweite Datenquelle hinzu und definieren diese als sekundäre Datenquelle. Tableau markiert automatisch gemeinsame Felder in beiden Quellen, indem es sie mit einer blauen Junkschelle auf der Primärquelle und einer orangen auf der Sekundärquelle kennzeichnet. Sobald Sie Felder aus der sekundären Datenquelle auf das Arbeitsblatt ziehen, aktiviert Tableau das Blenden. Dabei werden die Daten auf Basis der gemeinsamen Dimensionen aggregiert und kombiniert.

Voraussetzungen und Einschränkungen

Es ist wichtig zu beachten, dass Datenblenden in Tableau nicht so leistungsfähig sind wie Joins in SQL, insbesondere wenn es um feinkörnige Datenintegrationen geht. Blenden funktionieren am besten, wenn die sekundäre Datenquelle aggregierte Daten oder ergänzende Informationen enthält. Zudem muss eine sinnvolle Beziehung zwischen den Datenquellen bestehen. Andernfalls kann die Visualisierung inkonsistente oder unvollständige Ergebnisse liefern. Für komplexere Datenintegration empfiehlt es sich, die Daten vor der Nutzung in Tableau in einer gemeinsamen Datenbank oder einem Data Warehouse zusammenzuführen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend können Sie in Tableau mehrere Datenquellen kombinieren, indem Sie innerhalb einer Datenquelle Joins oder Unions nutzen oder durch Datenblenden unterschiedliche Quellen miteinander verknüpfen. Joins und Unions verschmelzen Daten vor der Visualisierung auf Zeilenebene, während Datenblenden eine lose Verbindung bei der Darstellung herstellen. Je nach Zweck und Datenstruktur wählen Sie die geeignete Methode aus, um aussagekräftige und konsistente Visualisierungen zu erstellen.

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