Wie kann ich einzelne Programme von der Ninite-Installation ausschließen?
- Auswahl der Programme beim Erstellen des Installers
- Keine Möglichkeit, bereits inkludierte Programme auszuschließen
- Workarounds und technische Möglichkeiten
- Fazit
Ninite ist ein sehr nützliches Tool, um mehrere Programme automatisiert und schnell auf einem Windows-System zu installieren oder zu aktualisieren. Allerdings kann es Situationen geben, in denen man einzelne Programme von der Installation ausschließen möchte. Da Ninite standardmäßig alle ausgewählten Programme installiert und keine direkte Funktion bietet, um bestimmte Programme bei einer bestehenden Auswahl auszuschließen, muss man bestimmte Vorgehensweisen beachten.
Auswahl der Programme beim Erstellen des Installers
Der übliche Weg, um zu steuern, welche Programme installiert werden, ist der, beim Erstellen des Ninite-Installers nur die gewünschten Programme auszuwählen. Wenn man z. B. vermeiden möchte, dass ein bestimmtes Programm installiert wird, darf man es bei der Konfiguration auf der Ninite-Webseite gar nicht erst ankreuzen. Dadurch wird ein Installer mit genau den gewünschten Programmen erzeugt, und das unerwünschte Programm wird nicht berücksichtigt.
Keine Möglichkeit, bereits inkludierte Programme auszuschließen
Einmal erstellte Ninite-Installer umfassen die gesamte Auswahl an Programmen, die beim Erstellen angeklickt wurden. Es gibt keine offizielle Option, um nachträglich einzelne Programme von der Ausführung auszuschließen. Ninite kümmert sich selbst darum, installierte Programme zu aktualisieren oder neu zu installieren, ohne diese aus der Liste zu entfernen.
Wenn ein Installer einmal erstellt wurde und z. B. Programme enthält, die man künftig nicht mehr installieren möchte, bleibt nur die Möglichkeit, einen neuen Installer mit einer neuen Programmauswahl zu generieren.
Workarounds und technische Möglichkeiten
Für fortgeschrittene Nutzer gibt es gewisse Tricks, wenn man einzelne Anwendungen nicht installieren möchte, obwohl sie im Installer enthalten sind. Eine Möglichkeit wäre, die Installation bestimmter Programme auf Betriebssystemebene zu blockieren. Beispielsweise kann man den Installer von Ninite in einer Umgebung ausführen, in der Zugriffe auf bestimmte Verzeichnisse oder Installationsdateien durch Gruppenrichtlinien oder Zugriffsrechte verhindert werden. Dadurch schlägt zwar die Installation dieses Programms fehl, dies ist allerdings nicht elegant und kann zu Fehlermeldungen führen.
Ein weiterer Ansatz ist, vor der Ausführung von Ninite bereits installierte Programme zu entfernen oder die Installation zu überspringen, beispielsweise mit einem Skript, das gezielt Programme deinstalliert oder den Installer in Kombination mit PowerShell-Bedingungen steuert. Ninite selbst bietet aber keine eingebauten Parameter, um einzelne Programme auszuschließen.
Fazit
Das Ausschließen einzelner Programme von einer Ninite-Installation erfolgt am sichersten und saubersten durch die bewusste Auswahl auf der Ninite-Webseite vor dem Download des Installers. Nachträglich einzelne Programme aus einem erstellten Installer auszuschließen ist mit Bordmitteln von Ninite nicht möglich. Wer hier mehr Flexibilität benötigt, sollte entweder mehrere Installer mit unterschiedlicher Programmzusammenstellung erstellen oder alternative Tools und Skripte in Betracht ziehen, um die Installation feiner zu steuern.
