Wie kann ich DocFetcher per Kommandozeile bedienen?

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  1. Installation und Vorbereitung
  2. Grundlegende Befehle und Optionen
  3. Suche per Kommandozeile
  4. Zusätzliche Tipps und Hinweise

DocFetcher ist eine Open-Source-Desktop-Suchanwendung, die es ermöglicht, lokal gespeicherte Dokumente schnell zu durchsuchen.

Ursprünglich ist DocFetcher als grafisches Programm konzipiert, bietet aber auch eine eingeschränkte Kommandozeilensteuerung.

Diese Funktionalität eignet sich besonders, wenn man automatisierte Suchen durchführen oder Skripte mit Suchfunktionen kombinieren möchte.

Installation und Vorbereitung

Zunächst muss DocFetcher auf Ihrem System installiert sein. Die aktuellste Version kann von der offiziellen Webseite heruntergeladen werden.

Da DocFetcher in Java geschrieben ist, benötigen Sie eine funktionierende Java-Laufzeitumgebung (JRE) auf Ihrem System, um das Programm auszuführen.

Nach der Installation befindet sich im Installationsverzeichnis eine ausführbare Datei (unter Windows meist DocFetcher.exe, unter Linux ein Shell-Skript oder eine JAR-Datei).

Für die Kommandozeilenbedienung wird meist die Java-JAR-Datei verwendet, die Sie mit einem Befehl wie java -jar DocFetcher.jar aufrufen können.

Grundlegende Befehle und Optionen

DocFetcher bietet über die Kommandozeile vor allem Funktionen rund um das Erstellen und Aktualisieren von Suchindizes. Eine direkte Suche über die Kommandozeile, die Ergebnisse ausgibt, ist im Standardumfang eher eingeschränkt.

Die grundlegende Steuerung erfolgt über Parameter, mit denen Sie z.B. Indizes anlegen, aktualisieren oder löschen können.

Um den Index eines bestimmten Verzeichnisses zu aktualisieren, können Sie folgenden Befehl verwenden:

java -jar DocFetcher.jar -rebuildindex "Pfad/zum/Verzeichnis"

Dabei wird der Suchindex für das angegebene Verzeichnis neu aufgebaut. Das kann einige Zeit dauern, je nach Größe des Verzeichnisses und Anzahl der Dateien.

Möchten Sie eine bestehende Indexdatei verwenden, können Sie mit der Option -indexfile explizit eine bestimmte Indexdatei angeben. Beispiel:

java -jar DocFetcher.jar -indexfile "Pfad/zum/Indexfile"

Suche per Kommandozeile

DocFetcher selbst bietet keine vollumfängliche Kommandozeilensuche mit Ausgabe auf die Konsole an. Das Programm ist primär für die GUI-Nutzung konzipiert.

Allerdings können Sie Workarounds verwenden, indem Sie die vorhandenen Indizes nutzen und beispielsweise andere Tools oder Skripte einsetzen, die diese Indexdateien lesen.

Alternativ kann man über die GUI von DocFetcher Suchanfragen formulieren und die Ergebnisse exportieren, um diese dann weiterzuverarbeiten.

Für komplexe automatisierte Suchen empfehlen sich oft spezialisierte Kommandozeilen-Tools wie recoll, grep oder ripgrep kombiniert mit Dokumentenindizierung.

Möchten Sie dennoch DocFetcher als reines Indexierungswerkzeug nutzen und die GUI zum Suchen, ist die Kommandozeilensteuerung für den Index ausreichend.

Zusätzliche Tipps und Hinweise

Sie können die Kommandozeilenoptionen von DocFetcher abrufen, indem Sie den Befehl java -jar DocFetcher.jar -help oder --help ausführen. Dort werden die verfügbaren Flags und Parameter aufgelistet.

Falls Sie DocFetcher häufiger per Kommandozeile einsetzen möchten, empfiehlt es sich, Batch- oder Shell-Skripte zu schreiben, die Indexierungsaufgaben automatisieren und die Indizes aktuell halten.

Dabei kann ein Zeitplaner wie der Windows Task Scheduler oder cron unter Linux helfen, um regelmäßige Indexaktualisierungen ohne manuelles Eingreifen durchzuführen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass DocFetcher zwar über Kommandozeilenparameter zum Indexieren und Verwalten von Suchindizes verfügt, jedoch für die reine Suche die GUI die Hauptschnittstelle darstellt.

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