Wie kann ich die Bildschirmauflösung einer GNOME Boxes VM ändern?
- Einleitung
- Automatische Skalierung und Auflösung in GNOME Boxes
- Manuelle Anpassung der Bildschirmauflösung im Gastsystem
- Installation von Gasterweiterungen für bessere Integration
- Direkte Konfiguration über die Kommandozeile
- Fazit
Einleitung
GNOME Boxes ist eine benutzerfreundliche Virtualisierungssoftware, die es ermöglicht, virtuelle Maschinen (VMs) einfach zu erstellen und zu verwalten. Wenn Sie eine VM in GNOME Boxes nutzen, möchten Sie möglicherweise die Bildschirmauflösung anpassen, um die Anzeige an Ihren Monitor oder Ihre Bedürfnisse anzupassen. Dies kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein, etwa um mehr Platz auf dem Desktop zu haben oder eine schärfere Darstellung zu erreichen.
Automatische Skalierung und Auflösung in GNOME Boxes
GNOME Boxes versucht in der Regel, die Bildschirmauflösung der virtuellen Maschine automatisch an die Fenstergröße anzupassen. Wenn Sie die VM starten, erkennt die Software meist die beste Auflösung basierend auf der Größe des GNOME Boxes-Fensters. Durch Verändern der Fenstergröße der VM ändert sich häufig auch die Auflösung im Gastsystem automatisch. Diese Funktion ist ideal für schnelle Anpassungen, funktioniert aber nicht immer perfekt, besonders wenn das Gastsystem die automatische Auflösungserkennung nicht unterstützt.
Manuelle Anpassung der Bildschirmauflösung im Gastsystem
Falls die automatische Anpassung nicht zum gewünschten Ergebnis führt, ist es möglich, die Bildschirmauflösung direkt im Gastsystem zu ändern. Dazu loggen Sie sich in die virtuelle Maschine ein und öffnen die Anzeigeeinstellungen, wie Sie es auf einem physikalischen Computer auch tun würden.
Unter einem Linux-Gastsystem, das GNOME verwendet, öffnen Sie beispielsweise die Einstellungen und navigieren zum Abschnitt Bildschirm oder Anzeige. Dort können Sie die gewünschte Auflösung auswählen und übernehmen. Bei Windows-Virtualisierungen öffnen Sie die Anzeigeeinstellungen unter Systemsteuerung oder den Einstellungen und passen die Bildschirmauflösung an.
Installation von Gasterweiterungen für bessere Integration
Für eine bessere Kommunikation zwischen Host und VM sowie um Funktionen wie dynamische Auflösung zu ermöglichen, empfiehlt es sich, sogenannte Gasterweiterungen oder Gast-Additions zu installieren. Bei einem auf KVM basierenden Setup, welches GNOME Boxes häufig nutzt, kann dies die Installation von SPICE vdagent oder bei Windows-Gastsystemen die Installation der passenden Treiber umfassen.
Im Fall von Linux-Gastsystemen installieren Sie beispielsweise das Paket spice-vdagent über den Paketmanager. Das ermöglicht eine bessere Integration, wie automatisches Anpassen der Bildschirmauflösung oder die gemeinsame Nutzung der Zwischenablage. Nach der Installation dieser Erweiterungen starten Sie die VM neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Direkte Konfiguration über die Kommandozeile
Wenn eine manuelle grafische Anpassung nicht möglich ist, können Sie die Auflösung innerhalb der VM auch über die Kommandozeile einstellen. Bei Linux-Systemen kann das Werkzeug xrandr genutzt werden, um die Auflösung zu verändern. Mit Befehlen wie xrandr --output Display-Name --mode Auflösung lässt sich die gewünschte Auflösung setzen.
Falls die gewünschte Auflösung nicht in der Liste aller verfügbaren Modi angezeigt wird, können Sie diese hinzufügen, indem Sie zunächst einen neuen Modline mittels cvt (z.B. cvt 1920 1080) erzeugen und diesen mit xrandr --newmode und xrandr --addmode aktivieren.
Fazit
Die Bildschirmauflösung einer GNOME Boxes VM lässt sich auf mehreren Wegen ändern: Automatisch durch Anpassen der Fenstergröße, manuell über die Anzeigeeinstellungen im Gastsystem oder durch Installation von Gasterweiterungen, die eine dynamische Anpassung ermöglichen. Fortgeschrittene Nutzer können zusätzlich xrandr verwenden, um die Auflösung direkt über die Kommandozeile zu steuern. Je nach eingesetztem Gastsystem und Ihren Anforderungen können Sie so eine optimale Darstellung Ihrer VM erreichen.
