Wie kann ich den Zugriff auf gespeicherte Credentials mit einem Passwort schützen?
- Einleitung
- Warum ist ein Passwortschutz notwendig?
- Grundprinzipien des Passwortschutzes auf gespeicherte Credentials
- Konkrete technische Umsetzung
- Wichtige Hinweise zur Implementierung
- Praxisbeispiel (konzeptionell)
- Fazit
Einleitung
Das Schützen von gespeicherten Zugangsdaten (Credentials) durch ein Passwort stellt eine wichtige Sicherheitsmaßnahme dar,
insbesondere wenn sensible Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Token lokal gespeichert werden.
Ziel ist es, unbefugten Zugriff zu verhindern, selbst wenn jemand Zugang zum Speicherort der Daten erlangt.
Warum ist ein Passwortschutz notwendig?
Oftmals werden Credentials in Dateien, Datenbanken oder speziellen Speichern (z. B. im Browser oder im Betriebssystem) abgelegt.
Ohne zusätzliche Verschlüsselung oder Zugriffskontrolle könnte jemand, der auf diese Speicherorte zugreift, die Zugangsdaten einfach auslesen.
Durch den Einsatz eines Passwortes als Schlüssel für die Verschlüsselung wird die Vertraulichkeit der Daten gewährleistet.
Somit sind die Credentials selbst bei physischem Zugriff auf die gespeicherten Dateien geschützt.
Grundprinzipien des Passwortschutzes auf gespeicherte Credentials
Im Kern funktioniert der Schutz folgendermaßen: Die Zugangsdaten werden nicht im Klartext abgelegt, sondern verschlüsselt.
Ein Passwort wird vom Benutzer eingegeben und dient als Grundlage, um aus ihm einen kryptographischen Schlüssel zu erzeugen.
Dieser Schlüssel verschlüsselt die gespeicherten Credentials. Wird das richtige Passwort eingegeben, kann der Schlüssel wiederhergestellt werden,
Konkrete technische Umsetzung
Zur Umsetzung empfiehlt sich der Einsatz bewährter kryptographischer Verfahren. Ein typischer Ablauf ist folgender:
Zuerst wird das Passwort mit einer sogenannten Key-Derivation-Funktion (z.B. PBKDF2, Argon2 oder scrypt) verarbeitet.
Diese Funktionen erzeugen aus dem Passwort und einem zufälligen Salt einen starken Schlüssel, der sich zur Verschlüsselung eignet.
Das Salt ist wichtig, um Angriffe auf mehrere Passwörter gleichzeitig zu erschweren und sollte zusammen mit den verschlüsselten Daten gespeichert werden.
Danach wird die Verschlüsselung mit einem sicheren Algorithmus wie AES im GCM-Modus (bietet Authentizität und Vertraulichkeit) umgesetzt.
Dabei erzeugt das Ent- und Verschlüsseln auch einen Initialisierungsvektor (IV), der ebenfalls gespeichert werden muss, um die Daten korrekt entschlüsseln zu können.
Wichtige Hinweise zur Implementierung
Es ist entscheidend, niemals selbst kryptographische Algorithmen oder Protokolle zu entwerfen. Stattdessen sollte man auf bewährte Bibliotheken zurückgreifen, die von Sicherheitsexperten geprüft wurden.
Zudem muss darauf geachtet werden, das Passwort nie im Speicher in Klartext zu belassen und Passworteingaben sicher zu behandeln.
Das gespeicherte Salt und IV dürfen zwar unverschlüsselt sein, da sie nicht geheim sind, aber sie müssen zusammen mit den verschlüsselten Credentials verwaltet werden.
Bei einer fehlerhaften Speicherung oder schwachem Passwortschutz kann es ansonsten zu Datenverlust oder Kompromittierung kommen.
Praxisbeispiel (konzeptionell)
Angenommen, Sie schreiben ein Programm, das Zugangsdaten in einer Datei speichern will. Der Nutzer gibt einmal ein Passwort ein, um die Datei zu entschlüsseln.
Das Programm generiert daraus mithilfe von PBKDF2 den Schlüssel, verschlüsselt die Zugangsdaten mit AES-GCM und speichert die Ergebnisse.
Beim nächsten Start wird das Passwort erneut eingegeben und der Vorgang zur Entschlüsselung durchgeführt. Erst wenn das richtige Passwort verwendet wird, können die Zugangsdaten gelesen werden.
Fazit
Der Zugriffsschutz auf gespeicherte Credentials mittels Passwort beruht im Wesentlichen auf starker Verschlüsselung, bei der das Passwort als Schlüssel dient.
Durch den Einsatz moderner, geprüfter kryptographischer Verfahren und korrekter Handhabung von Schlüsseln, Salt und Initialisierungsvektoren können gespeicherte Zugangsdaten wirkungsvoll vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.
Bei der Umsetzung ist es ratsam, auf etablierte Bibliotheken und Frameworks zurückzugreifen und die Benutzer auf die Wichtigkeit eines sicheren Passwortes hinzuweisen.
