Wie kann ich BenchMark Factory-Testläufe automatisiert starten?

Melden
  1. Einführung in die Automatisierung von Benchmark Factory-Testläufen
  2. Verwendung von Kommandozeilenparametern und Skripten
  3. Integration mit Task-Scheduler oder CI/CD-Systemen
  4. Nutzung von APIs oder Programmierschnittstellen
  5. Ergebnisverarbeitung und Reporting
  6. Zusammenfassung

Einführung in die Automatisierung von Benchmark Factory-Testläufen

Benchmark Factory ist ein bekanntes Tool zur Leistungsanalyse von Datenbanken, das häufig im Bereich der Performance-Tests eingesetzt wird. Um BenchMark Factory-Testläufe automatisiert zu starten, gibt es verschiedene Ansätze, die abhängig von der eingesetzten Version und den vorhandenen Schnittstellen sind. Ziel einer Automatisierung ist es, Testläufe ohne manuelle Eingriffe zu starten, zu überwachen und Ergebnisse zu sammeln, um wiederholbare und effiziente Lasttests durchzuführen.

Verwendung von Kommandozeilenparametern und Skripten

Ein wesentlicher Weg zur Automatisierung ist die Nutzung der Kommandozeilenschnittstelle, die Benchmark Factory anbietet. Über Kommandozeilenparameter kann man Testpläne (.bpf-Dateien) direkt aufgerufen und ausgeführt werden. Dieses Feature erlaubt, spezifische Tests ohne grafische Benutzeroberfläche zu starten. Das Grundprinzip sieht vor, ein Skript (z.B. Batch-Datei unter Windows oder Shell-Skript unter Linux) zu erstellen, das den Benchmark Factory-Client mit den erforderlichen Parametern aufruft.

Beispielsweise könnte folgender Befehl genutzt werden, um einen Testplan zu starten:

BenchmarkFactory.exe /run "Pfad\zum\Testplan.bpf" /silent

Die Option /run startet den jeweiligen Testplan, während /silent dafür sorgt, dass die Ausgabe ohne Benutzerinteraktion erfolgt. Ergänzend können weitere Parameter definiert werden, um z.B. die Ausgabeformate, Logfiles oder Testdauer zu beeinflussen.

Integration mit Task-Scheduler oder CI/CD-Systemen

Um regelmäßige oder zeitgesteuerte Testläufe zu realisieren, empfiehlt sich die Kombination des Kommandozeilenaufrufs mit dem Windows Task-Scheduler oder einem ähnlichen Automatisierungstool. So kann der Benchmark Factory-Testlauf zu festen Zeiten oder bei bestimmten Ereignissen automatisch gestartet werden. Dabei wird das Skript, das den Kommandozeilenaufruf enthält, einfach als geplante Aufgabe eingetragen.

Für komplexere Szenarien, insbesondere in Entwicklungs- oder Testumgebungen, ist der Einsatz von Continuous Integration/Continuous Deployment (CI/CD)-Tools wie Jenkins, Azure DevOps oder GitLab CI ebenfalls möglich. Diese Tools können den Benchmark Factory-Aufruf in ihre Pipeline integrieren und so Testläufe automatisch nach jeder Änderung oder in definierten Intervallen ausführen.

Nutzung von APIs oder Programmierschnittstellen

Je nach Version von Benchmark Factory steht möglicherweise eine API oder COM-Schnittstelle (Component Object Model) zur Verfügung, mit der Testläufe programmatisch kontrolliert werden können. Eine solche Schnittstelle ermöglicht es, über Skriptsprachen wie PowerShell, VBScript oder auch Programmiersprachen wie C# Testläufe zu starten, zu stoppen und Ergebnisse abzufragen.

Diese Lösung bietet die höchste Flexibilität, da sich Testläufe individuell steuern lassen und in bestehende Anwendungen eingebunden werden können. Dabei müssen aber die genauen API-Dokumentationen des Herstellers konsultiert werden, um die jeweiligen Methoden und Parameter korrekt zu verwenden.

Ergebnisverarbeitung und Reporting

Ein wichtiger Bestandteil der Automatisierung ist auch das automatische Sammeln und Auswerten der Testergebnisse. Benchmark Factory erlaubt oft die Konfiguration von Exportdateien in Form von CSV, XML oder anderen Formaten, die anschließend von weiteren Skripten analysiert werden können. Beim automatisierten Ablauf empfiehlt es sich, nach Beendigung des Tests Programme oder Skripte zu starten, die die Ergebnisse verarbeiten, um so nachvollziehbare Berichte oder Visualisierungen zu erzeugen.

Zusammenfassung

Das automatisierte Starten von Benchmark Factory-Testläufen erfolgt meist über die Kommandozeilenschnittstelle in Verbindung mit Skripten und Automatisierungstools wie dem Task-Scheduler oder CI/CD-Systemen. Für noch größere Flexibilität kann eine API oder COM-Schnittstelle zum programmatischen Steuern der Testläufe genutzt werden. Entscheidend ist die sorgfältige Planung der Ablaufsteuerung und der Ergebnisverarbeitung, um einen zuverlässigen und reproduzierbaren Testprozess zu gewährleisten.

0

Kommentare