Wie kann ich Angry IP Scanner mit einer Firewall ausführen?
- Grundlagen der Firewall und Angry IP Scanner
- Ausnahmen in der Windows-Firewall anlegen
- Regeln in Drittanbieter-Firewalls konfigurieren
- Netzwerk- und Administratorrechte beachten
- Zusammenfassung und Tipps
Grundlagen der Firewall und Angry IP Scanner
Eine Firewall dient dazu, unerwünschte Netzwerkzugriffe zu blockieren oder zu erlauben, um so das System vor Angriffen oder ungewolltem Datenverkehr zu schützen. Angry IP Scanner ist ein Werkzeug zum schnellen Scannen von IP-Adressen und Ports in einem Netzwerk. Da es zum Netzwerkscannen arbeitet, kann es vorkommen, dass eine Firewall die Scans blockiert oder den Start von Angry IP Scanner selbst verhindert. Um Angry IP Scanner dennoch korrekt nutzen zu können, müssen Sie entsprechende Ausnahmen oder Regeln in der Firewall anlegen.
Ausnahmen in der Windows-Firewall anlegen
Für Nutzer von Windows ist die integrierte Windows Defender Firewall meist die größte Hürde, wenn es darum geht, Netzwerktools wie Angry IP Scanner auszuführen. Um zu verhindern, dass die Firewall den Netzwerkverkehr oder Programmstart blockiert, öffnen Sie am besten die Windows-Firewall-Einstellungen über die Systemsteuerung oder das Suchfeld im Startmenü. Dort gibt es den Punkt App durch Firewall zulassen. In der Liste der erlaubten Apps und Features prüfen Sie, ob Angry IP Scanner bereits vorhanden und aktiviert ist. Falls nicht, fügen Sie das Programm manuell hinzu, indem Sie auf Andere App zulassen klicken und die ausführbare Datei von Angry IP Scanner auswählen. Wichtig ist, dass Sie sowohl private als auch öffentliche Netzwerke aktivieren, je nachdem, in welchem Netzwerk Sie arbeiten möchten.
Regeln in Drittanbieter-Firewalls konfigurieren
Sollte auf Ihrem System eine Drittanbieter-Firewall zum Einsatz kommen, etwa von Herstellern wie Norton, Kaspersky, Bitdefender oder ähnlichen, gestaltet sich das Vorgehen ähnlich. Öffnen Sie die Benutzeroberfläche der Firewall und suchen Sie nach einer Sektion für Programmausnahmen oder Anwendungsfilter. Dort kann man normalerweise neue Programme definieren, die uneingeschränkten Netzwerkzugriff erhalten sollen. Fügen Sie Angry IP Scanner hinzu und erlauben Sie eingehenden sowie ausgehenden Datenverkehr. Manchmal sind detailliertere Einstellungen möglich, zum Beispiel auf bestimmten Ports oder Protokollen. Da Angry IP Scanner dabei ist, mehrere IP-Adressen und Ports zu scannen, ist es meist sinnvoll, den gesamten Netzwerkzugriff zu erlauben, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
Netzwerk- und Administratorrechte beachten
Damit Angry IP Scanner richtig arbeitet, sind gegebenenfalls Administratorrechte notwendig, besonders wenn Sie IP-Adressen im lokalen Netz oder in geschützten Subnetzen scannen wollen. Starten Sie daher das Programm mit Administratorrechten, indem Sie es mit einem Klick der rechten Maustaste öffnen und Als Administrator ausführen wählen. Die Firewall kann zusätzliche Sicherheitsabfragen stellen, auch hier sollten Sie den Zugriff aktiv erlauben. Ebenfalls sollten Sie wissen, dass manche Netzwerkumgebungen von Firmen oder Behörden zusätzliche Schutzmechanismen wie Proxyserver oder Netzwerkzugriffskontrollen besitzen, die ein Scannen durch Angry IP Scanner verhindern oder einschränken können.
Zusammenfassung und Tipps
Um Angry IP Scanner mit einer Firewall problemlos auszuführen, ist die Anpassung der Firewall-Regeln oder Ausnahmen notwendig, sowohl bei der Windows-Firewall als auch bei anderen Sicherheitsprogrammen. Es ist wichtig, dass das Programm in der Liste erlaubter Apps eingetragen wird, um den Netzwerkverkehr nicht zu blockieren. Administratorrechte stellen sicher, dass alle Funktionen des Scanners richtig genutzt werden können. Bei Unsicherheiten sollten Sie die Dokumentation Ihrer Firewall konsultieren oder gegebenenfalls den IT-Support hinzuziehen, um eine sichere und regelkonforme Nutzung zu gewährleisten.
