Wie kann ich 7-Zip per Kommandozeile automatisiert nutzen?

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  1. Grundlagen der 7-Zip Kommandozeile
  2. Archiv erstellen (komprimieren)
  3. Archiv entpacken
  4. Weitere nützliche Befehle und Optionen
  5. Automatisierung und Einsatz in Skripten
  6. Fazit

7-Zip ist ein beliebtes Open-Source-Komprimierungstool, mit dem Dateien und Ordner komprimiert sowie entpackt werden können. Neben der grafischen Benutzeroberfläche bietet 7-Zip auch eine mächtige Kommandozeilenschnittstelle, die sich hervorragend für automatisierte Aufgaben eignet. Im Folgenden wird ausführlich beschrieben, wie Sie 7-Zip über die Kommandozeile verwenden und automatisieren können.

Grundlagen der 7-Zip Kommandozeile

Das Kommandozeilenprogramm von 7-Zip heißt 7z.exe. Dieses können Sie entweder direkt aus dem Installationsverzeichnis von 7-Zip aufrufen oder, wenn Sie den Pfad zur ausführbaren Datei in die Umgebungsvariable PATH aufgenommen haben, von jedem beliebigen Verzeichnis aus. Die allgemeine Syntax lautet:

7z

Hierbei ist <Befehl> der Vorgang, den Sie ausführen möchten, wie z. B. "a" zum Hinzufügen (Archiv erstellen), "x" zum Extrahieren usw.

Archiv erstellen (komprimieren)

Um ein neues Archiv zu erstellen und Dateien hinein zu komprimieren, verwenden Sie den Befehl a. Ein Beispiel:

7z a archivname.7z datei1.txt ordner1\*

Dieses Kommando erstellt ein Archiv mit dem Namen archivname.7z und fügt die Datei datei1.txt sowie alle Dateien aus dem Verzeichnis ordner1 hinzu. 7-Zip unterstützt verschiedene Archivformate, wobei .7z das Standardformat ist. Für ZIP-Archive können Sie auch archivname.zip verwenden.

Archiv entpacken

Um ein Archiv zu entpacken, gibt es mehrere Optionen. Der Befehl x extrahiert Dateien mit vollständigen Pfaden:

7z x archivname.7z -oZielordner

Hierbei wird das Archiv archivname.7z nach Zielordner entpackt. Die Option -o (ohne Leerzeichen dazwischen) gibt den Zielordner an. Falls Sie keine Angabe machen, werden die Dateien im aktuellen Verzeichnis extrahiert.

Weitere nützliche Befehle und Optionen

Über die Befehle t (Testen), l (Liste), u (Update) und weitere kann die Funktionalität erweitert werden. So können Archive auf Fehler geprüft oder Listen des Inhalts erstellt werden. Hier ein Beispiel, um den Inhalt eines Archivs anzuzeigen:

7z l archivname.7z

Zudem können Sie die Kompressionsstufe mit der Option -mx= steuern, wobei 0 keine Kompression und 9 maximale Kompression bedeutet:

7z a -mx=9 archivname.7z datei.txt

Automatisierung und Einsatz in Skripten

Für die Automatisierung ist es üblich, 7-Zip Kommandos in Batch-Dateien (.bat) unter Windows, Shell-Skripten (.sh) unter Linux oder PowerShell-Skripten auszuführen. Beispielsweise können Sie ein Batch-Skript schreiben, das täglich automatische Backups komprimiert oder entpackt.

Beispiel Batch-Skript zum Erstellen eines Archivs:

@echo offset ZIPPATH="C:\Program Files\7-Zip\7z.exe"set QUELLE="C:\Daten"set ZIEL="C:\Backup\dailybackup.7z"%ZIPPATH% a -mx=5 %ZIEL% %QUELLE%\*

Dieses Skript legt fest, wo 7-Zip liegt, welche Datenquelle komprimiert und wohin das Archiv gespeichert wird. Sie können dieses Skript auch über die Windows-Aufgabenplanung oder andere Scheduler automatisch ausführen lassen.

Fazit

Die Verwendung von 7-Zip über die Kommandozeile ermöglicht eine flexible und leistungsfähige Automatisierung der Archivierung von Dateien. Mit den verschiedenen Befehlen und Optionen lassen sich nahezu alle gewünschten Kompressions- und Extraktionsvorgänge steuern. Durch Integration in Skripte können somit zeitsparende und zuverlässige Workflows geschaffen werden.

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