Wie erkenne und behebe ich korrupt gespeicherte Einträge im Credential Manager?
- Einführung in den Credential Manager und mögliche Ursachen für Korruption
- Symptome und Anzeichen korrupt gespeicherter Credentials
- Wie Sie korrupt gespeicherte Einträge erkennen
- Behebung korrupt gespeicherter Credential-Einträge
- Systemweite Lösungsansätze und Tools
- Vorbeugung und regelmäßige Wartung
- Fazit
Einführung in den Credential Manager und mögliche Ursachen für Korruption
Der Windows Credential Manager ist ein nützliches Tool zur Verwaltung von Zugangsdaten wie Passwörtern und Zertifikaten. Manchmal können gespeicherte Einträge jedoch korrupt werden, was dazu führt, dass sie nicht mehr funktionieren oder Fehlermeldungen beim Zugriff auf Dienste hervorrufen. Typische Ursachen für derartige Korruption können Systemabstürze, fehlerhafte Updates oder Probleme mit dem Profil des Benutzers sein.
Symptome und Anzeichen korrupt gespeicherter Credentials
Korrupt gespeicherte Einträge zeigen sich häufig durch eine Fehlfunktion des entsprechenden Dienstes oder Programms, das diese Zugangsdaten verwendet. So kann es vorkommen, dass sich eine Anwendung nicht mehr automatisch anmeldet oder wiederholt nach Zugangsdaten fragt. Im Credential Manager selber können solche Einträge entweder nicht mehr korrekt dargestellt werden oder führen zu einer Fehlermeldung beim Versuch, sie zu öffnen oder zu bearbeiten.
Wie Sie korrupt gespeicherte Einträge erkennen
Um potenziell defekte Einträge zu identifizieren, öffnen Sie zunächst den Credential Manager über die Systemsteuerung oder mittels der Suche nach Credential Manager. Prüfen Sie die dort unter Windows-Anmeldeinformationen und Webanmeldeinformationen gelisteten Einträge genau. Achten Sie auf Einträge, die ungewöhnlich leer erscheinen, nicht geöffnet werden können oder deren Bearbeitung scheitert. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, im Ereignisprotokoll von Windows nach Meldungen im Zusammenhang mit dem Credential Manager oder dem Zwischenspeicher für Anmeldeinformationen zu suchen.
Behebung korrupt gespeicherter Credential-Einträge
Wenn Sie einen verdächtigen Eintrag identifiziert haben, ist es in der Regel nicht möglich, diesen direkt zu reparieren. Daher empfiehlt es sich, den betroffenen Eintrag zu löschen und anschließend neu anzulegen oder von der entsprechenden Anwendung neu speichern zu lassen. Dazu markieren Sie den Eintrag im Credential Manager und klicken auf Entfernen. Anschließend starten Sie Dienste oder Anwendungen, die diese Zugangsdaten benötigen, neu und geben die Zugangsdaten auf Aufforderung erneut ein. Das System legt dann neue, saubere Einträge an.
Systemweite Lösungsansätze und Tools
Falls mehrere Einträge betroffen sind oder der Credential Manager insgesamt instabil erscheint, kann ein Neustart des Credential-Dienstes hilfreich sein. Dies erfolgt über die Dienste-Verwaltung (services.msc) und den Dienst Credential Manager. Ein Neustart des Dienstes kann temporäre Probleme beseitigen. Sollte der Credential Manager weiterhin Fehlfunktionen zeigen, können Sie die Systemdateiprüfung sfc /scannow in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten durchführen, um beschädigte Systemdateien zu identifizieren und zu reparieren. Darüber hinaus existiert mit dem Tool cmdkey die Möglichkeit, Credentials per Kommandozeile zu listen und zu löschen, was in Skripten zur automatisierten Fehlerbehebung eingesetzt werden kann.
Vorbeugung und regelmäßige Wartung
Um zukünftig Korruption von Credential-Einträgen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, das System regelmäßig zu aktualisieren, stabile Anwendungen zu verwenden und plötzliche Systemabstürze zu minimieren. Ein Backup der Windows-Benutzerprofile oder speziell der Credential-Datenbank (in der Registry unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Credential Manager) kann bei größeren Problemen ebenfalls helfen, einen definierten Ausgangszustand wiederherzustellen.
Fazit
Korrupt gespeicherte Einträge im Credential Manager können die Nutzung von Diensten erheblich beeinträchtigen. Durch sorgfältiges Prüfen der gespeicherten Credentials, Nutzung von Systemtools zur Diagnostik und gegebenenfalls Löschung und Neuerstellung der Einträge lassen sich die meisten Probleme beheben. Dabei ist es hilfreich, sowohl grafische Werkzeuge als auch Kommandozeilenbefehle zu kennen und gezielt einzusetzen.
