Wie erhöhe ich die zugewiesene RAM-Größe für eine GNOME Boxes VM?
- Vorbereitung: VM herunterfahren
- RAM-Einstellungen anpassen über die Box-Einstellungen
- Alternative Methode: Anpassung über die Kommandozeile (optional)
- Zusammenfassung
GNOME Boxes ist ein benutzerfreundlicher Anwendungsmanager für virtuelle Maschinen, der insbesondere auf GNOME-Desktopumgebungen ausgerichtet ist. Wenn Sie die zugewiesene RAM-Größe für eine Ihrer virtuellen Maschinen (VM) erhöhen möchten, um beispielsweise bessere Performance oder Stabilität zu gewährleisten, müssen Sie einige Schritte beachten, da GNOME Boxes die Zuordnung von Ressourcen nicht unmittelbar während des laufenden Betriebes erlaubt.
Vorbereitung: VM herunterfahren
Zunächst ist es wichtig, dass die virtuelle Maschine, deren Arbeitsspeicher Sie anpassen möchten, vollständig heruntergefahren ist. GNOME Boxes erlaubt keine Änderung der RAM-Einstellungen, während die VM ausgeführt wird oder sich im pausierten Zustand befindet. Stellen Sie also sicher, dass Sie alle laufenden Prozesse in der VM ordnungsgemäß beendet haben und die VM ausgeschaltet wurde.
RAM-Einstellungen anpassen über die Box-Einstellungen
Öffnen Sie GNOME Boxes und wählen Sie die betreffende VM aus. Anschließend klicken Sie im Fenster der ausgewählten VM auf das Symbol für die Einstellungen. Dieses Symbol ist in der Regel durch ein Zahnrad oder Einstellungen gekennzeichnet und befindet sich oft oben rechts oder im Menü.
In den Einstellungen suchen Sie den Bereich, der sich mit Hardware-Ressourcen befasst. Hier finden Sie Optionen wie CPU, Speicher (RAM), Festplatte und Netzwerk. Der Arbeitsspeicher wird üblicherweise in Megabyte (MB) oder Gigabyte (GB) angezeigt. Dort können Sie die zugewiesene RAM-Größe durch Verschieben eines Reglers oder direkte Eingabe erhöhen.
Nach der Anpassung der RAM-Größe speichern Sie Ihre Änderungen. Diese werden erst wirksam, wenn die virtuelle Maschine das nächste Mal gestartet wird. Falls die VM mit einer zu hohen RAM-Zuweisung konfiguriert wird, die Ihr physisches System nicht bereitstellen kann, wird GNOME Boxes eine Warnung anzeigen oder die VM lässt sich nicht starten. Achten Sie daher darauf, dass Sie nicht mehr Arbeitsspeicher zuweisen, als auf Ihrem Host-System verfügbar ist.
Alternative Methode: Anpassung über die Kommandozeile (optional)
Falls GNOME Boxes die RAM-Einstellungen für eine bestimmte VM nicht direkt über die Benutzeroberfläche anzeigt oder verändert, können Sie alternativ ein Tool wie virsh verwenden, das mit libvirt zusammenarbeitet. Zunächst müssen Sie die VM-ID oder den Namen der VM herausfinden, beispielsweise mit virsh list --all.
Mit dem Befehl virsh edit VM-Name können Sie anschließend die XML-Konfigurationsdatei der VM bearbeiten. Suchen Sie nach dem Abschnitt <memory> und <currentMemory> und passen Sie die Werte an, indem Sie ihnen die gewünschte Größe in Kilobyte zuweisen (1 GB = 1048576 KB). Speichern Sie die Datei und starten Sie die VM neu.
Beachten Sie, dass diese Methode fortgeschrittene Kenntnisse erfordert und potenziell zu einer Inkonsistenz führen kann, wenn nicht korrekt durchgeführt. Die Verwendung der GNOME Boxes GUI bleibt die unkomplizierte Standardmethode.
Zusammenfassung
Zusammenfassend können Sie den Arbeitsspeicher einer VM in GNOME Boxes am besten erhöhen, indem Sie die VM vollständig herunterfahren, die Einstellungen öffnen, den RAM-Wert anpassen und die VM anschließend neu starten. Für spezielle Anforderungen und detailliertere Kontrolle stehen Ihnen außerdem libvirt-basierte Werkzeuge zur Verfügung, die Sie manuell bedienen können. Achten Sie dabei stets darauf, die verfügbaren Ressourcen Ihres Host-Systems nicht zu überschreiten.
