Wie deaktiviere ich die Passwortspeicherung in WinSCP?
- Einleitung
- Deaktivieren der Passwortspeicherung beim Anlegen oder Bearbeiten einer Sitzung
- Generelle Einstellungen in WinSCP zur Passwortspeicherung
- Sicherheitsaspekte und Alternative Methoden
- Fazit
Einleitung
WinSCP ist ein beliebter SFTP- und FTP-Client für Windows, mit dem Benutzer Dateien sicher zwischen ihrem Computer und einem Server austauschen können. Standardmäßig bietet WinSCP die Möglichkeit, Passwörter beim Anlegen oder Bearbeiten einer Verbindung zu speichern, um den Zugang zum Server zu erleichtern. Aus Sicherheitsgründen möchten viele Nutzer aber die Passwortspeicherung deaktivieren. Im Folgenden wird ausführlich beschrieben, wie Sie die Passwortspeicherung in WinSCP komplett ausschalten können.
Deaktivieren der Passwortspeicherung beim Anlegen oder Bearbeiten einer Sitzung
Wenn Sie eine neue Sitzung in WinSCP anlegen oder eine bestehende Sitzung bearbeiten, gibt es ein Eingabefeld für das Passwort. Um zu verhindern, dass WinSCP das Passwort speichert, dürfen Sie dieses Feld entweder leer lassen oder sicherstellen, dass das Häkchen bei Passwort speichern nicht gesetzt ist. Dadurch wird das Passwort nicht in den Sitzungsdaten gesichert, was bedeutet, dass Sie es bei jeder Verbindung manuell eingeben müssen.
Starten Sie dazu WinSCP und öffnen Sie den Sitzung speichern-Dialog. Beim Ausfüllen der Daten für die Verbindung sehen Sie das Passwortfeld. Achten Sie darauf, dass das Kontrollkästchen für eine automatische Passwortspeicherung deaktiviert ist oder entfernen Sie, falls vorhanden, manuell das Passwort. Abschließend speichern Sie die Sitzung ohne Passwort.
Generelle Einstellungen in WinSCP zur Passwortspeicherung
Um die Passwortspeicherung für alle Sitzungen zu unterbinden und nicht nur für einzelne Verbindungen, gibt es in WinSCP auch globale Einstellungen. Öffnen Sie dazu die Optionen unter Einstellungen im Menü Optionen oder drücken Sie die Tastenkombination Strg + , . Im Einstellungen-Fenster navigieren Sie zu der Kategorie Speichern. Dort finden Sie Optionen zur Passwortspeicherung und zum Speichern von Sitzungsdaten.
Entfernen Sie hier alle Häkchen, die die automatische Speicherung von Passwörtern erlauben. In der Regel sollte die Option "Passwörter speichern" deaktiviert sein, sodass WinSCP nur die Sitzungsnamen und Verbindungsinformationen speichert, nicht jedoch die Zugangsdaten. Nach dem Deaktivieren dieser Einstellung speichern Sie die Konfiguration ab. So verhindern Sie, dass WinSCP beim Anlegen oder Bearbeiten von Sitzungen Passwörter automatisch speichert.
Sicherheitsaspekte und Alternative Methoden
Da die Speicherung von Passwörtern ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellt, empfiehlt es sich generell, Passwörter nicht in der Software selbst abzulegen. Stattdessen bietet WinSCP auch Methoden an, über Schlüsseldateien (z. B. SSH-Schlüssel) eine passwortlose, dennoch sichere Verbindung herzustellen. Eine solche Methode ist meistens sicherer und umgehbarer als das dauerhafte Speichern von Passwörtern.
Zusätzlich können Sie die WinSCP-Konfigurationsdatei manuell bearbeiten oder löschen, falls bereits Passwörter gespeichert wurden, um diese zu entfernen. Die Konfigurationsdatei befindet sich in der Regel im Verzeichnis `%APPDATA%\WinSCP.ini` oder im Windows-Registrierungsschlüssel, abhängig von der WinSCP-Installation.
Fazit
Um die Passwortspeicherung in WinSCP zu deaktivieren, vermeiden Sie beim Anlegen oder Bearbeiten von Sitzungen das Eingeben von Passwörtern oder deaktivieren Sie spezifische Kontrollkästchen zur Passwortspeicherung. Zusätzlich sollten Sie in den globalen Einstellungen überprüfen, ob die automatische Speicherung von Passwörtern deaktiviert ist. Diese Maßnahmen erhöhen die Sicherheit Ihrer Zugangsdaten und sorgen dafür, dass Sie das Passwort bei jeder Verbindung manuell eingeben müssen.
