Wie aktiviere ich Proxy-Videos, um mit hochauflösendem Material in Kdenlive flüssiger zu arbeiten?

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  1. Was sind Proxy-Videos genau?
  2. Wie aktiviert man Proxy-Videos in Kdenlive?
  3. Praktische Tipps für den Umgang mit Proxy-Videos

Wenn Sie in Kdenlive mit hochauflösendem Videomaterial arbeiten, kann es vorkommen, dass die Wiedergabe und das Schneiden nicht flüssig laufen, insbesondere wenn Ihr Rechner nicht die höchste Leistung bietet. Um dieses Problem zu umgehen, bietet Kdenlive die Funktion der Proxy-Videos an. Proxy-Videos sind niedrigauflösende Kopien Ihrer Originalclips, die während der Bearbeitung verwendet werden, um die Performance zu verbessern. Sobald Sie exportieren, verwendet Kdenlive wieder das ursprüngliche, hochwertige Material.

Was sind Proxy-Videos genau?

Proxy-Videos sind Zwischendateien, die in einer geringeren Auflösung und mit geringerem Datenvolumen gespeichert werden. Dadurch entlasten sie die Prozessor- und Grafikkarte während der Bearbeitung. Diese Dateien werden automatisch aus Ihrem Originalmaterial generiert und sind kleiner, was einen flüssigeren Ablauf beim Schneiden und Abspielen ermöglicht. Beim finalen Export werden die Originaldateien verwendet, sodass Sie keine Qualitätsverluste befürchten müssen.

Wie aktiviert man Proxy-Videos in Kdenlive?

Um Proxy-Videos in Kdenlive zu nutzen, öffnen Sie zunächst Ihr Projekt und gehen ins Hauptmenü. Dort finden Sie unter den Einstellungen oder im Projektmenü eine Option namens Proxy-Videos aktivieren oder ähnlich. In neueren Versionen von Kdenlive ist diese Funktion meist gut sichtbar und direkt zugänglich. Durch das Aktivieren dieser Option veranlassen Sie Kdenlive, automatisch für jeden importierten Clip eine Proxy-Datei zu erstellen, sobald Sie diese in die Zeitleiste einfügen.

Nach dem Aktivieren wählen Sie zudem die gewünschte Proxy-Auflösung, meist stehen Varianten wie 720p oder sogar noch niedrigere Auflösungen zur Verfügung. Je niedriger die Auflösung, desto flüssiger das Bearbeiten, jedoch auf Kosten der Detailgenauigkeit während der Vorschau. Die Erstellung der Proxy-Dateien kann je nach Länge und Anzahl der Clips einige Zeit dauern, da die Dateien zunächst umkodiert werden müssen.

Praktische Tipps für den Umgang mit Proxy-Videos

Wenn Sie Proxy-Videos aktiviert haben, arbeitet Kdenlive automatisch mit diesen geringauflösenden Dateien, bis Sie das Projekt exportieren. Sollten Sie zwischendurch die hohe Qualität für Details im Bild benötigen, gibt es meist eine Schaltfläche oder Funktion, mit der Sie temporär auf das Originalmaterial umschalten können. Auch wichtig ist, dass Sie die Proxy-Dateien nicht manuell verschieben oder löschen, da sonst die Verknüpfung zu den Originalen verloren gehen kann.

Insgesamt sind Proxy-Videos eine sehr hilfreiche Funktion, um den Workflow mit UHD, 4K oder anderen hochauflösenden Formaten deutlich angenehmer zu gestalten. Indem Sie die Proxy-Videos aktivieren, optimieren Sie die Performance von Kdenlive, ohne Kompromisse bei der endgültigen Qualität Ihres Projekts einzugehen.

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