Wie aktiviere ich Hardwarebeschleunigung in SimpleScreenRecorder?

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  1. Einleitung zur Hardwarebeschleunigung
  2. Vorbereitungen und Voraussetzungen
  3. Hardwarebeschleunigung in SimpleScreenRecorder aktivieren
  4. Praktische Hinweise und Testen
  5. Zusammenfassung

Einleitung zur Hardwarebeschleunigung

Die Hardwarebeschleunigung ermöglicht es, die Ressourcen der Grafikkarte zur Videoaufnahme und -kodierung zu nutzen, anstatt den Prozessor ausschließlich zu beanspruchen. Dies führt zu einer flüssigeren Aufnahme bei gleichzeitig geringerem CPU-Verbrauch und kann die Qualität sowie Performance deutlich verbessern. SimpleScreenRecorder unterstützt verschiedene Arten der Hardwarebeschleunigung, abhängig vom verwendeten System und den verfügbaren Treibern.

Vorbereitungen und Voraussetzungen

Vor dem Aktivieren der Hardwarebeschleunigung müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Grafikkarte sowie deren Treiber korrekt installiert sind und Hardwarebeschleunigung unterstützen. Bei Nvidia-Karten sollte der proprietäre Nvidia-Treiber installiert sein, während für AMD- oder Intel-Grafikkarten oftmals die neuesten Open-Source- oder proprietären Treiber notwendig sind. Außerdem ist es wichtig, dass Sie eine passende Version von ffmpeg oder libav installiert haben, da SimpleScreenRecorder diese Bibliotheken zur Kodierung nutzt.

Hardwarebeschleunigung in SimpleScreenRecorder aktivieren

Öffnen Sie SimpleScreenRecorder und beginnen Sie mit dem Erstellen einer neuen Aufnahme. Im Aufnahme-Setup gelangen Sie zu den Einstellungen für Video- und Audiokodierung. Stellen Sie sicher, dass unter dem Reiter für die Videokodierung der verwendete Encoder auf einen Hardware-beschleunigten Codec eingestellt ist. Beispielsweise können Sie für Nvidia-Grafikkarten den Encoder h264_nvenc auswählen, für Intel h264_qsv und für AMD h264_amf, sofern diese Optionen verfügbar sind.

Sollte die Dropdown-Liste diese Encoder nicht anzeigen, müssen Sie möglicherweise ffmpeg mit Unterstützung für diese Hardware-Codecs installieren oder SimpleScreenRecorder mit der Option starten, die diese Encoder freischaltet. Es ist außerdem möglich, im Feld für benutzerdefinierte Encoder-Parameter die Hardwarebeschleunigung manuell zu aktivieren, indem Sie die entsprechenden Parameter für den Encoder hinzufügen.

Praktische Hinweise und Testen

Nachdem Sie den gewünschten Hardware-Encoder ausgewählt haben, starten Sie eine kurze Testaufnahme. Während der Aufnahme können Sie die CPU-Auslastung beobachten; bei aktiver Hardwarebeschleunigung sollte diese deutlich niedriger sein als bei der reinen Softwarekodierung. Achten Sie außerdem auf die Videoqualität und eventuelle Fehlermeldungen im SimpleScreenRecorder-Fenster oder in der Konsole.

Sollten Probleme auftreten, überprüfen Sie noch einmal die Treiber, die Kompatibilität Ihrer Grafikkarte sowie die Version von ffmpeg. Manchmal kann auch ein Update des Betriebssystems oder SimpleScreenRecorder selbst nötig sein, um vollumfängliche Hardwarebeschleunigung zu unterstützen.

Zusammenfassung

Die Aktivierung der Hardwarebeschleunigung in SimpleScreenRecorder verbessert die Leistung und reduziert die CPU-Belastung. Überprüfen Sie zunächst die Treiber und installierten Bibliotheken, wählen Sie dann in den Kodierungseinstellungen einen passenden Hardware-beschleunigten Encoder aus, und testen Sie die Aufnahme, um sicherzugehen, dass alles korrekt funktioniert. So können Sie Ihre Bildschirmaufnahmen effizienter und qualitativ hochwertiger gestalten.

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