Wie ändere ich das Standard-ISO-Verzeichnis in GNOME Boxes?

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  1. Warum gibt es keine direkte Einstellung in GNOME Boxes?
  2. Wie kann man trotzdem ein benutzerdefiniertes Verzeichnis nutzen?
  3. Workaround über Symlink
  4. Weitere technische Ansätze
  5. Fazit

GNOME Boxes ist eine Anwendung zur Virtualisierung, die es Benutzern erleichtert, virtuelle Maschinen (VMs) zu erstellen und zu verwalten. Beim Erstellen einer neuen VM fragt GNOME Boxes oft nach einer ISO-Datei, um das Betriebssystem zu installieren. Standardmäßig zeigt der Dateiauswahldialog dabei üblicherweise den Ordner ~/Downloads oder einen voreingestellten Pfad an. Wenn Sie jedoch ein anderes Standardverzeichnis für Ihre ISO-Dateien verwenden möchten, können Sie dies nicht direkt über die GUI von GNOME Boxes einstellen, da die Anwendung keinen eingebauten Einstellungsdialog für das Standard-ISO-Verzeichnis besitzt.

Warum gibt es keine direkte Einstellung in GNOME Boxes?

GNOME Boxes nutzt den nativen Dateiauswahldialog von GNOME, um Dateien auszuwählen. Dieser Dialog "merkt" sich in der Regel den zuletzt verwendeten Ordner, startet aber nicht zwingend immer mit demselben Verzeichnis. Das bedeutet, dass die Anwendung selbst keine immer gleiche Standardpfad-Konfiguration für ISO-Dateien besitzt, sondern sich auf das Verhalten des Dateimanagers stützt.

Wie kann man trotzdem ein benutzerdefiniertes Verzeichnis nutzen?

Da man das Standardverhalten nicht direkt in GNOME Boxes konfigurieren kann, gibt es folgende Möglichkeiten, um schneller auf ein eigenes ISO-Verzeichnis zuzugreifen:

Sie können das gewünschte ISO-Verzeichnis als Favorit im Dateiauswahldialog hinzufügen. Wenn Sie beispielsweise Ihre ISO-Dateien in ~/ISO speichern, öffnen Sie im Dateiauswahldialog einmal manuell diesen Ordner und klicken rechts auf Zu den Favoriten hinzufügen oder ziehen den Ordner in die Seitenleiste. Beim nächsten Öffnen des Dialogs können Sie so über die Favoritenleiste schnell auf das Verzeichnis zugreifen.

Alternativ empfiehlt es sich, alle ISO-Dateien zentral in einem Ordner abzulegen, der bereits als Favorit in der GNOME-Dateiverwaltung gesetzt ist. GNOME Boxes merkt sich dann in der Regel den zuletzt verwendeten Ordner und startet beim nächsten Mal im selben Verzeichnis.

Falls GNOME Boxes standardmäßig den ~/Downloads-Ordner öffnet, kann ein Symlink auf Ihr tatsächliches ISO-Verzeichnis im Downloads-Ordner helfen. Erstellen Sie dazu mit einem Terminal folgenden symbolischen Link:

ln -s ~/Ihr/ISO-Verzeichnis ~/Downloads/ISO

Damit können Sie selbst unter "Downloads" schnell auf die ISO-Dateien zugreifen. Dies ersetzt zwar nicht das Standardverzeichnis, beschleunigt aber den Zugriff.

Weitere technische Ansätze

Da GNOME Boxes Open-Source ist, könnten Sie theoretisch den Quellcode anpassen oder nach Plugins suchen, die eine solche Funktion erweitern. Das erfordert jedoch Programmierkenntnisse und ist für die meisten Anwender zu aufwendig.

Fazit

Eine direkte Einstellmöglichkeit für ein dauerhaftes Standard-ISO-Verzeichnis gibt es in GNOME Boxes nicht. Die komfortabelste Lösung besteht darin, Ihr ISO-Verzeichnis als Favorit im Dateimanager hinzuzufügen, so dass es im Öffnen-Dialog schnell erreichbar ist. Alternativ können symbolische Links helfen oder die Organisation der ISO-Dateien in einem gut zugänglichen Ordner. Für die meisten Anwender ist diese Lösung ausreichend, um den Zugriff auf die gewünschten ISO-Dateien deutlich zu vereinfachen.

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