Welche SAP Varianten werden transportiert und wie funktioniert der Transportprozess?
- Einführung in SAP Varianten
- Welche Varianten werden in SAP transportiert?
- Der Transportprozess von Varianten in SAP
- Besondere Hinweise und Best Practices
Einführung in SAP Varianten
In SAP-Systemen bezeichnet der Begriff Varianten vordefinierte Einstellungen oder Parameterkombinationen, die innerhalb verschiedener Anwendungen genutzt werden können. Varianten dienen dazu, Eingabewerte für Berichte, Programme oder Transaktionen zu speichern, damit diese bei erneuter Ausführung schnell wiederverwendet werden können. Dadurch wird die Effizienz im Arbeitsprozess erhöht und Fehler durch manuelle Eingaben minimiert.
Welche Varianten werden in SAP transportiert?
Grundsätzlich werden in SAP Varianten, die Benutzereinstellungen für Programme, Berichte oder Batch-Jobs enthalten, transportiert. Das umfasst insbesondere Varianten für Programmaufrufe, Druckprogramme oder Selektionsbildschirmvorgaben. Varianten können sowohl benutzerspezifisch als auch clientübergreifend angelegt sein. Nur Varianten, die im Customizing oder als clientübergreifend definiert sind, eignen sich für den Transport in andere Systeme. Varianten, die ausschließlich benutzerspezifisch sind, werden normalerweise nicht transportiert, da sie an ein einzelnes Benutzerkonto gebunden sind.
Der Transportprozess von Varianten in SAP
Der Transport von Varianten erfolgt im Rahmen des SAP-Transportsystems, welches Änderungen von einem Entwicklungssystem über ein Testsystem bis hin zum Produktivsystem bringt. Varianten werden im Transportauftrag erfasst und können so automatisiert in andere Systeme übernommen werden. Um eine Variante zu transportieren, wird sie zunächst im Development-System in einem Transportauftrag aufgenommen. Anschließend wird dieser Transportauftrag importiert, typischerweise vom Qualitäts- oder Testsystem ins Produktivsystem.
Während des Transports werden die Variantendaten aus der Variantentabelle gezogen und im Zielsystem eingespielt. Es ist wichtig, dass die Programme oder Berichte, auf die sich die Variante bezieht, bereits im Zielsystem vorhanden sind, da sonst die Variante nicht korrekt genutzt werden kann.
Besondere Hinweise und Best Practices
Es empfiehlt sich, Varianten stets in Verbindung mit den zugehörigen Transportaufträgen zu pflegen und zu dokumentieren, um die Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten. Auch sollte geprüft werden, ob eine Variante clientübergreifend genutzt werden soll oder nur für einzelne Benutzer gültig bleibt. Für geschäftskritische Varianten ist es sinnvoll, vor dem Transport umfangreiche Tests durchzuführen, um fehlerhafte Parameter oder inkompatible Programme auszuschließen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Varianten in SAP wichtige Hilfsmittel für automatisierte Prozesse sind, die durch das SAP-Transportsystem zuverlässig zwischen Systemen übertragen werden können, sofern sie entsprechend vorbereitet und verwaltet werden.
