Welche Audioeinstellungen sind ideal, um Tonprobleme in RetroArch zu vermeiden?

Melden
  1. Wahl des Audio-Treibers
  2. Standard-Samplingrate anpassen
  3. Audio Puffergröße konfigurieren
  4. Audio-Backend-Optionen und Synchronisation
  5. Hardwarebeschleunigung und Hintergrundprogramme
  6. Fazit

Wahl des Audio-Treibers

Einer der wichtigsten Faktoren für eine stabile und verzögerungsfreie Audiowiedergabe in RetroArch ist die Wahl des Audio-Treibers. Unter Windows hat sich WASAPI als besonders zuverlässig erwiesen, da dieser eine geringe Latenz und eine gute Kompatibilität bietet. Auf Linux-Systemen sind PulseAudio oder besser noch ALSA oft die optimale Wahl, wobei ALSA für eine direktere und latenzärmere Verarbeitung sorgt. Auf macOS empfiehlt sich standardmäßig CoreAudio. Es ist wichtig, den Treiber auszuwählen, der am besten zur verwendeten Plattform passt, um Störungen oder Verzögerungen beim Ton zu vermeiden.

Standard-Samplingrate anpassen

Die Samplingrate bestimmt, wie oft pro Sekunde Audiodaten abgetastet werden. RetroArch verwendet häufig eine Standard-Samplingrate von 48000 Hz, die den meisten modernen Audiogeräten entspricht. Sollte es jedoch zu Tonstörungen wie Knacken oder Ruckeln kommen, kann es sinnvoll sein, die Samplingrate auf 44100 Hz zu ändern, da viele ältere Systeme und Audio-Softwares diese Rate besser unterstützen. Es ist also ratsam, im Menü unter Audio die Samplingrate zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Audio Puffergröße konfigurieren

Die Puffergröße beeinflusst maßgeblich Latenz und Stabilität der Audiowiedergabe. Ein zu kleiner Puffer kann zu Aussetzern und Knacken führen, während ein zu großer Puffer die Audioverzögerung erhöht. Ideal ist ein Mittelweg, der flüssigen Sound bei geringer Verzögerung ermöglicht. Eine gängige Empfehlung ist, die Puffergröße auf etwa 2048 Samples zu setzen, wobei bei Aussetzern eine Erhöhung auf 4096 Samples helfen kann. Es lohnt sich, mit den Einstellungen zu experimentieren, bis ein stabiles Klangbild entsteht.

Audio-Backend-Optionen und Synchronisation

RetroArch bietet verschiedene Optionen für die Audio-Synchronisation. Die Einstellung Audio-Video Synchronisation sollte aktiviert sein, um sicherzustellen, dass Bild und Ton synchron laufen. Zudem ist es hilfreich, die Audio-Driver-Latenz zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Eine falsche Latenzeinstellung kann dazu führen, dass der Ton entweder verzögert oder asynchron erscheint. Für bestimmte Plattformen kann es auch vorteilhaft sein, experimentelle Audio-Backend-Optionen zu deaktivieren, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.

Hardwarebeschleunigung und Hintergrundprogramme

Obwohl dies nicht direkt eine Einstellung in RetroArch ist, sollten Nutzer darauf achten, dass keine anderen Programme im Hintergrund laufen, die Audioressourcen stark beanspruchen oder Hardware-Audiofunktionen blockieren. Insbesondere bei USB-Audiogeräten oder speziellen Soundkarten kann eine exklusive Nutzung durch andere Software Tonprobleme verursachen. Darüber hinaus sollten Treiber der Soundhardware aktuell gehalten und, falls möglich, Hardwarebeschleunigung aktiviert sein, um eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Fazit

Um Tonprobleme in RetroArch möglichst auszuschließen, ist es empfehlenswert, den optimalen Audio-Treiber für das Betriebssystem auszuwählen, die Samplingrate passend zu Hardware und System einzustellen, eine angemessene Puffergröße zu konfigurieren sowie auf eine korrekte Audio-Video-Synchronisation zu achten. Zudem tragen eine aktuelle Treiberbasis und die Kontrolle laufender Programme wesentlich zur reibungslosen Audiowiedergabe bei. Durch behutsames Einstellen und Testen lassen sich so auch bei älteren oder schwächeren Systemen häufig störungsfreie Klangerlebnisse realisieren.

0

Kommentare