Was versteht man unter einer Reverse Lookup-Dig-Abfrage und wie funktioniert sie?

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  1. Einführung in die Reverse Lookup-Abfrage
  2. Was ist "dig" und wie wird es verwendet?
  3. Durchführung einer Reverse Lookup-Abfrage mit dig
  4. Bedeutung der PTR-Einträge im DNS
  5. Praktischer Nutzen von Reverse Lookup mit dig
  6. Fazit

Einführung in die Reverse Lookup-Abfrage

Eine Reverse Lookup-Abfrage ist ein Verfahren, mit dem man von einer IP-Adresse zurück auf den zugehörigen Domainnamen schließen kann. Im Gegensatz zur normalen DNS-Abfrage, bei der man eine Domain eingibt und die IP-Adresse erhält, funktioniert eine Reverse Lookup-Abfrage genau umgekehrt. Sie wird häufig genutzt, um herauszufinden, welcher Hostname zu einer bestimmten IP-Adresse gehört.

Was ist "dig" und wie wird es verwendet?

Das Kommandozeilen-Tool dig (Domain Information Groper) ist ein weit verbreitetes Werkzeug zur Abfrage von DNS-Daten. Es ermöglicht detaillierte Abfragen von DNS-Servern und ist besonders bei der Fehlersuche und Analyse von DNS-Verbindungen hilfreich. Mit dig können sowohl normale als auch Reverse DNS-Abfragen durchgeführt werden.

Durchführung einer Reverse Lookup-Abfrage mit dig

Um eine Reverse Lookup-Abfrage mit dig zu starten, benötigt man die IP-Adresse, die in eine spezielle Form umgewandelt werden muss, damit der DNS-Server sie verarbeiten kann. Dies geschieht im so genannten in-addr.arpa-Bereich für IPv4-Adressen. Dabei wird die IP-Adresse rückwärts geschrieben und an .in-addr.arpa angehängt. Für eine IPv6-Adresse wird ein ähnliches Prinzip mit ip6.arpa verwendet.

Beispiel: Für die IP-Adresse 8.8.8.8 wird bei der Reverse Lookup-Abfrage die Adresse 8.8.8.8 in 8.8.8.8.in-addr.arpa umgewandelt, aber tatsächlich erfolgt die Umkehr der Oktette wie 8.8.8.8 → 8.8.8.8 (bei IPv4 muss rückwärts gelesen werden: 8.8.8.8 → 8.8.8.8, in der Praxis 8.8.8.8 → 8.8.8.8.in-addr.arpa).

dig -x 8.8.8.8

Das -x steht für die Umkehrung der Adresse und zeigt an, dass eine Reverse Abfrage vorgenommen werden soll. Das Ergebnis zeigt den PTR-Eintrag (Pointer Record), der den zugehörigen Hostnamen angibt.

Bedeutung der PTR-Einträge im DNS

Der PTR-Record (Pointer Record) ist im DNS dafür zuständig, eine IP-Adresse wieder einem Domainnamen zuzuordnen. Bei einer Reverse Lookup-Abfrage fragt dig diesen Eintrag ab, um herauszufinden, welcher Name zu der angegebenen IP gehört. Ohne einen korrekt konfigurierten PTR-Eintrag ist keine aussagekräftige Rückwärtssuche möglich.

Praktischer Nutzen von Reverse Lookup mit dig

Reverse Lookup-Abfragen werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Administratoren nutzen sie, um Verbindungen zu verifizieren oder verdächtige Aktivitäten zu untersuchen. Auch bei E-Mail-Servern ist der Reverse Lookup wichtig, um Spamversender zu erkennen, da viele Server prüfen, ob die IP-Adresse zum Hostnamen passt. Darüber hinaus wird die Rückwärtssuche oft bei Netzwerkanalysen und Sicherheitsprüfungen zur Zuordnung von IP-Adressen verwendet.

Fazit

Eine Reverse Lookup-Dig-Abfrage erlaubt das Abfragen eines Domainnamens anhand einer IP-Adresse. dig ist ein geeignetes Werkzeug, um diese Art von Abfragen durchzuführen, indem es PTR-Records im DNS überprüft. Das Verständnis der Funktionsweise von Reverse Lookup ist wichtig für Netzwerkadministration, Sicherheitsüberprüfungen und Fehlersuche im Bereich DNS und IP-Adressierung.

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