Was sind die Lizenzkosten für Hyper-V und wie setzen sie sich zusammen?
- Einführung in Hyper-V und seine Lizenzierung
- Unterschied zwischen Hyper-V als Rolle und Hyper-V Server
- Lizenzkosten bei Nutzung von Windows Server mit Hyper-V-Rolle
- Zusätzliche Lizenzen für Gastbetriebssysteme
- Fazit zu den Hyper-V Lizenzkosten
Einführung in Hyper-V und seine Lizenzierung
Hyper-V ist eine Virtualisierungstechnologie von Microsoft, die es ermöglicht, mehrere virtuelle Maschinen auf einem physischen Server zu betreiben. Diese Technologie ist sowohl für private Anwender als auch für Unternehmen interessant, die ihre IT-Infrastruktur effizienter und flexibler gestalten möchten. Bei der Nutzung von Hyper-V spielen die Lizenzkosten eine wichtige Rolle, da sie die Gesamtkosten der Virtualisierungslösung beeinflussen.
Unterschied zwischen Hyper-V als Rolle und Hyper-V Server
Grundsätzlich gibt es zwei Varianten von Hyper-V: Zum einen die Hyper-V-Rolle, die in Windows Server integriert ist, und zum anderen den eigenständigen Hyper-V Server, der als kostenloses Produkt zur Verfügung steht. Die Lizenzkosten ergeben sich hauptsächlich aus der zugrunde liegenden Windows Server-Lizenz, wenn man die Hyper-V-Rolle nutzt. Der eigenständige Hyper-V Server ist dagegen lizenzkostenfrei, bietet jedoch eingeschränkte Funktionen und keine GUI.
Lizenzkosten bei Nutzung von Windows Server mit Hyper-V-Rolle
Wenn Hyper-V als Rolle in Windows Server verwendet wird, ist der Preis für die Windows Server-Lizenz entscheidend. Microsoft bietet verschiedene Editionen an, wie etwa Standard und Datacenter. Die Standard-Edition ist für geringere Virtualisierungszahlen geeignet und enthält eine begrenzte Anzahl von Nutzungslizenzen für virtuelle Maschinen. Die Datacenter-Edition erlaubt hingegen unbegrenzte Virtualisierung auf einem lizenzierten Host. Dementsprechend ist die Datacenter-Edition teurer, bietet jedoch Skalierungsvorteile für Unternehmen mit vielen virtuellen Maschinen.
Zusätzliche Lizenzen für Gastbetriebssysteme
Neben der Hyper-V Host-Lizenz müssen auch die Betriebssysteme der virtuellen Maschinen lizenziert werden. Windows-Gastsysteme erfordern eigene Clientzugriffs- oder Serverlizenzen, wodurch zusätzliche Kosten entstehen können. Bei Linux oder anderen freien Betriebssystemen fallen in der Regel keine Lizenzkosten an. Somit ist es wichtig, die Gesamtanzahl und Art der virtuellen Maschinen in die Kalkulation einzubeziehen.
Fazit zu den Hyper-V Lizenzkosten
Die Lizenzkosten für Hyper-V hängen maßgeblich von der gewählten Produktvariante ab: Der eigenständige Hyper-V Server verursacht keine Lizenzkosten für den Hypervisor selbst, ist aber funktional eingeschränkt. Die Nutzung von Hyper-V über Windows Server verursacht Kosten für die Windows Server-Lizenz, die je nach Edition und Anzahl der virtuellen Maschinen variiert. Außerdem sollten die Lizenzen für die Gastsysteme berücksichtigt werden, da sie die Gesamtkosten erheblich beeinflussen können. Unternehmen sollten daher genau prüfen, welche Anforderungen sie haben, um die passende Lizenzierung und damit optimale Kostenstruktur zu wählen.
