Was mache ich, wenn MSI Afterburner keine korrekten Auslastungswerte anzeigt?

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  1. Überprüfung der Sensorquelle und Kompatibilität
  2. Treiberaktualisierung und Neuinstallation
  3. Einstellungen in MSI Afterburner überprüfen
  4. Kompatibilitätsprobleme mit anderen Programmen und Hintergrundprozessen
  5. Alternative Software oder weitere Diagnose
  6. Zusammenfassung

Überprüfung der Sensorquelle und Kompatibilität

Wenn MSI Afterburner keine korrekten Auslastungswerte anzeigt, liegt das häufig an Problemen mit der Quelle der Sensordaten oder an Inkompatibilitäten mit der verwendeten Hardware. MSI Afterburner greift auf die Sensoren der Grafikkarte und des Systems zu, um die Auslastung, Temperaturen und andere Werte auszulesen. Dabei kann es vorkommen, dass nicht alle Grafikkartenmodelle oder Treiberversionen vollständig unterstützt werden. Ein erster Schritt ist daher zu überprüfen, ob die Software aktuell ist und ob der verwendete Grafikkartentreiber ebenfalls auf dem neuesten Stand ist. Veraltete Treiber können dazu führen, dass Afterburner die Daten nicht korrekt lesen kann.

Treiberaktualisierung und Neuinstallation

Die Aktualisierung des Grafikkartentreibers ist ein essenzieller Schritt bei der Fehlerbehebung. Dabei sollte man direkt die offiziellen Treiber vom Hersteller der Grafikkarte (NVIDIA, AMD) herunterladen und installieren. Es ist außerdem ratsam, eine saubere Neuinstallation des Treibers durchzuführen, um mögliche Konflikte oder beschädigte Dateien zu vermeiden. Nutzen Sie dazu Tools wie DDU (Display Driver Uninstaller), welche alte Treiberreste vollständig entfernen, bevor der neue Treiber installiert wird. Nach der Treiberaktualisierung starten Sie den PC neu und prüfen erneut die Anzeige der Auslastungswerte in MSI Afterburner.

Einstellungen in MSI Afterburner überprüfen

Innerhalb von MSI Afterburner können falsche oder unpassende Einstellungen dazu führen, dass die Auslastung nicht korrekt dargestellt wird. Unter den Einstellungen der Software sollte man sicherstellen, dass die richtige Hardware überwacht wird und dass die Option zum Auslesen der Sensorwerte aktiviert ist. Zudem kann es hilfreich sein, in den Optionen die Benutzeroberfläche und die Sensoranzeige zurückzusetzen oder einzelne Sensorwerte temporär zu deaktivieren und wieder zu aktivieren. Manchmal hilft es auch, MSI Afterburner als Administrator auszuführen, um Berechtigungsprobleme zu vermeiden, die den Zugriff auf Sensoren verhindern können.

Kompatibilitätsprobleme mit anderen Programmen und Hintergrundprozessen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass andere Programme, insbesondere solche, die ebenfalls auf GPU-Monitoring oder Overclocking spezialisiert sind, mit MSI Afterburner in Konflikt geraten. Programme wie RGB-Controller, andere Tuning-Tools oder Systemüberwachungssoftware können Zugriffe blockieren oder falsche Daten liefern. Um dies auszuschließen, sollte man alle anderen Monitoring- und Overclocking-Tools vorübergehend deaktivieren oder deinstallieren. Zudem empfiehlt es sich, im Task-Manager oder in den Autostart-Programmen nach möglichen Konfliktverursachern zu suchen. Ein sauberes Systemstarten mit nur MSI Afterburner kann helfen, die Fehlerquelle einzugrenzen.

Alternative Software oder weitere Diagnose

Wenn trotz aller Maßnahmen MSI Afterburner weiterhin keine korrekten Werte anzeigt, kann man versuchen, alternative Überwachungsprogramme zu verwenden, etwa HWMonitor, GPU-Z oder HWiNFO. Diese Tools greifen ebenfalls auf die System- und GPU-Sensoren zu und können Aufschluss darüber geben, ob das Problem bei Afterburner oder bei den Sensoren selbst liegt. Wenn alle Programme falsche Werte anzeigen, könnte ein Problem auf Hardwareebene vorliegen, beispielsweise ein fehlerhafter Sensor oder ein Defekt der GPU. In solchen Fällen kann eine Kontaktaufnahme mit dem technischen Support des Grafikkartenherstellers ratsam sein.

Zusammenfassung

Falsche Auslastungswerte in MSI Afterburner können durch veraltete Treiber, inkompatible Hardware, falsche Einstellungen oder Konflikte mit anderer Software verursacht werden. Eine systematische Vorgehensweise – von Treiber-Updates über Software-Einstellungen bis hin zur Nutzung alternativer Monitoring-Programme – hilft, die Ursache einzugrenzen und das Problem zu beheben. Sollte dies alles keinen Erfolg bringen, könnte ein Hardwareproblem vorliegen, das professionell überprüft werden muss.

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