Was ist ein LUT in OpenShot und wie kann ich ihn verwenden?
- Was bedeutet LUT?
- Wofür werden LUTs verwendet?
- Unterstützt OpenShot LUTs?
- Wie kann man dennoch mit OpenShot einen Look erzielen, der LUTs ähnlich ist?
- Alternativen zur LUT-Anwendung bei OpenShot
- Fazit
In der Videobearbeitung begegnet man häufig dem Begriff "LUT". Besonders bei der Arbeit mit OpenShot, einer beliebten, kostenlosen Videoschnittsoftware, stellen sich viele Anwender die Frage, was genau ein LUT ist und wie man ihn in OpenShot einsetzen kann. In diesem Artikel erklären wir ausführlich, was ein LUT bedeutet, wofür es genutzt wird und wie Sie LUTs in OpenShot anwenden können.
Was bedeutet LUT?
LUT ist die Abkürzung für "Look-Up Table". Es handelt sich dabei um eine mathematische Tabelle, die verwendet wird, um Farben in einem Bild oder Video zu transformieren. Konkret bedeutet das, dass ein LUT die Eingabefarben durch andere, vorab definierte Farben ersetzt, wodurch bestimmte Farbstile oder Looks erzeugt werden können. LUTs sind vor allem in der Farbkorrektur und beim Color Grading gebräuchlich, um Filme oder Videos einen speziellen visuellen Stil zu verleihen oder Farbstimmungen zu verändern.
Wofür werden LUTs verwendet?
LUTs kommen hauptsächlich dazu zum Einsatz, um Farben und Kontraste in einem Video schnell und effektiv zu verändern. Anstatt jeden Farbkanal manuell anzupassen, ermöglicht ein LUT eine voreingestellte Farbumwandlung, die einen bestimmten Look, etwa einen Kino-Look, Vintage-Stil oder eine bestimmte Lichtstimmung, erzeugt. Dies spart Zeit bei der Nachbearbeitung und sorgt für konsistente Ergebnisse über mehrere Clips hinweg. In professionellen Workflows werden LUTs auch dafür genutzt, Rohmaterial farblich auf das gewünschte Niveau zu heben oder um Kameraprofile zu harmonisieren.
Unterstützt OpenShot LUTs?
OpenShot ist eine benutzerfreundliche und offene Videoschnittsoftware, die vielen Anwendern für einfache bis mittlere Videoprojekte zur Verfügung steht. Allerdings unterstützt die Standardversion von OpenShot derzeit keine direkte Verwendung von LUTs als separate Datei-Importoption. Das bedeutet, dass es keine direkte Funktion gibt, um eine LUT-Datei (.cube, .3dl, etc.) im Projekt einzubinden und automatisch auf das Videomaterial anzuwenden.
Wie kann man dennoch mit OpenShot einen Look erzielen, der LUTs ähnlich ist?
Obwohl OpenShot keine native LUT-Unterstützung bietet, können Anwender dennoch Farbkorrekturen und Effekte über die eingebauten Filter und Effekte erreichen. OpenShot bietet verschiedene Farbfilter, wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbton, mit denen Sie das Bild manuell anpassen können, um einen bestimmten Look zu imitieren. Um komplexere Color Grading-Effekte oder exakte LUT-Anwendungen zu realisieren, greifen manche Nutzer auf zusätzliche Software zurück, mit der man LUTs ins Material integrieren kann, bevor sie das Ergebnis in OpenShot weiterverarbeiten.
Alternativen zur LUT-Anwendung bei OpenShot
Wer LUTs gezielt einsetzen möchte, kann das Videomaterial zunächst in einem spezialisierteren Programm mit LUT-Funktion bearbeiten, beispielsweise DaVinci Resolve, Adobe Premiere Pro oder kostenlose Tools wie VirtualDub mit entsprechenden Plugins. Anschließend kann das fertig bearbeitete Video in OpenShot importiert und weitergeschnitten werden. Diese Kombination erlaubt es, sowohl die Stärken von OpenShot in der Schnittbearbeitung als auch die Vorteile professioneller Farbkorrektur durch LUTs zu nutzen.
Fazit
Ein LUT ist eine praktische Methode, um auf einfache Weise Farblooks und Stimmungen zu erzeugen und wird in der professionellen Videobearbeitung häufig verwendet. OpenShot unterstützt derzeit keine direkte Anwendung von LUT-Dateien, bietet allerdings grundlegende Farbfilter zur manuellen Anpassung von Videos an. Für Anwender, die LUTs nutzen möchten, empfiehlt sich eine Kombination aus OpenShot und einer zusätzlichen Software zur Farbkorrektur. So lassen sich die Vorteile beider Programme optimal verbinden, um ansprechende Videos mit individuellem Look zu erstellen.
