Was ist der Unterschied zwischen TortoiseSVN Export und Checkout?

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  1. Einführung in TortoiseSVN
  2. Funktion und Zweck von Checkout
  3. Funktion und Zweck von Export
  4. Wichtige Unterschiede zwischen Export und Checkout
  5. Praktische Anwendungsfälle
  6. Fazit

Einführung in TortoiseSVN

TortoiseSVN ist ein beliebtes grafisches Tool, das als Subversion-Client fungiert und Entwicklern die Arbeit mit Versionskontrollsystemen erleichtert. Zwei der häufig verwendeten Funktionen in TortoiseSVN sind "Export" und "Checkout". Obwohl beide Vorgänge ähnlich erscheinen, erfüllen sie unterschiedliche Zwecke und sollten in verschiedenen Szenarien eingesetzt werden.

Funktion und Zweck von Checkout

Der Befehl "Checkout" lädt eine vollständige Arbeitskopie eines bestimmten Repository-Zustands auf den lokalen Computer. Diese Arbeitskopie wird zusammen mit versteckten .svn-Ordnern ausgecheckt, die alle Metainformationen enthalten, damit Subversion den aktuellen Status verfolgen und Änderungen verwalten kann. Durch das Ausführen eines Checkouts erhält der Benutzer eine vollständige Kopie des Projekts, die aktualisiert, bearbeitet und wieder mit dem Repository synchronisiert werden kann. Die Arbeitskopie eignet sich also zum Entwickeln und Einreichen von Änderungen.

Funktion und Zweck von Export

Beim "Export" hingegen wird eine saubere Kopie der Dateien aus dem Repository ohne jegliche Subversion-Metadaten bereitgestellt. Das bedeutet, dass keine versteckten .svn-Ordner enthalten sind. Export ist vor allem dann sinnvoll, wenn man eine reine Version des Projekts benötigt, beispielsweise um eine Release-Version zu veröffentlichen, für Installationszwecke oder um die Dateien an Dritte weiterzugeben, ohne dass diese Zugriff auf Versionskontrollinformationen haben sollten.

Wichtige Unterschiede zwischen Export und Checkout

Der wesentlichste Unterschied besteht darin, dass Checkout eine vollständige Arbeitskopie inklusive aller SVN-spezifischen Informationen erstellt, während Export nur die reinen Quelldateien ohne Versionskontrolldaten bereitstellt. Die Arbeitskopie aus dem Checkout kann mit Subversion-Befehlen verwaltet werden, also aktualisiert, geändert oder mit dem Repository verglichen werden. Eine exportierte Version hingegen ist statisch und kann nicht mit Subversion-Befehlen aktualisiert oder synchronisiert werden.

Praktische Anwendungsfälle

Entwickler und Teams verwenden Checkout, wenn sie aktiv an einem Projekt arbeiten, Änderungen nachverfolgen und diese ins Repository einpflegen möchten. Export ist sinnvoll, sobald eine stabile Version benötigt wird, die unverändert verteilt werden soll oder wenn man die Projektdateien außerhalb des Versionskontrollsystems nutzen möchte, ohne dass Metadaten stören.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Checkout" und "Export" zwar beide Dateien aus einem Subversion-Repository beziehen, jedoch für unterschiedliche Zwecke gedacht sind. Checkout eignet sich für die aktive Entwicklung mit Versionskontrollunterstützung, während Export für die Verteilung oder Verwendung der reinen Projektdateien ohne Versionsinformationen ideal ist. Die Wahl zwischen beiden hängt somit vom jeweiligen Anwendungsfall ab.

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