Was ist das Muster der Dermatome und wie sind sie im Körper verteilt?

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  1. Definition und Bedeutung der Dermatome
  2. Allgemeines Muster der Dermatome am Körper
  3. Verteilung der Dermatome an den Extremitäten
  4. Besonderheiten und klinische Anwendung
  5. Fazit

Dermatome sind spezifische Hautareale, die von den sensorischen Fasern eines einzelnen Spinalnerven innerviert werden. Das Verständnis des sogenannten Dermatom-Musters ist für die klinische Diagnostik von großer Bedeutung, da es ermöglicht, somatosensible Ausfälle und Nervenschädigungen gezielt einem bestimmten Rückenmarkssegment zuzuordnen.

Definition und Bedeutung der Dermatome

Ein Dermatome bezeichnet das Hautgebiet, das sensibel von einem einzelnen Spinalnerven versorgt wird. Da jeder Spinalnerv sensorische Informationen aus einem bestimmten Hautsegment aufnimmt, entsprechen die Dermatome in etwa diesen Segmenten entlang des Körpers. Dieses Wissen ist vor allem in der Neurologie und Orthopädie bedeutsam, um Nervenschäden, Herpes Zoster-Infektionen oder andere neurologische Störungen präzise zu lokalisieren.

Allgemeines Muster der Dermatome am Körper

Das Dermatom-Muster folgt hauptsächlich der segmentalen Einteilung der Rückenmarksnerven. Am Rumpf verlaufen die Dermatome wie Gürtel horizontal um den Körper herum, wobei jedes Segment ein etwa ringförmiges Hautareal abdeckt. Im Hals- und Brustbereich zeigen sie eine annähernd horizontale Verteilung, die sich von oben nach unten vom Nacken bis zur Taille erstreckt.

Verteilung der Dermatome an den Extremitäten

Anders gestaltet sich die Anordnung an den Armen und Beinen. Hier verlaufen die Dermatome eher längs entlang der Gliedmaßen. Zum Beispiel innerviert der Nervus C6 die Haut am Daumen, während C7 die Haut am Mittelfinger versorgt und C8 den kleinen Finger. An den Beinen zeigen die Dermatome eine ähnliche segmentale Verteilung, beginnend von L1 im oberen Oberschenkelbereich bis S1 am Fußaußenrand und der Ferse.

Besonderheiten und klinische Anwendung

Trotz des relativ konstanten Musters gibt es individuelle Unterschiede in der genauen Lage der Dermatome. Allerdings kann eine genaue Kenntnis der typischen Verteilung bei der Diagnose von Nervenschäden helfen. Beispielsweise weist ein taubes oder schmerzendes Hautareal, das einem bestimmten Dermatombereich entspricht, auf eine Störung des entsprechenden Spinalnerven hin. Auch bei der Behandlung von Herpes Zoster zeigt sich die typisches Gruppenverteilung an den Dermatomen.

Fazit

Das Dermatom-Muster spiegelt die segmentale Organisation des Rückenmarks wider und bildet eine wichtige Grundlage für die Zuordnung sensorischer Ausfälle zu spezifischen Spinalnerven. Durch die horizontale Verteilung an Rumpf und längsverlaufende Dermatome an den Gliedmaßen lässt sich die Sensibilität der Haut segmental einteilen und klinisch bewerten.

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